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Mehr als Sicherheit aus Schwedenstahl

11.06.2018 - Für die meisten Deutschen verkörpert Volvo ein Stück sorgenfreie Schwedenwelt, so wie Ikea, Bullerbü oder Abba. Ein Image, das der Hersteller in 60 Jahren mit zuverlässigen Familienautos und Slogans wie „Sicherheit durch Schwedenstahl“ aufgebaut hat. Sicherheit will aber verführerisch verpackt sein, das musste Volvo mühsam lernen.

  • Vor 60 Jahren kam Volvo nach Deutschland, hier der Modellauftakt: Volvo P122 Amazon (links) und Volvo PV544 Buckel-Volvo ©

    Vor 60 Jahren kam Volvo nach Deutschland, hier der Modellauftakt: Volvo P122 Amazon (links) und Volvo PV544 Buckel-Volvo © Volvo

  • Volvo 145 ab 1968 ©

    Volvo 145 ab 1968 © Volvo

  • Volvo 1800ES, genannt Schnewittchensarg 1972 ©

    Volvo 1800ES, genannt Schnewittchensarg 1972 © Volvo

  • Volvo VESC, Volvo Experimental Safety Car, Vorbote des Volvo 240 ©

    Volvo VESC, Volvo Experimental Safety Car, Vorbote des Volvo 240 © Volvo

  • Volvo 264, Modell 1981 ©

    Volvo 264, Modell 1981 © Volvo

  • Volvo 760, ab 1985, Demontration der Unverwüstlichkeit ©

    Volvo 760, ab 1985, Demontration der Unverwüstlichkeit © Volvo

  • Volvo 850 T5R, Modell 1995 ©

    Volvo 850 T5R, Modell 1995 © Volvo

  • Volvo XC90 ab 2002 ©

    Volvo XC90 ab 2002 © Volvo

  • Volvo-Kombi-Historie: Volvo V90 vor Volvo Duess und Amazon und 1800 ES und 240 und 750 und 850 ©

    Volvo-Kombi-Historie: Volvo V90 vor Volvo Duess und Amazon und 1800 ES und 240 und 750 und 850 © Volvo

  • Volvo XC40 ab 2018 ©

    Volvo XC40 ab 2018 © Volvo

Für Volvo war es der ultimative Härtetest. Im Sommer vor 60 Jahren wagte sich der Göteborger Autobauer in die „Höhle des Löwen“, wie die Schweden den deutschen Automobilmarkt nannten. Nach erfolgreichem Start in Nordamerika wollte die auf Expansion ausgerichtete Marke mit den Modellen Volvo PV444 und Volvo Amazon von einer Niederlassung in Frankfurt am Main aus deutsche Autokäufer begeistern. Allerdings waren es fast nur in Europa stationierte US-Soldaten, die Gefallen an den hochpreisigen und im Falle des buckligen PV444 kurios geformten Skandinaviern fanden. Deutsche Kunden gewann Volvo erst durch spektakuläre Sicherheitsstunts. Überschlagtests mit Buckel-Volvo und Amazon, bei denen die Passagiere unverletzt blieben und ein an seinen serienmäßigen Sicherheitsgurten aufgehängter Traumsportwagen Volvo P1800, damit machte Volvo frühe Schlagzeilen. Ein Jahrzehnt später galt Volvo auch als bester Freund von Familien, denn die kantig gezeichneten 140er und 240er Kombis wurden Kult. Als sich dann jedoch die großen 700er Volvo zu sehr dem amerikanischen Geschmack annäherten, stürzten die Schweden in ein tiefes Tal, aus dem sie sich nur langsam befreiten. Möglich machten dies temperamentvolle Turbos und eine SUV-Flotte im skandinavischen Stil.

