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Ausschlüsse: Eisenbahn-Trip, Thurau-Ausraster, Ellbogencheck

25.07.2019 - Ausschlüsse bei der Tour de France sind keine Seltenheit. Meistens mussten in der Vergangenheit Dopingsünder ihre Koffer packen, wie nach dem Festina-Skandal 1998 oder dem Start der Operación Puerto acht Jahre später.

  • Als «blonder Engel» wurde Dietrich Thurau einst bei der Tour de France gefeiert. Foto: dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Als «blonder Engel» wurde Dietrich Thurau einst bei der Tour de France gefeiert. Foto: dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es gibt aber auch eine Reihe von Fällen, in denen andere Unsportlichkeiten zum Ausschluss führten. Auch der frühere deutsche Radstar Dietrich Thurau wurde einst nach Hause geschickt.

Die Deutsche Presse-Agentur listet eine Reihe von prominenten Disqualifikationen bei der Tour auf.

1904: Nur ein Jahr nach der erfolgreichen Premiere erlebt die Tour ihren ersten großen Skandal. Einige Fahrer - auch Auftaktsieger Maurice Garin - legen die mitunter mehr als 400 Kilometer langen Etappen teilweise mit dem Auto oder der Eisenbahn zurück. Es gibt auch tätliche Angriffe von Anhängern lokaler Fahrer auf die Konkurrenten. Nach einer monatelangen Untersuchung werden schließlich die besten Vier des Gesamtklassements ausgeschlossen.

1985: Als «blonder Engel» wurde Dietrich Thurau einst bei der Tour gefeiert, 1985 zeigt er aber auch sein anderes Gesicht. Nachdem ihm ein Rennkommissar eine Zeitstrafe wegen Windschattenfahrens aufgebrummt hat, packte er den Offiziellen am Kragen. Für den Frankfurter war die Tour direkt vorbei.

1997: Beim Massensprint in Marennes geht es zwischen dem Belgier Tom Steels und dem Franzosen Frédéric Moncassin hitzig zur Sache. Steels verliert die Nerven und wirft mit der Flasche nach Moncassin. Der Sprinter muss nach dieser Aktion vorzeitig abreisen.

2010: Als Anfahrer für Mark Cavendish soll Mark Renshaw für seinen Kapitän den Weg freimachen. Im Zielsprint der elften Etappe in Bourg-Lès-Valence übertreibt es der Australier. Mit Kopfstößen traktiert er den Neuseeländer Julian Dean und wird daraufhin ausgeschlossen.

2017: Weltmeister Peter Sagan fährt im Sprintfinale der vierten Etappe nach Vittel den Ellbogen gegen Mark Cavendish aus. Der Brite kracht in die Absperrgitter und erleidet einen Bruch des Schulterblatts. Sagan wird wegen Rücksichtslosigkeit disqualifiziert. Das deutsche Bora-hansgrohe-Team schaltet daraufhin sogar den Internationalen Sportgerichtshof CAS ein - ohne Erfolg. Erst Monate später lenkt die UCI ein und einigt sich mit dem Team darauf, dass der Slowake zu Unrecht ausgeschlossen wurde.

2018: Auf der 15. Etappe gerät Sky-Profi Gianni Moscon kurz nach dem Start mit dem Franzosen Elie Gesbert aneinander und versucht ihn, mit der Faust zu schlagen. Der Italiener wird disqualifiziert und für fünf Wochen gesperrt.

2019: Auf der 17. Etappe kommt es zu einem Gerangel zwischen dem viermaligen Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin und Luke Rowe. Martin schneidet dem Briten gut 15 Kilometer vor dem Ziel ziemlich heftig den Weg ab. Dieser hebt danach die Hand und scheint nach Martin schlagen zu wollen. Beide werden ausgeschlossen, müssen eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Schweizer Franken bezahlen und bekommen 50 Punkte in der Weltrangliste abgezogen.

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