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Roeland Wiesnekker: "Ich liebe schwarzen Humor"

04.12.2018 - Mörderisch gut: Roeland Wiesnekker als neuer TV-Ermittler in "Der Prag-Krimi" (6. Dezember, 20.15 Uhr, Das Erste).

Mürrische Typen, zornige Kerle, Menschen, die vom Leben ge­zeichnet sind: Mit solchen Rol­len begeistert der Schauspieler Roeland Wiesnekker Zuschauer und Kri­tiker. In der neuen ARD­-Reihe "Der Prag­ Krimi" zeigt sich der 51­Jährige nun von einer ganz anderen Seite: als stets lächelnder Berliner Ermittler Jan Koller, den ein vertrackter Fall zurück in seine Heimatstadt Prag führt.

 

 

GOLDENE KAMERA sprach mit dem Schauspieler.

Interview mit Roeland Wiesnekker

GOLDENE KAMERA: Obwohl Ihr neuer TV-Ermittler oft lächelt, ist er in Wirklichkeit ein knallharter Hund. Richtig?
 

Ja! Mich hat ge­reizt, dass sich Koller deutlich von anderen TV­-Ermittlern abhebt. Bei ihm steht nicht das übliche Alibi­Abfragen an erster Stelle.

 

Sondern?

Er ist keine einfache Figur, auch nicht leicht zugänglich. Koller improvisiert häufig, er stellt etwa den Tathergang nach. Außerdem ist er etwas ei­tel, manchmal egoistisch. Er blufft, und er kämpft gegen seine eigenen Dämonen.

Haben Sie diese Rolle mitgestaltet?

Nein. Aber ich habe gesagt, was mir daran gefällt und was ich weniger mag. Beispiels­weise hätte ich mir noch mehr Skurrilität gewünscht. Falls die Reihe weitergeht, hoffe ich, dass mehr vom schwarzen Humor reinkommt, der für Tschechien typisch ist. Denn ich mag schwarzen Humor, absurde Begebenheiten und Unkonventionelles.

 

Klingt, als liebten Sie auch Komödien.

Ich habe sogar wahnsinnige Lust auf Ko­mödien, ja. Aber so was wird einem leider selten angeboten. Denn eine gute Komödie zu schreiben ist einfach sauschwierig, schließlich soll sie nicht platt alles bedie­nen, was einen Lacher hergeben könnte. Ich bin mir sicher, dass die Zuschauer gern mehr gute Komödien sehen würden.

Warum sind Sie Schauspieler geworden? Gibt es ein Schlüsselerlebnis?

Ich stand schon im Schultheater gern auf der Bühne. Für mich war das irgendwie ein Spielplatz. Mit 17 ging ich dann auf die Schauspielschule. Davor hatte ich in einer Klinik und als Koch gearbeitet, in einer Züricher Gassenküche Bedürftige verköstigt.

 

Hätten Sie Lust darauf, ein "Tatort"-Kommissar zu werden?

Ja, grundsätzlich schon. Ich finde es span­nend, eine Figur zu kreieren, die man gern wiedersehen möchte, eine Rolle mit Spiel­raum nach oben und unten. Schimanski war so eine wahnsinnstolle Figur, bei der man immer gespannt war, wie sie sich durch den Fall bewegt. Meine Figur müsste phy­sisch sein, in der Lage, auch mal Türen ein­zurennen. Und humorvoll!

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