„Mit Vollgas auf den deutschen Markt“, lautete die Vorgabe an Volvo-Händler der frühen Jahre. Wie in Nordamerika sollten Amazon und Buckel-Volvo am Sonntag Rundstreckensiege erzielen und am Montag Verkaufserfolge einfahren. Eine Strategie, die hierzulande nicht aufging, dabei hatte die Frankfurter Volvo GmbH sogar eine eigene Motorsportabteilung aufgebaut und die buckligen PV444 und PV544 ließen bei Flugplatzrennen Borgward, BMW oder Alfa Romeo kaum eine Chance. Verkauft wurden die Volvo dennoch nur in homöopathischer Dosis, erst 1965 wurden die Zulassungszahlen vierstellig. In jenem Jahr hatten die Schweden eine größere Importzentrale im hessischen Dietzenbach eröffnet und der Amazon kam nun aus neuem Werk im belgischen Gent. Für Volvo war dies ein wichtiger Schritt zu Zollerleichterungen, da Schweden noch kein Mitglied der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) war. Vor allem aber erntete Volvo nun auch in Deutschland die Früchte seiner Vorreiterrolle bei der Fahrzeugsicherheit. Schon die Modelle PV544 und Amazon waren im Jahr 1959 als weltweit erste Pkw mit serienmäßigen, patentierten Dreipunkt-Sicherheitsgurten ausgerüstet worden, zur ganz großen Sensation wurden aber der 1966 vorgestellte Volvo 140 und das 1968 präsentierte Sechszylinder-Flaggschiff Volvo 164.

Mit Sicherheitssystemen, die weltweite Standards setzten, avancierten diese in klaren und kantigen Linien gezeichneten Limousinen und Kombis als erste Baureihe aus Göteborg zum Millionseller. In Deutschland konnte der unter dem Slogan „Sicherheit aus Schwedenstahl“ beworbene Volvo 140 die jährlichen Verkaufszahlen des Importeurs auf über 10.000 Einheiten beschleunigen. Werbeanzeigen, die sich im Gedächtnis verankerten, machten Volvo zur Autorität der Sicherheitsdebatte in einer Zeit als jährlich rund 20.000 Menschen auf deutschen Straßen starben. Volvo provozierte, etwa mit einer halbnackten Frau, deren Oberkörper vom Druckstreifen des Sicherheitsgurtes gezeichnet ist. Dazu der Text: „Sie lebt. In ein paar Tagen wird nicht einmal mehr der Druckstreifen an den Unfall erinnern“. Oder ein Mensch, der einen Totenschädel auf der Hand trägt und sich fragt: „Sein oder Nichtsein. Das ist die Frage für 2 Millionen Autokäufer in diesem Jahr. Einige entscheiden sich für Volvo. Sie entscheiden sich für das Sein.“

Als die Bundesregierung den Volvo 140 zum Vorbild nahm, um ein Lastenheft für die Sicherheitsfahrzeuge von morgen zu entwickeln, befreite sich Volvo Deutschland endgültig aus dem Nischendasein. Kein Wunder, dass diese kantigen Modelle zusammen mit den 1974 vorgestellten Weiterentwicklungen 240 bis 260 zu Archetypen aller Volvo avancierten. Wie kein zweites Modell prägten die mit markanten Sicherheitsstoßfängern ausgestatteten Limousinen und Kombis das Image von Volvo als Hersteller fast unzerstörbarer Familienfahrzeuge, die in Deutschland ihren drittgrößten Absatzmarkt hinter Schweden und den USA fanden. Bis 1993 blieben die 240er in Bestform. Vielleicht auch, um dem damals neuen Modell 850 als erstem großen Volvo mit Frontantrieb wenigstens noch kantige Formen zu vererben. Vor allem aber, um der sicherheitsverliebten Marke einen Weg aus dem finsteren Tal der Tränen zu weisen, in das die Nordeuropäer in den 1980ern gestolpert waren.

Kann es zu viel Sicherheit geben, fragten deutsche Medien schon 1976 als der Volvo 340 viel zu füllig und behäbig ausfiel für einen kompakten Herausforderer mit Heckklappe. Auch die schwergewichtigen 240er mussten Spott ertragen für mäßige Fahrleistungen. Deshalb konterte Volvo mit flotten Turbos in den 240ern und in den 1985 eingeführten kompakten Frontantriebstypen der 400er Serie. Als sich Volvo jedoch mit den im US-Stil gezeichneten 700er und 900er Modelle endgültig im deutschen Premiumsegment verankern wollte, stürzten die Verkaufszahlen nachhaltig ab. Auch der Start in den neuen Bundesländern fiel den Schweden 1990 schwer. Ausgerechnet die Fahrzeuglieferungen von Volvo an die frühere Staatsführung der DDR belasteten nun vorübergehend das Image der Marke. Umso wichtiger war das Thema Dynamik, das Volvo im 1991 lancierten 850 spielte, der mit neuem Frontantriebslayout und als Turbo schnelle BMW und Audi herausforderte.

