Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Mehr als 300 Wahlhelfer sterben bei Auszählung in Indonesien

29.04.2019 - Bei der Auszählung der Wahlergebnisse in Indonesien sind nach amtlichen Angaben seit Mitte April mehr als 300 Menschen gestorben. Die staatliche Wahlkommission berichtete von mindestens 287 Todesfällen unter Wahlhelfern.

  • Auszählung in einem indonesischen Wahllokal: Mehr als 300 Wahlhelfer sind bereits an Erschöpfung gestorben. Foto: Albert Ivan Damanik/ZUMA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auszählung in einem indonesischen Wahllokal: Mehr als 300 Wahlhelfer sind bereits an Erschöpfung gestorben. Foto: Albert Ivan Damanik/ZUMA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Wahlhelfer tragen Pakete mit Stimmzetteln, die an Wahlstationen verteilt werden. Foto: Albert Ivan Damanik/ZUMA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wahlhelfer tragen Pakete mit Stimmzetteln, die an Wahlstationen verteilt werden. Foto: Albert Ivan Damanik/ZUMA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Wahlhelfer falten Stimmzettel, die an Wahlstationen in der Provinz Sumatra Utara verteilt werden. Foto: Albert Ivan Damanik/ZUMA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wahlhelfer falten Stimmzettel, die an Wahlstationen in der Provinz Sumatra Utara verteilt werden. Foto: Albert Ivan Damanik/ZUMA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Wahlhelfer bereiten Unterlagen in einem Wahllokal vor: Insgesamt waren während der Wahlen und für die Auszählung mehr als sieben Millionen Helfer im Einsatz. Foto: Du Yu/XinHua © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wahlhelfer bereiten Unterlagen in einem Wahllokal vor: Insgesamt waren während der Wahlen und für die Auszählung mehr als sieben Millionen Helfer im Einsatz. Foto: Du Yu/XinHua © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zudem gab es 18 Todesfälle bei der Polizei. Todesursache war demnach in den meisten Fällen völlige Erschöpfung. Indonesien - viertgrößtes Land der Welt mit mehr als 260 Millionen Einwohnern - besteht aus mehr als 17.000 Inseln. Wahlen sind stets auch eine organisatorische Herausforderung.

Am 17. April waren sowohl das Staatsoberhaupt als auch ein neues Parlament gewählt worden. Zudem fanden Regional- und Kommunalwahlen statt. Insgesamt waren während der Wahlen sowie für die Auszählung mehr als sieben Millionen Wahlhelfer im Einsatz.

Das amtliche Endergebnis soll am 22. Mai bekanntgegeben werden. Bei der Präsidentenwahl deuten die bisherigen Resultate auf einen klaren Sieg des Amtsinhabers Joko Widodo hin.

Der Sprecher der Wahlkommission, Arief Priyo Susanto, bestätigte am Montag Berichte über zahlreiche Todesfälle. «Bislang sind im gesamten Land 287 Wahlhelfer gestorben und 2095 krank geworden», sagte er. «Hauptsächliche Todesursache ist Erschöpfung. Zudem gab es Unfälle und Erkrankungen aufgrund von Erschöpfung.» Bei der vorigen Wahl 2014 - als Präsident und Parlament im Abstand von drei Monaten gewählt wurden - hatte es 150 Todesfälle gegeben.

Der südostasiatische Staat ist die drittgrößte Demokratie der Welt. Von den mehr als 260 Millionen Einwohnern sind annähernd 90 Prozent Muslime. Lange Zeit galt Indonesien als Modell für einen toleranten Islam. In den vergangenen Jahren gewannen aber auch dort konservative Kräfte an Einfluss.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren