Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Ordnungsliebender Serienmörder im "Polizeiruf 110: Dunkler Zwilling"

02.10.2019 - Höchste Anspannung bei Bukow und König. In ihrem 20. Fall suchen sie einen bestialischen Serienmörder, der es auch auf Kinder abgesehen hat.

Im "Polizeiruf: 110: Dunkler Zwilling" (Sonntag, 6. Oktober, 20.15 Uhr, im Ersten) versetzt ein Serienmörder Rostock in Angst und Schrecken. Die Hinweise aus der Bevölkerung sind zahlreich, selbst eine Tochter beschuldigt ihren Vater und eine Frau ihren sehr viel jüngeren Ehemann.

Der einzige Lichtblick in diesem Fall: Bukow (Charly Hübner) und König (Anneke Kim Sarnau) halten endlich zusammen! Es gibt kaum Gezicke und nur minimale Grenzüberschreitungen. Zuletzt, seit dem König im "Polizeiruf 110: Für Janina" Beweismittel fälschte, war die Stimmung zwischen beiden sehr eisig gewesen. Jetzt endlich halten sich die beiden Polizisten weitesgehend an die Regeln und scheinen eine Art Frieden geschlossen zu haben. Aus dem Nichts kommt es plötzlich sogar zu einem Kuss.

 

Darum geht's im "Polizeiruf 110: Dunkler Zwilling"

Im strömenden Regen unter einer Plane untersuchen Katrin König und Alexander Bukow die Leiche eines 16-jährigen Mädchens. Sie hat auf der Straße gelebt, ihre Schuhe stehen ordentlich drapiert neben ihr, die Gebärmutter wurde herausgeschnitten und fehlt. König vermutet, dass der Mörder das Geschlechtsorgan als eine Art Trophäe behalten hat. Als wenig später eine dänische Touristin auf ganz ähnliche Art und Weise ermordet vorgefunden wird, steht fest, dass es sich um einen Serienmörder handelt.

 

Die Einsicht in die Akten bringt Bukow und König auf die Spur von fast identischen Morden, die aber bereits vor über 15 Jahren verübt wurden. Warum hat der Täter so lange Ruhe gegeben oder handelt es sich um einen Trittbrettfahrer? Ins Visier der Ermittlungen rücken zwei Männer. Zum einen der Umzugsunternehmer Frank Kern (Simon Schwarz), der bereits bei einem früheren Fall befragt wurde und aufgrund von Gewalt gegen eine Prostituierte aktenkundig ist. Er ist seit kurzem getrennt erziehender Vater der 15-jährigen Marla (Emilia Nöth), die jeden seiner Schritte misstrauisch beäugt. Auf der anderen Seite steht der Taxifahrer Jan Hansen (Alexander Beyer) unter Verdacht. Ein Zeuge hat gesehen, wie eines der Opfer mit einem Taxi weggefahren sei. Hansens 25 Jahre ältere Ehefrau Elke (Angela Winkler) beschuldigt ihn zudem schwer. 

 

Hintergrund

Die absolute Grausamkeit dieses Falls steht, wenn auch nicht bildlich, sondern psychologisch im Vordergrund. Königs Verzweiflung, angesichts ihrer ausweglosen Situation, einen so harten Job machen zu müssen, dominiert die Handlung. Sie schreit sich ihren Kummer wortwörtlich von der Seele, leidet unter Kopfschmerzen und zeigt Ermüdungserscheinungen was ihre Arbeit betrifft. Schauspielerin Anneke Kim Sarnau erklärt die seelische Verfassung ihrer Rolle wie folgt: "Dadurch, dass sie persönlich gerade ziemlich von der Rolle ist, fällt es ihr auch schwerer, diesen heftigen Fall zu verkraften. Man muss schon ziemlich gesund und mit sich selbst im Reinen sein, um sich unbeschadet mit solchen Freaks befassen zu können."

 

Das besondere in diesem Moment ist es, dass aus gerechnet Bukow, zudem König zuletzt ein angespanntes Verhältnis hatte, ihr zur Seite steht: "Die beiden waren die ganze Zeit wie zwei Magnete, die sich mit den falschen Enden begegnen, aber als Bukow sich da am Fenster – im wahrsten Sinne des Wortes – zu ihr stellt, spürt man plötzlich wieder diese Anziehung. In dem Moment, wo sie anfängt, an sich selbst und an der Menschheit zu verzweifeln, ist der Mensch, der ihr am nächsten ist, auf einmal da und zeigt sein Herz", sagt Anneke Kim Sarnau.

"Nachdem man lange gedacht hat, das war’s jetzt mit den beiden, und schon keiner mehr glauben konnte, dass die noch mal die Kurve kriegen, geht jetzt wieder eine Tür auf, auf einer anderen Bewusstseinsebene – das ist ja oft so im Leben", erklärt auch Schauspieler Charly Hübner.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

Dies ist ein gewohnt guter Bukow-König-Fall. Die beiden Polizisten leisten, um einen Serienmörder hinter Gitter zu bringen, glaubwürdige, solide Polizistenarbeit. Dass sie dabei auch noch größtenteils anständig miteinander umgehen, ist eine wohltuende Abwechslung. Die Dialoge stimmen. Angesichts der Gräueltaten überzeugt das Duo zudem in ihrer Verzweiflung und Ratlosigkeit. Der Fall geht aber nicht nur den Kommissaren, sondern auch den Zuschauern an die Nieren. Denn das Monster steckt mitten unter uns, es könnte sogar der eigene Vater oder Ehemann sein. Die Charakterstudien, das Seelenpein der Kommissare und die feinen Zwischentöne sind es, die diesen "Polizeiruf" so spannend und sehenswert machen.

 

 

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren