Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Im Norden nichts Neues

16.10.2017 - Was war das für ein Paukenschlag, den die Münchner Offiziellen nach dem Oktoberfest erklingen ließen: Der 72-jährige Jupp Heynckes ist der Auserkorene, der die Bayern wieder zurück in die Spur bringen soll. Zum vierten Mal sitzt der erfolgreiche, nun ehemalige Fußball-Rentner, als Coach auf der Bayern-Bank und versucht eben in diesem vierten Anlauf das Star-Ensemble wieder auf Titelkurs zu bringen. Und die erste Amtshandlung gegen Freiburg war dann auch amtlich, denn mit 5:0 fegten seine Mannen den SC Freiburg aus der Allianz-Arena. Noch nie ist es „Don Jupp“ gelungen, in seiner ersten Bayern-Saison den Titel einzufahren. Vielleicht war dieses Manko ja sein ganz persönlicher Antrieb bei der Vertragsunterschrift!?

  • 
Immerhin: Der HSV trifft wieder. Doch die beiden Tore in Mainz brachten das Team um Bobby Wood (o.) auch nicht weiter. Am Ende verlor der HSV 2:3 und steckt wieder mitten im Abstiegskampf - Foto: Fotostand / Racocha
 © dpa – Deutsche...

    Immerhin: Der HSV trifft wieder. Doch die beiden Tore in Mainz brachten das Team um Bobby Wood (o.) auch nicht weiter. Am Ende verlor der HSV 2:3 und steckt wieder mitten im Abstiegskampf - Foto: Fotostand / Racocha © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der alte Mann und das Mehr (an Fußball): Jupp Heynckes feierte ein furioses Comeback auf der Bayern-Bank. Er setzte gegenüber seinen etablierten Stars gleich ein Zeichen, indem er den jungen gebürtigen Hamburger Kwasi...

    Der alte Mann und das Mehr (an Fußball): Jupp Heynckes feierte ein furioses Comeback auf der Bayern-Bank. Er setzte gegenüber seinen etablierten Stars gleich ein Zeichen, indem er den jungen gebürtigen Hamburger Kwasi Okyere Wriedt in den Kader berief– Foto: Oryk Haist/Sven Simon © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Im freien Fall: Werder Bremens Ludwig Augustinsson (l., gegen Lars Stindl) konnte sich gegen Borussia Mönchengladbach nie durchsetzen – Foto: Carmen Jaspersen © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur...

    Im freien Fall: Werder Bremens Ludwig Augustinsson (l., gegen Lars Stindl) konnte sich gegen Borussia Mönchengladbach nie durchsetzen – Foto: Carmen Jaspersen © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Die Geste des Spieltags: Herthas Spieler schlossen sich dem Protest der US-amerikanischen Sportler gegen Diskriminierung und Rassismus an - Foto: Annegret Hilse © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur

    Die Geste des Spieltags: Herthas Spieler schlossen sich dem Protest der US-amerikanischen Sportler gegen Diskriminierung und Rassismus an - Foto: Annegret Hilse © dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH / dpa – Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er wird sich allerdings auf einen Dreikampf um die Krone der Bundesliga einstellen müssen, denn was der BVB und die „Bullen“ aus Leipzig bei deren 3:2-Auswärtserfolg im Signal-Iduna-Park auf das grüne Geläuf gezaubert haben, ließ Fußballherzen höher schlagen. Für mich gibt es jedenfalls keinen Zweifel daran, dass die Titelfrage nur unter diesen drei Teams geklärt werden kann. Zu groß sind die Qualitätsunterschiede zu den nachfolgenden Mannschaften – sowohl sportlich als auch wirtschaftlich!

Trübe Herbsttage im Norden


Angepasst dem bis dato weitestgehend grauen und verregnetem Herbst ist auch die Stimmung im Fußball-Norden Deutschlands, wo der Hamburger SV sich gerade aufmacht. Die 2:3-Pleite in Mainz war nun bereits das sechste  sieglose Spiel in Folge, und am nächsten Wochenende wird der unter Jupp Heynckes offensichtlich wiedererstarkte FC Bayern im Volksparkstadion erwartet. Das letzte Spiel unter den Fittichen des alten Neu-Coaches gewannen die Münchner übrigens mit 9:2 (2013) gegen den HSV. Und danach geht es dann zur Hertha nach Berlin… .

Von der Elbe bis zur Weser

Noch ein wenig dramatischer sieht die Situation bereits jetzt in Bremen aus, wo Trainer Alexander Nouri nach dem achten Saisonspiel ohne Sieg um seinen Job bangen muss. Saisonübergreifend ist es nämlich bereits das elfte sieglose Spiel in Folge – die letzten drei Partien zudem auch ohne Torerfolg. Natürlich wird der verletzte Goalgetter und Antreiber Max Kruse schmerzlich vermisst, aber offensichtlich war eben auch, dass die Bremer Akteure ihrem Gegner unter dem Strich einfach nicht gewachsen waren. Verglichen mit den Leistungen der Rückrunde 2016/17 (die letzten drei Partien mal ausgeklammert) muss dann auch die Frage erlaubt sein, warum ein fast identischer Kader diese Leistungen nicht mehr abzurufen in der Lage ist. Nächstes Wochenende geht es zu den „abgestürzten“ Kölnern. Ein Schicksalsspiel für Nouri und den weiteren Saisonverlauf!

Und täglich grüßt das Murmeltier

Oben ist also alles beim Alten, und unten befinden sich der HSV und Werder – ebenfalls adäquat zur Vorsaison –  nach dem ersten Viertel der Saison bereits wieder im freien Fall. Zwei Traditionsklubs, die den Anschluss an das Mittelfeld verloren haben und von ruhmreichen Zeiten nur noch träumen können. Bundesliga-Alltag, von dem sich die Akteure der Berliner Hertha vor dem Spiel gegen Schalke als erstes deutsches Team wohltuend abhoben, indem sie mit dem in den USA gern genutzten „Kniefall gegen Diskriminierung und Rassismus“ ein solidarisches Zeichen gegen die Politik von Donald Trump setzten. In einem Zeitalter, in dem insbesondere Sportprofis oft nur noch Erfüllungsgehilfen eines Vereines sind, war das eine schöne Geste. Oder war die Aktion doch eher von langer Hand der Marketingabteilung, der Aufmerksamkeits-Hascherei geltend, geplant? Die Hertha-Verantwortlichen dementierten derlei Nachfragen - was meinen Sie?

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren