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Viele halten Montagszustellung von Briefen für unwichtig

19.12.2019 - Aus alter Gewohnheit schauen viele Bürger noch jeden Tag außer sonntags in den Briefkasten - obwohl im Digitalzeitalter immer weniger Sendungen ankommen. Bald könnte die Zustellpflicht an Montagen wegfallen. Ein Ärgernis? Eher nicht.

  • Ein Briefträger der Deutschen Post unterwegs in einer Innenstadt. Bald könnte die Zustellpflicht an Montagen wegfallen. Foto: Philipp Schulze/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Briefträger der Deutschen Post unterwegs in einer Innenstadt. Bald könnte die Zustellpflicht an Montagen wegfallen. Foto: Philipp Schulze/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Viele Bundesbürger legen keinen Wert auf die Montagszustellung von Briefen. Wie aus einer Yougov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht, halten 41 Prozent der Befragten die Zustellung am Wochenbeginn für generell überflüssig oder ihnen ist sie egal.

Nur ein gutes Viertel (27 Prozent) gab an, dass ihnen der Briefeinwurf an Montagen wichtig ist. Bisher muss die Deutsche Post an jedem Werktag Briefe austragen. Allerdings kommen an Montagen nur wenige Briefe an, weil Firmen und Behörden am Wochenende nichts verschicken. Das Bundeswirtschaftsministerium sitzt an einem Gesetz, das die Montags-Zustellpflicht kippen könnte.

An der Online-Umfrage von Yougov hatten gut 2000 Menschen teilgenommen. Verbraucher, die trotz fortschreitender Digitalisierung nichts vom Internet halten und offline leben, sind damit nicht inbegriffen - besonders ihnen dürften physische Briefe weiter wichtig sein. Dennoch ist die Richtung, in der die Befragung weist, bemerkenswert. Zumal ein weiteres Viertel (28 Prozent) angab, das Ende der Montagszustellung für eine gute Idee zu halten - vorausgesetzt, das Briefporto würde dann billiger, schließlich hätte die Deutsche Post dann ja auch weniger Arbeit.

Die Umfrage macht zudem deutlich, dass die Bedeutung von Briefen im Internetzeitalter stark gesunken ist. Nur elf Prozent der Befragten gaben an, pro Jahr mehr als zwölf persönliche Briefe zu verschicken - also im Schnitt etwa einen pro Monat. Ebenfalls elf Prozent erklärten, nie Briefe zu versenden. Ein Drittel (33 Prozent) tut dies selten (ein bis zwei Mal im Jahr), ein weiteres knappes Drittel (29 Prozent) manchmal (drei bis fünf Mal). 14 Prozent bezeichnen sich als häufige Briefeschreiber, also sechs bis zwölf Mal im Jahr.

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