Andererseits litt Volvo kontinuierlich unter klammen Kassen, weshalb der Autobauer 1994 eine Kooperation mit Renault anstrebte – die Volvo-Deutschland-Zentrale wechselte deshalb in den Kölner Raum – die aber platzte. Besser klappte es erst unter den neuen Herren von Ford (ab 1999) und von Geely, die bei Volvo den Geldfluss sichern und den Göteborgern trotzdem viel freie Hand lassen. So konnte Volvo sein Renommee als Kultmarke für sichere Familien- und Freizeitfahrzeuge fortentwickeln. Nicht nur klassische Kombis wie der gerade erneuerte V60, sondern auch die heute angesagten Crossover und SUV zählen inzwischen zu den Kernkompetenzen der Schweden. Die frühere Betulichkeit der Skandinavier ist einer verblüffenden Rasanz gewichen. Mit einer aufregenden Formensprache und fortschrittlichen Antrieben gelingt es Volvo heute auch, die Käufer der süddeutschen Premiumhersteller zu überzeugen.

Volvo, damit verbanden deutsche Autofahrer über Jahrzehnte kantige Klassiker, trocken, langlebig und unaufgeregt wie Knäckebrot. Diesen Mythos bedienen nur noch die alten Volvo-Kombis in TV-Schmonzetten vor schwedischer Kulisse. 60 Jahre nach dem Deutschlandstart sind es gewagte Vorhaben, die Volvo eine Alleinstellung verschaffen. Zum einen die „Vision 2020“, mit der sich die Schweden verpflichten, dass ab dann kein Mensch mehr in einem neuen Volvo ernsthaft verletzen werden wird. Aber auch das Ziel, die deutschen Volvo-Neuzulassungen von derzeit jährlich 40.000 Einheiten bis 2020 um 50 Prozent zu steigern.

Chronik:
1915: Volvo wird von SKF als Tochterunternehmen gegründez
1926: Der Automobilbau bei Volvo steht unter dem Sicherheits-Credo der Volvo-Pkw-Gründerväter Gustav Larson und Assar Gabrielsson: „Unsere Autos werden von Menschen gefahren. Deshalb muss unsere oberste Prämisse eines sein und bleiben: Sicherheit“
1927: Am 14. April läuft der Typ ÖV4 (Öppen Vagn = offener Wagen; 4 = vier Zylinder), genannt Jakob, als erster Serien-Volvo vom Band
1944: Volvo präsentiert den PV444 als erstes erschwingliches Fahrzeug aus schwedischer Produktion. Bemerkenswert sind beim PV444 zwei Meilensteine der Sicherheitstechnik, die Verbundglas-Frontscheibe und die Karosserie mit Sicherheitskäfig
1956: Der Volvo P1200/P120 Amazon wird als erstes Modell mit Sicherheits-Lenksäule lanciert
1958: Volvo Deutschland geht an den Start. Im November wird das Volvo-Markenzeichen beim Deutschen Patentamt eingetragen, schon am 1. Juni wurden die Firmenschilder Volvo GmbH am ersten Hauptsitz angebracht in Frankfurt, Bockenheimer Landstraße 83. Erste Modelle im Programm sind die Typen Volvo PV444 und Volvo P120 Amazon, die vor allem an in Deutschland stationierte US-Soldaten verkauft werden. Nachfolger des PV444 wird die Weiterentwicklung Volvo PV544, vorgestellt am 25. August
1959: In Deutschland sorgen Volvo bei Motorsporteinsätzen wie der Rallye Solitude für Furore. Serienmäßige Dreipunkt-Sicherheitsgurte für die Vordersitze bei PV544 und P120 Amazon
1960: Im Januar debütiert das Sportcoupé Volvo P1800 auf dem Brüsseler Salon
1962: Volvo Deutschland registriert 807 Zulassungen, die Bekanntheit der Marke ist allerdings bereits erstaunlich groß dank diverser Sicherheitsdemonstrationen und -Kongresse und Motorsportaktivitäten, für die die Volvo GmbH eine eigene Rennabteilung eingerichtet hat
1964: Mit 1.050 Einheiten werden die Zulassungen erstmals vierstellig
1965: Umzug der Volvo GmbH in neue Räumlichkeiten in Dietzenbach inklusive neuem Teilelager und Kundendienstschule. Im Oktober endet die Fertigung des Volvo PV544. In Gent/Belgien wird ein Pkw-Werk für den EU-Markt eröffnet
1966: Markteinführung des Volvo 144 mit Zwei-Kreis-Bremsanlage, Knautschzonen im vorderen und hinteren Bereich der Karosserie, Überrollbügel im Dach und Sicherheits-Türschlössern
1967: Markteinführung des Volvo 145, der sowohl Amazon Kombi als auch Duett ersetzen soll. Außerdem zweitüriger Volvo 142. Sicherheitsgurte für die Rücksitze werden lieferbar
1968: Erweiterungsbau bei der deutschen Volvo Zentrale in Dietzenbach von 45.000 auf 70.000 Quadratmeter. Einführung des Sechszylinder-Modells 164. Kopfstützen auch für die Fondsitze werden als Sicherheitsinnovation vorgestellt. In Deutschland wird der Werbeslogan „Sicherheit aus Schwedenstahl“ eingeführt
1969: Die deutschen Volvo-Zulassungszahlen verdoppeln sich gegenüber dem Vorjahr auf 4.028 Einheiten
1970: Der letzte Amazon rollt vom Band. Neuer Zulassungsbestwert für Volvo in Deutschland mit 8.000 Einheiten
1971: Warnlampe zum Anlegen der Sicherheitsgurte. Erstmals mehr als 10.000 Volvo-Verkäufe in Deutschland
1972: 13.086 Zulassungen in Deutschland, davon 11.503 Fahrzeuge der 140er Reihe. VESC (Volvo Experimental Safety Car) feiert auf dem Genfer Salon Weltpremiere und inspiriert die Entwicklung der Modellreihe 240/260. Neu sind Reboard-Kindersitze, Kinder-Türverriegelung hinten (Kindersicherung) und automatische Sicherheitsgurte im Fond
1973: Seitenaufprallschutz im Volvo 140/160
1974: Premiere der Modellreihen 240 und 260 mit mehrstufig absorbierender Lenksäule, energieabsorbierenden Stoßfängern und Sicherheits-Benzintank. Anfangs sind drei Karosserievarianten im Angebot: 242, 244 und 245. Hinzu kommen die Typen 264 und der 265 als erster Volvo-Sechszylinder-Kombi
1975: Volvo hält seit dem ersten Januar 75 Prozent der Daf-Anteile. Am 1. Mai erfolgt die Umfirmierung der Daf Car B.V. in Volvo Car B.V. Erstes Serien-Modell aus dem Daf-Erbe im Volvo-Programm wird der Volvo 66 als zweitürige Stufenhecklimousine und als dreitüriger Kombi mit modischem Schrägheck
1976: Mit 22.806 Einheiten erzielt Volvo einen neuen Zulassungsbestwert. Der kompakte Volvo 343 debütiert auf dem Genfer Automobilsalon als dreitürige Schräghecklimousine (343 = Serie 300, 4 Zylinder, 3 Türen) mit serienmäßigem Variomatic-Getriebe. Der Motor stammt von Renault, das Getriebe ist eine Daf-Entwicklung, die Produktion erfolgt in den Niederlanden. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA wählt den 240 als Referenzfahrzeug für die Definition künftiger Sicherheitsnormen
1977: Das von Bertone gezeichnete und gebaute Coupé Volvo 262C geht in Serie
1978: Der Volvo 244 ist als eines von wenigen West-Autos in der DDR erhältlich. Neues Sicherheitsfeature ist ein Kinder-Gurtkissen
