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Vodafones Vorschläge an EU

07.05.2019 - Unitymedia-Übernahme soll mehr Wettbewerb bringen

  • Nach der geplanten Übernahme von Unitymedia will Vodafone seit Kabelnetz weiter auf Download-Geschwindigkeiten von bis zu einem GBit/s ausbauen ©

    Nach der geplanten Übernahme von Unitymedia will Vodafone seit Kabelnetz weiter auf Download-Geschwindigkeiten von bis zu einem GBit/s ausbauen © Vodafone

Vodafone möchte den TV-Kabelnetzbetreiber Unitymedia übernehmen. Im Rahmen des Verfahrens hat Vodafone der EU-Kommission ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen, das in Deutschland für mehr Wettbewerb im Breitband- und mehr Unabhängigkeit im Fernsehmarkt sorgen wird.

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Das Maßnahmenpaket steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Übernahme durch die EU-Kommission in Brüssel. Unitymedia betreibt seine Netze in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Vodafone ist in den anderen 13 Bundesländern als TV-Kabelnetzbetreiber aktiv.

Mehr Wettbewerbs-Druck auf die Telekom

Mit der geplanten Übernahme von Unitymedia will Vodafone den Wettbewerbs-Druck im Markt erhöhen und erstmals neben der Telekom einen zweiten bundesweiten Festnetz-Anbieter schaffen. Das vereinte Kabelnetz will das Unternehmen in allen Bundesländern der Republik aufrüsten. So sollen bis 2022 schnelle und bezahlbare Breitband-Anschlüsse für 25 Millionen Haushalte geschaffen werden.

Mit Gigabit-Geschwindigkeiten für künftig dann rund zwei Drittel der deutschen Bevölkerung unterstützt Vodafone auch die Breitband-Ziele der Bundesregierung. Dafür werden die Düsseldorfer in den nächsten Jahren rund zwölf Milliarden Euro in das Kabelnetz investieren.

EU-Kommission prüft Unitymedia-Übernahme

Im sogenannten Phase-2-Verfahren hat die EU-Kommission die geplante Übernahme der Unitymedia in Deutschland durch Vodafone einer intensiven Prüfung unterzogen.

Mit seinen Maßnahmenpaket bietet Vodafone eine Lösung für eine potenzielle Verminderung des Wettbewerbs durch Vodafones DSL-Angebote im Unitymedia-Gebiet sowie Bedenken hinsichtlich möglicher Wettbewerbs-Beschränkungen im Fernsehmarkt. Zudem hatte Vodafone bereits erklärt künftig keine Erhöhungen von sogenannten Einspeise-Entgelten vorzunehmen.

Kabel-Großhandelsvertrag mit Telefónica Deutschland

Für noch mehr Wettbewerb im Breitband-Markt hat Vodafone einen Kabel-Großhandelsvertrag mit Telefónica Deutschland geschlossen. Diese Partnerschaft ermöglicht es Telefónica nach erfolgter Übernahme von Unitymedia durch Vodafone eigene Produkte über die dann vereinigten Kabelnetze an dann 23,7 Millionen Haushalte zu verkaufen.

Telefónica kann seinen Kunden im kombinierten Kabelnetz Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde (MBit/s) bieten, während via VDSL maximal 100 MBit/S im Download möglich sind. Der Kabel-Großhandelsvertrag ist langfristig ausgelegt, wobei sich Telefónica verpflichtet während der Vertragslaufzeit ein Mindestmaß an Kunden zu erreichen.

Mehr Unabhängigkeit für TV-Sender

Die zweite Maßnahme im Wettbewerbs-Paket gilt dem Fernsehmarkt. Mit dem Gigabit-Ausbau und der Partnerschaft mit Telefónica schafft Vodafone die Grundlage für eine schnellere und bessere TV-Verbreitung sowie für neue Distributions-Möglichkeiten für die Sender. Mit ihren TV-Angeboten über das Internet können Sender Kundenbeziehungen damit völlig unabhängig von Vodafone und seiner TV-Plattform eingehen.

Damit die Fernsehsender von dieser Entwicklung profitieren können, verpflichtet sich Vodafone die Verbreitung ihrer Inhalte im Internet nicht einzuschränken und die Netzübergänge so zu gestalten, dass ausreichende Übertragungs-Kapazität über das Internet vorhanden ist. TV-Sender werden damit unabhängiger vom klassischen TV-Kabelnetz und damit auch von Vodafone.

Markttest im Mai 2019

Das Paket der Abhilfemaßnahmen einschließlich des Kabel-Großhandelsvertrags steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Übernahme durch die EU-Kommission. Diese wird das Paket nun einem Markttest unterziehen, der voraussichtlich noch im Mai 2019 abgeschlossen sein wird.

Vodafone geht davon aus, dass die EU-Kommission ihre Entscheidung über die Transaktion bis Juli 2019 treffen wird. Somit könnte der Abschluss der Übernahme noch in demselben Monat erfolgen.

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