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Deutsche Schwimmer bei WM gefordert

10.12.2018 - Den Trubel um den Rücktritt der Präsidentin wollen die deutschen Schwimmer bei der WM hinter sich lassen. Topleute wie Heintz, Hentke oder Wellbrock fehlen allerdings. Der Cheftrainer freut sich trotzdem auf das Kräftemessen - und die «Zugpferde».

  • Henning Lambertz, Chef-Bundestrainer Schwimmen, hätte gerne mehr Topleute bei der WM in China dabei. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Henning Lambertz, Chef-Bundestrainer Schwimmen, hätte gerne mehr Topleute bei der WM in China dabei. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Chaos an der Verbandsspitze müssen die deutschen Schwimmer nun bei der WM für positive Nachrichten sorgen. Von Dienstag bis Sonntag ist die verkleinerte Auswahl um Weltrekordler Marco Koch bei den Kurzbahn-Titelkämpfen in Hangzhou in China am Start.

«Aber im Normalfall ist es sehr schwer, Medaillen zu gewinnen, wenn viele Leistungsträger im Team fehlen», sagte Chefbundestrainer Henning Lambertz der Deutschen Presse-Agentur.

Leistungsträger wie Lagenschwimmer Philip Heintz, Schmetterlings-Ass Franziska Hentke oder Langstreckenspezialist Florian Wellbrock fehlen aus verschiedenen Gründen - Blessuren, andere Wettkampf- oder Trainingsschwerpunkte. «Ein Chefbundestrainer will immer mit seinem besten Team fahren. Deshalb tut das natürlich ein bisschen weh, jeder hatte aber sehr gute Gründe», sagte Lambertz. Mit Koch und Europameisterin Sarah Köhler habe man noch «zwei starke Zugpferde».

Acht Frauen und sieben Männer sollen für erfreuliche Ergebnisse sorgen, die der DSV nach den Negativschlagzeilen des turbulenten Verbandstages gut fürs Image gebrauchen könnte. Präsidentin Gabi Dörries und Vizepräsidentin Andrea Thielenhaus waren am Wochenende zurückgetreten, nachdem die von ihnen angestrebte Erhöhung der Mitgliedsbeiträge als wesentlicher Bestandteil ihrer Reform nicht durchgesetzt wurde. Ein Nachfolger wird nächstes Jahr gewählt, die «Bild» brachte kurzerhand Namen wie Franziska van Almsick, Michael Groß oder Paul Biedermann ins Gespräch.

Die Schwimmer haben in Hangzhou andere Dinge als die Verbandspolitik im Kopf. «Ich bin nicht schlecht vorbereitet», sagte Brustschwimmer Koch, der die EM im Sommer verpasst hatte. «Das war erstmal schwierig. Aber ich habe 2011 auch die WM verpasst und habe auch damals gesagt, wer weiß wozu es gut ist.» Vier Jahre später wurde er Weltmeister - und nun? In diesem Jahr wechselte Koch nach 17 Jahren in Darmstadt nach Frankfurt, stellte Punkte in seinem Training um. Neue Reize sollen auf dem Weg zu den Sommerspielen 2020 helfen.

«Marco Koch ist in sehr guter Form und sieht sehr gut aus. Er hat ein anderes athletisches Level. Auch im Wasser geht es gut voran», sagte Lambertz. «Es ist nicht sein vorrangiges Ziel, in Hangzhou seine Bestzeit auf der Kurzbahn zu brechen.» Das wäre auch der Weltrekord von 2:00,44 Minuten. «Aber wir schauen, dass er in die Medaillenvergabe mit einsteigen kann», sagte Lambertz vor den Rennen in der «gladiatorenmäßig» gestalteten Arena. Einige andere seiner Sportler starten bei den gleichzeitig stattfindenden deutschen Meisterschaften in Berlin.

Zweimal Gold, zweimal Silber und viermal Bronze gab es für die deutschen Schwimmer bei der Langbahn-EM im Sommer. «Ich hätte gerne gesehen, wo das Team mit dem neuen Schwung international steht. Das geht in Mannschaftsstärke nur, wenn man das komplette Team der EM von Glasgow dabei hat», sagte Lambertz. Aber auch andere Nationen kommen nicht mit der besten Mannschaft, Olympiasieger wie Sarah Sjöström (Schweden) oder Adam Peaty (Großbritannien) lassen diese Rennen auf der 25-Meter-Bahn aus.

Eine echte Standortbestimmung mit der Weltspitze ist erst im Sommer bei der Langbahn-WM in Gwangju möglich. Ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio hat diese dafür umso mehr Aussagekraft.

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