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«Waves»: Drittes Werk eines gefeierten Nachwuchstalents

13.07.2020 - Eine Familie erlebt einen Schock und muss wieder zu sich selbst finden. Trey Edward Shults hat für die Geschichte auf dem Regiestuhl Platz genommen.

  • Renee Elise Goldsberry (als Catharine) legt Kelvin Harrison Jr. (als Tyler) die Hand auf den Kopf. Foto: Courtesy Of A24/Universal Pictures/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Renee Elise Goldsberry (als Catharine) legt Kelvin Harrison Jr. (als Tyler) die Hand auf den Kopf. Foto: Courtesy Of A24/Universal Pictures/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er gilt als Nachwuchstalent in Sachen Regie, wird gar mit einem Inszenierungsmeister wie dem Texaner Terrence Malick («Der schmale Grat») verglichen: der 31-jährige, ebenfalls aus Texas stammende Trey Edward Shults, der sich einst als Praktikant bei Filmprojekten Malicks verdingte.

Zwei Langfilme hat Shults bereits vorgelegt, «Krisha» von 2015 und «It Comes at Night» (2017). Für sein drittes Werk nun, «Waves», gab es bereits viel Lob.

Es geht um die Vorstadtfamilie Williams, die nach einem schrecklichen Ereignis, einem großen Schockmoment, wieder zu sich selbst finden muss. Das bildintensive, im Süden Floridas angesiedelte Drama ist unterlegt mit einem Soundtrack des oscarprämierten Duos Trent Reznor und Atticus Ross («The Social Network»). Neben dem Soundtrack sind im Film auch Stücke von Künstlern wie Kendrick Lamar, von der Gruppe Animal Collective und Frank Ocean zu hören.

Zum Darstellerstab gehören die Schauspielerin Taylor Russell sowie mit dem 1996 geborenen Lucas Hedges auch einer der vielversprechendsten Nachwuchsmimen des US-Kinos überhaupt (Filme wie: «Manchester by the Sea», «Three Billboards Outside Ebbing, Missouri»).

In bisherigen Besprechungen wurde der Film teils mit dem Oscar-prämierten Meisterstück «Moonlight» von 2016 (Regie: Barry Jenkins) verglichen. Hier wie dort geht es um afroamerikanische Protagonisten, wenn auch die Hauptdarsteller in «Waves» vergleichsweise gut situiert sind. Der für die US-Filmbranche wichtige «The Hollywood Reporter» kam in seiner Besprechung des Films zu dem Resümee, dass sich in «Waves» Momente fänden, die einem das «Herz herausreißen» könnten.

Eigentlich sollte das Drama, das im vergangenen Sommer beim Telluride Film Festival im US-Bundesstaat Colorado seine Premiere feierte und November 2019 die amerikanischen Kinos erreichte, bei uns Mitte März anlaufen. Corona-bedingt aber wurde dieser Start, wie so viele andere auch, verschoben. Nun gelangt «Waves» mit gut viermonatiger Verspätung in unsere Kinos.

- Waves, USA/Kanada 2020, 137 Min., FSK ab 12, von Trey Edward Shults, mit Taylor Russell, Alexa Demie, Sterling K. Brown.

© dpa-infocom, dpa:200709-99-727765/2

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