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Der sprechende Radiowecker - Lenovos Smart Clock im Test

08.08.2019 - Wer erinnert sich noch an den Radiowecker mit roter Zeitanzeige und Aufwachen mit Musik? Lenovos Smartclock ist die logische Weiterentwicklung - mit Sprachassistent und noch ein paar Extras.

  • Lenovos Smart Clock ist neben all ihren anderen Fähigkeiten tatsächlich auch ein simpler Wecker. Hier wird gerade die Weckzeit eingestellt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Lenovos Smart Clock ist neben all ihren anderen Fähigkeiten tatsächlich auch ein simpler Wecker. Hier wird gerade die Weckzeit eingestellt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Auf der Rückseite der Lenovo Smart Clock gibt es noch einen USB-Anschluss zum Aufladen von Smartphones und anderen Geräten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf der Rückseite der Lenovo Smart Clock gibt es noch einen USB-Anschluss zum Aufladen von Smartphones und anderen Geräten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Smarter Wecker auf dem Nachttisch. Lenovos Smart Clock will ein Radiowecker mit modernen Zusatzfunktionen wie Sprachsteuerung und Streaming sein. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Smarter Wecker auf dem Nachttisch. Lenovos Smart Clock will ein Radiowecker mit modernen Zusatzfunktionen wie Sprachsteuerung und Streaming sein. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Radiowecker mit Google an Bord. Die Lenovo Smart Clock vereint Radiowecker und vernetzten Lautsprecher in einem Gerät. Foto: Andrea Warnecke © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Radiowecker mit Google an Bord. Die Lenovo Smart Clock vereint Radiowecker und vernetzten Lautsprecher in einem Gerät. Foto: Andrea Warnecke © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Zeitanzeiger, Radiowecker, Streamingbox und Ladegerät in einem: Lenovos Smart Clock verfügt über etliche Funktionen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zeitanzeiger, Radiowecker, Streamingbox und Ladegerät in einem: Lenovos Smart Clock verfügt über etliche Funktionen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Die Smart Clock ist nicht allein auf das Schlafzimmer beschränkt, sondern kann auch überall sonst in der Wohnung stehen. Klangwunder sollte man von den eingebauten Lautsprechern aber nicht erwarten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn...

    Die Smart Clock ist nicht allein auf das Schlafzimmer beschränkt, sondern kann auch überall sonst in der Wohnung stehen. Klangwunder sollte man von den eingebauten Lautsprechern aber nicht erwarten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Lenovos Smart Clock lässt sich auch taub schalten. Dann ist eine Sprachbedienung allerdings nicht mehr möglich und viele Funktionen stehen nicht zur Verfügung. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche...

    Lenovos Smart Clock lässt sich auch taub schalten. Dann ist eine Sprachbedienung allerdings nicht mehr möglich und viele Funktionen stehen nicht zur Verfügung. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Standortbezogene Wetterberichte gehören zu den weiteren Fähigkeiten der Smart Clock. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Standortbezogene Wetterberichte gehören zu den weiteren Fähigkeiten der Smart Clock. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Die Smart Clock spielt über den Webradiodienst TuneIn etliche Radiosender ab, kann aber auch auf andere Streamingdienste zugreifen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Smart Clock spielt über den Webradiodienst TuneIn etliche Radiosender ab, kann aber auch auf andere Streamingdienste zugreifen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Die rote LED-Uhr war gestern. Lenovos Smart Clock hat diverse Anzeigemodi für die Uhr zur Auswahl. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die rote LED-Uhr war gestern. Lenovos Smart Clock hat diverse Anzeigemodi für die Uhr zur Auswahl. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Viele erinnern sich noch an das Leuchten im Schlafzimmerdunkel. Über etliche Jahre gehörte der Radiowecker mit der charakteristischen roten LED-Anzeige in etlichen deutschen Schlafzimmern zur Grundausstattung.

Nach heutigem Maßstab kann das Gerät mit seinen drei Grundfunktionen Zeit anzeigen, Wecken, UKW-Radio zwar ziemlich wenig. Tot ist der Radiowecker aber noch lange nicht. Lenovos Smart Clock etwa bietet alle seine Funktionen und bringt noch einige weitere mit ins Spiel.

Steuerung über Sprachassistent

Die von einem grauen Stoffgeflecht überzogene Tischuhr mit kleinem Touchbildschirm ist etwa halb so groß wie ein klassischer Radiowecker. Das Gerat lässt sich größtenteils über Googles Sprachassistenten steuern.

