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DFB-Elf nur mit Remis beim Heimdebüt von Voss-Tecklenburg

09.04.2019 - Die DFB-Frauen verpassen bei der Länderspiel-Heimpremiere von Voss-Tecklenburg einen Sieg durch zwei Fehler von Torfrau Schult. Das 2:2 im Test gegen Japan offenbarte einige Schwächen im deutschen Spiel auf dem Weg zur WM.

  • DFB-Akteurin Dzsenifer Marozsan (2.v.l) sieht sich der japanischen Abwehr gegenüber. Foto: Sebastian Gollnow © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    DFB-Akteurin Dzsenifer Marozsan (2.v.l) sieht sich der japanischen Abwehr gegenüber. Foto: Sebastian Gollnow © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zwei kapitale Schnitzer von Torhüterin Almuth Schult haben der neuen Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg fast ihr Länderspiel-Heimdebüt verdorben.

Die 28 Jahre alte Wolfsburgerin leistete sich in Paderborn beim 2:2 (0:1) gegen Japan zwei haarsträubende Fehlpässe und verschuldete so die Gegentreffer von Yui Hasegawa (35.) und Kumi Yokoyama (69.). Die erste Pleite nach zuletzt zehn Spielen ohne Niederlage verhinderten vor 4804 Zuschauern in der Benteler-Arena DFB-Spielführerin Alexandra Popp (53.) und Svenja Huth (72.). 59 Tage vor dem Beginn der Weltmeisterschaft in Frankreich (7. Juni bis 7. Juli) offenbarte das 14. Duell mit den Fußballerinnen aus Japan, dass noch viel Arbeit auf die DFB-Auswahl wartet.

«Es ist gut, dass es jetzt passiert ist und bei keinem Turnier oder Pflichtspiel», sagte Torhüterin Schult nach dem Spiel im ZDF zu ihren beiden Fehlern. «Dennoch hätten wir dieses Spiel heute gewinnen müssen.» Ähnlich äußerte sich Trainerin Voss-Tecklenburg. «Wir haben Charakter gezeigt, wir haben auf das 3:2 gespielt, was auch noch drin war.» Das Unentschieden gegen Japan sei aber natürlich nicht der Anspruch der deutschen Mannschaft. «Es war auch so, dass wir in der Spielaufbau-Disziplin nicht das umgesetzt haben was wir uns vorgenommen haben.» In der weiteren Vorbereitung zur WM stehe nun unter anderem die Fehlerminimierung im Mittelpunkt. Torschützin Huth betonte, dass die Mannschaft auch bei der Chancenverwertung noch besser werden kann. «Dann ist es egal, wenn wir die Gegentore bekommen.»

Drei Tage nach dem 2:1-Erfolg in Schweden stellte Voss-Tecklenburg wie angekündigt von einer Dreier- auf eine Vierer-Abwehrkette um. Marina Hegering bildete nach ihrer starken Vorstellung gemeinsam mit Johanna Elsig die Innenverteidigung, außen durften Kathrin Hendrich (rechts) und Verena Schweers (links) ran. Die erst 17 Jahre alte Lena Oberdorf von der SGS Essen stand nach ihrem Debüt in Solna sogar erstmals in der Startelf und rückte neben Lina Magull auf die «Sechs».

Angreiferin Huth, die ihren grippalen Infekt auskuriert hatte, sollte gemeinsam mit Giulia Gwinn Stoßstürmerin Alexandra Popp gegen die körperlich unterlegenen Japanerinnen mit hohen Flanken versorgen - was allerdings zunächst kaum gelang. Oft fehlte es den deutschen Aktionen trotz eines spielerischen Übergewichts an Präzision. Bis zur Pause sorgten nur Magull (8.), deren Schuss die japanische Torfrau Chika Hirao parierte, und Dzsenifer Marozsan (25.) mit einem überraschend direkt aufs Tor gezogenen Freistoß für ein wenig Gefahr.

Das 0:1 war derweil ein Geschenk von Torhüterin Almuth Schult. Die aufgerückte Wolfsburgerin wollte einen Rückpass von Elsig zu Hegering weiterleiten, traf den Ball aber nicht richtig und spielte ihn Hasegawa in die Füße. Die Spielmacherin bedankte sich und schoss den Ball zur überaus glücklichen Führung ins leere Tor.

Zur zweiten Hälfte brachte die DFB-Trainerin in Lena Goeßling und Sara Doorsoun sowie Stürmerin Turid Knaak drei frische Kräfte. Sofort verstärkte die deutsche Mannschaft den Druck auf den Weltranglisten-Neunten. Mit Erfolg: Nach einem Fehlversuch der agilen, aber glücklosen Magull (51.) sorgte DFB-Spielführerin Popp für den überfälligen Ausgleich. Endlich erreichte eine Flanke von Marozsan das Ziel, so dass Popp hochstieg und per Kopf das 1:1 erzielte. Kurz darauf hätte Magull die Führung für den zweimaligen Weltmeister erzielen müssen. Doch ihr Heber über die zu weit vor dem Tor postierte japanische Torhüterin Hirao strich vorbei. Ein weiterer verunglückter Querpass von Schult ermöglichte den Asiatinnen die erneute Führung, ehe Huth per Kopf zumindest das Remis rettete.

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