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Nicholas Ofczarek: "Je mehr Konflikte, desto besser"

21.05.2019 - Keine Angst vor Extremen: TV-Star Nicholas Ofczarek über seinen neuen Thriller „Reich oder tot“ (27. Mai, 20.15 Uhr, ZDF) und seinen Hang zu schwierigen Rollen.

Grantelnder Österreicher, Lieblingsbösewicht der Deutschen, Wiener Wucht, TV-Psychopath: Filmstar und Burgschauspieler Nicholas Ofczarek (47) wurde schon mit vielen Titeln bedacht. Jetzt zieht der dunkelblonde Hüne in seine nächste TV-Schlacht: Im Thriller „Reich oder tot“, einer Fortsetzung der Reihe um die Hamburger Kommissare Kessel und Diller, die 2013 mit dem Fall „Unter Feinden“ begann, brilliert er als Polizist, der seinem korrupten Kollegen in jeder Lage beisteht – und dabei über Leichen geht.

 

Nicholas Ofczarek im Interview

Herr Ofczarek, „Reich oder tot“ ist schon der dritte Film mit Kessel und Diller. Wie ticken diese Ermittler?

Kessel und Diller sind zwei unterschiedliche Männer, die durch dick und dünn gehen. Obwohl Kessel wegen seiner Geldnot und seiner Drogenabhängigkeit oft am Abgrund balanciert, hilft ihm Diller stets aus der Patsche. Und die Freundschaft der beiden hält sogar Dillers Affäre mit Kessels Ehefrau aus.

Was ist der große Reiz an Ihrer Rolle?

Wir haben es mit einem Menschen zu tun, der immer in die Scheiße gerät, obwohl er rechtschaffen ist. Nur weil sein Freund ihn in alles Mögliche reinzieht, tut er Dinge, die nicht koscher sind. Insofern besteht vielleicht eine leichte Co-Abhängigkeit.

Wie wählen Sie Ihre Rollen aus?

Nach starken Regisseuren, nach dem Stoff und anhand derjenigen, die mitspielen – aber besonders nach den Konflikten, unter denen eine Figur leidet: je mehr Konflikte, desto besser, weil bei Figuren mit Problemen eine dramatische Kraft entsteht.

 

Wer ist Ihr schauspielerisches Vorbild?

Lustigerweise gibt es das gar nicht, obwohl ich nun schon knapp 27 Jahre Schauspieler bin. Ich wollte immer auf einem gewissen Niveau arbeiten, aber niemandem nacheifern. Mich beeindrucken immer wieder andere Kollegen. Derzeit bin ich ein großer Fan des britischen Schauspielers Tom Hardy, weil er sehr unmittelbar wirkt und sehr unterschiedlich ist, aber niemals gefällig.

 

Gehen Sie überhaupt noch zu Castings? Oder werden Ihnen nur noch maßgeschneiderte Rollen angeboten?

Das hält sich die Waage. Aber wenn mich eine Rolle wirklich interessiert, ist es für mich weder eine Demütigung noch eine Belastung, ein Casting zu machen. Angeblich tut das sogar Meryl Streep!

Ihr Lebensmotto?

Heiter weiter!

Lust auf „Tatort“-Ermittler?

Die Frage stellt sich mir nicht. Denn obwohl man als „Tatort“-Kommissar gutes Geld verdient, gibt’s auch einige Nachteile, beispielsweise dass man dadurch zu sehr auf eine Rolle festgelegt wird.

 

Was verpassen Sie nie im Fernsehen?

Ich schaue gar nicht mehr so viel fern, sondern bin eher ein Streamer. Meiner Meinung nach sind die Experimente der Streamingportale übrigens eine Aufforderung an die öffentlich-rechtlichen und privaten Sender, ebenfalls wieder mehr zu riskieren – und akribischer an guten Drehbüchern zu arbeiten.

Ihre größte Stärke?

Durchhaltevermögen.

Und Ihre Schwäche?

Schokolade.

Ihr nächstes filmisches Projekt?

Die zweite Staffel der Sky-Serie „Der Pass“.

Aber ist Ihr Ermittler in der mit der GOLDENEN KAMERA ausgezeichneten Thrillerserie nicht gestorben?

Ob Gedeon Winter wirklich tot ist oder ob er nur angeschossen wurde, weiß ich selbst nicht! Aber vielleicht ist die zweite Staffel ja auch die Vorgeschichte zur ersten! Im Film ist schließlich alles möglich.

 

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