Die Smartclock streamt auf Kommando etliche Radiosender über den Webradiodienst TuneIn, Spotify, Youtube Music, Deezer oder Hörbücher über Google Play Books - man ist also beim Wecken mit Musik nicht mehr auf das lokale Radioprogramm beschränkt. Daneben lassen sich noch allerlei vernetzte Geräte von Lampen bis Überwachungskameras ansteuern und Smart-Home-Routinen festlegen - etwa alle Lampen ausschalten, wenn man das Haus verlässt.

All in one und viel Vertrauen für Google

Durch den Google Assistant hat die Uhr auch Zugriff auf den eigenen Google Kalender, sie zeigt Wetterberichte oder Verkehrshinweise an - vorausgesetzt, man vertraut Google all diese Informationen an.

Auf dem mit 800 zu 480 Pixeln etwas krümeligen Displays lassen sich allerdings keine Videos abspielen. Das würde beim Einschlafen wohl auch nur stören.

Bequem im Umgang und keine Kamera

Aber genug der Theorie. Im Praxiseinsatz zeigt sich: Die Smart Clock tut exakt, was sie soll. Vor dem Schlafen gehen wird einfach die Weckzeit per Sprachkommando eingestellt, und zur gewünschten Zeit ertönt ein Wecksignal oder Musik. Freunde der Schlummer-Taste werden auf den ersten Blick enttäuscht - es gibt keine. Ein zweiter Blick in die Gebrauchsanleitung gibt die Lösung: Einfach oben auf das Gerät klopfen, dann bekommt man noch ein paar Minuten Gnadenfrist am Morgen.

Die Sprachkommandos funktionieren gut, so lange man sich im engen Funktionsumfeld der Uhr bewegt. Sonderwünsche und komplizierte Internetrecherchen überfordern den Sprachassistenten oft und er verweist an das Smartphone. Wer sich mit dem Gedanken nicht anfreunden mag, Hochleistungsmikrofone im Schlafzimmer zu haben, kann sie per Schalter deaktivieren. Apropos Privatsphäre: Eine Kamera hat die Smart Clock aus nachvollziehbaren Gründen nicht.

Ein falscher Sonnenaufgang zum Aufwachen

Anders als der klassische LED-Wecker besitzt die Smart Clock einen Helligkeitssensor. So soll sich das Display bei Dunkelheit im Raum herunterdimmen. Klingt in der Theorie ganz gut, klappt in der Praxis aber eher schlecht. Die Hintergrundbeleuchtung taucht das Display auch im dunkelsten Zustand noch in ein recht helles Grau. Mit einem selbstleuchtenden OLED-Display wäre da ein ganz anderes Erlebnis möglich, allerdings nicht zu diesem Preis.

Das Display hat aber auch noch eine andere Funktion. Wer mag, kann sich damit morgens sanft das Schlafzimmer aufhellen lassen und damit einen Sonnenaufgang simulieren. Im Praxistest wurde dieser Effekt aber leider immer verschlafen.

Klingt wie ein Wecker, aber kann mehr

Klanglich bleibt die Smart Clock in der Tradition der Radiowecker. Sie klingt weder sonderlich schlecht noch sonderlich gut. Wer wirklich laute Musik im Schlafzimmer haben will, greift besser zu einem kraftvolleren Gerät. Für die Morgennachrichten und leise Musik reicht sie aber völlig aus.

Fazit: Es gibt Leute, die mögen Radiowecker. Andere wollen das Schlafzimmer lieber technikfrei haben. Die erste Gruppe bekommt mit der Smart Clock für 99 Euro eine sinnvolle Weiterentwicklung des knisternden Radios mit der roten Digitaluhr. Mit etwas Technikbegeisterung macht die gut ins restliche Google-Ökosystem integrierte Smart Clock Spaß. Auch praktisch: Über den unauffällig an der Rückseite versteckten USB-Anschluss lässt sich gleich das Telefon mit aufladen. Das sorgt für weniger Kabel auf dem Nachttisch.

Wer allerdings keine große Lust auf Display, Sprachassistent, Streaming und vor allem Mikrofone hat, lässt besser die Finger von der Smart Clock. Schaltet man die Mikrofone nämlich aus, teilt einem das Gerät dies jedes Mal auf nervtötende und schnippisch klingende Art mit. Außerdem funktioniert sie ohne Sprachsteuerung schlicht nicht sonderlich gut.

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