1979: Knapp 25.000 Volvo-Neuzulassungen in Deutschland. Der Volvo 240 wird mit Volkswagen-Sechszylinder-Diesel angeboten
1980: Volvo Deutschland befindet sich auf Sinkflug wie 17.065 Verkäufe signalisieren. Volvo steigt mit Sondermodellen des 240 in das deutsche Taxigeschäft ein. Der 155 PS leistende Volvo 240 ist der erste turbogeladene Volvo
1982: Nur noch 12.511 Neuzulassungen in Deutschland. Vorstellung des neuen Flaggschiffs Volvo 760 mit den Sicherheits-Neuheiten Durchtauchschutz vorne und Kraftstofftank außerhalb der hinteren Knautschzone
1984: Marktstart des Volvo 740 und leichte Erholung des deutschen Verkaufsergebnisses auf 15.335 Einheiten
1985: Der Volvo 480 ES mit Frontantrieb feiert Premiere. Der 240 gewinnt als zweitürige Limousine die Fahrerwertung der DTM (Deutsche Tourenwagen Meisterschaft) mit Per Stureson
1986: Zusatzbremslicht an der Heckscheibe und Dreipunkt-Sicherheitsgurt für den mittleren Fondsitz
1987: Automatische Gurtstraffer und Fahrer-Airbag
1988: Das KBA verzeichnet für Volvo 18.206 Zulassungen und einen Marktanteil von 0,7 Prozent. Neue Kompaktklasse Volvo 440 aus niederländischer Produktion
1989: Die Deutsche Wiedervereinigung beginnt mit dem Mauerfall. Volvo baut ab 1990 das Händlernetz in den neuen Bundesländern auf
1990: Volvo 940 und 960 debütieren im Herbst. Neue Sicherheitsausstattung ist ein in die hintere Mittelarmlehne integrierter Kindersitz. Volvo strebt eine Allianz mit Renault an, die jedoch 1993 scheitert
1991: Debüt des Volvo 850 mit Frontantrieb und Reihen-Fünfzylinder als Nachfolger der Baureihen 240 und 740. Neu beim Volvo 850 sind das Seitaufprall-Schutzsystem SIPS und die automatische Gurthöhenverstellung hinten 
1993: Einführung des 850 Kombi. Am 5. Mai läuft der letzte Volvo 240 vom Band
1994: Der Firmensitz von Volvo Deutschland wechselt nach Brühl bei Köln. Auf dem Genfer Salon feiert der bis dahin stärkste Volvo Weltpremiere, der Volvo 850 T-5R mit einem 250-PS-leistenden Fünfzylinder. Motorsport-Comeback für Volvo mit einem Volvo 850 Kombi in der Rennserie „British Touring Car Championship”. Weltweit erster Renn-Tourenwagen mit Kombi-Karosserie. Volvo 850 mit SIPS (Side Impact Protection Airbag)
1995: Volvo Deutschland bezieht neue Räumlichkeiten in Köln-Rodenkirchen, nachdem die geplante Kooperation mit Nissan scheiterte. Vor allem überspringen die deutschen Volvo-Zulassungszahlen mit 22.505 Einheiten erstmals wieder die 20.000-Marke. Die Volvo S40 und V40 sind ein Ergebnis des Joint-Ventures zwischen Volvo Cars und Mitsubishi Motors und rollen im niederländischen NedCar Werk in Born vom Band
1996: Als Weiterentwicklung des Volvo 850 werden Volvo S70 und V70 eingeführt. Im Herbst präsentiert Volvo die neuen Topmodelle S90/V90
1997: Das Volvo C70 Cabrio wird vorgestellt – ein Jahr nach dem Volvo C70 Coupé, mit dem es sich die Plattform und Technik teilt. Eine Weltneuheit im Cabrio ist ROPS (Roll Over Protection System). Die Volvo S70 und V70 lösen den 850 ab
1998: Das bis heute beste Verkaufsergebnis in Deutschland erzielt Volvo mit 42.267 Einheiten und einem Gesamt-Marktanteil von 1,1 Prozent. Neuer Volvo S80 mit SIPS Kopf-Schulterairbag und WHIPS Schleudertrauma-Schutzsystem wird als sicherstes Auto der Welt ausgezeichnet
1999: Für 50 Billionen SEK erwirbt die Ford Motor Company die Volvo Cars Corporation
2002: Mit 1,3 Prozent Marktanteil in Deutschland erzielt Volvo einen Allzeit-Bestwert (entspricht 42.132 Zulassungen). Der XC90 wird vorgestellt mit ROPS inkl. RSC (Roll Stability Control)
2004: Markteinführung des Volvo V50. Vorstellung Blind Spot Information System (BLIS), des weltweit ersten kamerabasierten Systems, das den toten Winkel überwacht
2005: SIPS Kopf-Schulterairbags für Cabriolets
2006:  Mit dem C30 präsentiert Volvo eine neue kompakte Premiumklasse
2007: 33.485 Volvo-Zulassungen registriert das KBA. Volvo City Safety System und höhenverstellbare integrierte Kindersitze
2008: Neues Crossover-Modell Volvo XC60. Die Ford Motor Company bietet Volvo im Zuge der weltweiten Finanzkrise zum Verkauf an
2010: Die Zhejiang Geely Holding Group übernimmt Volvo Cars für 1,3 Milliarden Euro
2012: Neues Kompaktmodell Volvo V40 wird auf dem Genfer Salon enthüllt
2014: Im November bezieht Volvo Car Germany einen neuen Hauptsitz in Köln-Deutz
2015: Zum 100. Geburtstag der Marke startet der Vertrieb der zweiten Generation des XC90
2016: Neue Modelle S90 und V90
2017: Die zweite Generation des XC60 geht in Serie. Volvo feiert 90 Jahre Autobau, In Deutschland erzielt Volvo Car Germany 40.857 Neuzulassungen, was einem Marktanteil von 1,2 Prozent entspricht und einem Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2013
2018: Marktstart für Volvo XC40 und einen neuen Volvo V60. Volvo feiert den 60. Gründungstag in Deutschland
 
Wichtige Volvo-Modelle auf dem deutschen Markt:
Volvo PV444 „Buckel-Volvo“ (1958),
Volvo Duett (1958-1969, nur wenige Einheiten),
Volvo P120 Amazon (1958-1967),
Volvo PV544 „Buckel-Volvo“ (1958-1965), 
Volvo P1800/1800 S/1800 E (1961-1972),
Volvo P130 Amazon (1961-1970),
Volvo P220 „Kombi“ Amazon (1962-1969),
Volvo 144 (1966-1974),
Volvo 142 (1967-1974),
Volvo 145 (1967-1974),
Volvo 164 (1969-1975),
Volvo 1800 ES „Schneewittchensarg“ (1971-1973),
Volvo 242/240 (1974-1984),
Volvo 244/240 (1974-1993, auch in der DDR im Angebot),
Volvo 245/240 (1974-1993),
Volvo 264/260 (1975-1985),
Volvo 66 Limousine (1975-1980),
Volvo 66 Kombi (1975-1978),
Volvo 343/340/360 3türig (1976-1990),
Volvo 262C (1977-1981),
Volvo 345/340/360 5türig (1979-1991),
Volvo 760 Limousine (1982-1990),
Volvo 340/360 4türig (1983-1989),
Volvo 740 Limousine (1984-1992),
Volvo 740 Kombi (1985-1992),
Volvo 760 Kombi (1985-1990),
Volvo 780 (1985-1990, nur wenige Exemplare, da nicht im offiziellen Programm),
Volvo 480 (1985-1995),
Volvo 440 (1988-1996),
Volvo 460 (1989-1996),
Volvo 940 Limousine (1990-1998),
Volvo 940 Kombi (1990-1998),
Volvo 960 Limousine (1990-1996),
Volvo 960 Kombi (1990-1996),
Volvo 850 Limousine (1991 bis 1997),
Volvo 850 Kombi (1993 bis 1997),
Volvo S40/V40 (1995-2004),
Volvo S90 (1996-1998),
Volvo V90 (1996-1998),
Volvo S70 (1996-2000),
Volvo V70 und V70 XC (1996-2000),
Volvo S80 (1998-2006),
Volvo V70 (1999-2006),
Volvo V70 Gen. II, Volvo XC/XC70 (2000-2005),
Volvo S60 Gen 1 (2000-2009),
Volvo XC90 Gen. 1 (2002-2015),
Volvo S40 Gene. II (2003-2012),
Volvo V50 (2003-2012),
Volvo C70 (2005-2013),
Volvo C30 (2006-2012),
Volvo S80 Gen. II (2006-2016),
Volvo V70 Gen. III (2007-2016),
Volvo XC60 Gen. I (2008-2017),
Volvo S60 Gen. II (seit 2010),
Volvo V60 Gen I (2010-2018),
Volvo XC90 Gen II (seit 2015),
Volvo XC60 Gen II (seit 2017),
Volvo XC40 (seit 2018),
Volvo V60 Gen II (seit 2018).

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