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Gaming-Zone ist überall: Das Smartphone als Spielekonsole

31.07.2018 - Dass sich ein Smartphone nicht nur zum Telefonieren und Texten sondern auch zum Zocken eignet, ist keine Neuigkeit. Aber eignen sich die schlanken Alleskönner tatsächlich als Spielekonsole? Wieviel Gaming-Zone ist tatsächlich drin mit dem Smartphone?

  • Vor allem Jugendliche nutzen das Smartphone gerne als mobile Spielekonsole.  © pixabay.com / natureaddict (CC0-Lizenz)

    Vor allem Jugendliche nutzen das Smartphone gerne als mobile Spielekonsole. © pixabay.com / natureaddict (CC0-Lizenz)

Sie sind überall: Smartphones haben inzwischen eine enorme Verbreitung. Das liegt vor allem an ihrer Vielseitigkeit. Smartphones sind längst mehr als ein modernes Handy mit Telefon- und Nachrichtenfunktion. Wer sich für den Kauf eines Smartphones entscheidet, hält einen Mini-Computer in den Händen, der je nach Ausstattung und Versiertheit des Nutzers in den meisten Bereichen des Alltags eingesetzt werden kann.

Apps sind der Schlüssel, der das Smartphone-Paradies aufschließt. Die kompakten Anwendungen werden immer vielseitiger und ausgeklügelter und kommen sowohl in der Gestalt praktischer Alltagshelfer daher als auch als echte Unterhaltungskünstler. Ein Besuch im App-Store ist zu einem regelrechten Shoppingbummel geworden, denn die Auswahl ist riesig. Die Hersteller von Videospielen haben längst erkannt, dass das Smartphone im Alltag einfach der treuere Begleiter ist als die heimische Spielekonsole.

Tatsächlich zeigt eine Statistik der Online-Zeitung RP-Online, dass der deutsche Spielemarkt längst nicht mehr nur von Computern und Konsolen beherrscht wird. Demnach nutzen 15,8 Millionen Spieler TV-Konsolen, 17,3 Millionen das Smartphone, acht Millionen eine tragbare Konsole, 17,4 Millionen den Computer und 11,5 Millionen ein Tablet. Eine Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2016 hat sogar noch eine eindeutigere Lanze für das Smartphone als Spielekonsole brechen können. Demnach spielen 85 % der Befragten am liebsten über das Smartphone, dicht gefolgt vom Laptop mit 78 %. Mobiles Spielen ist angesagt und trifft offenbar genau das Interesse und die Lebenseinstellung der Generation Y.

Diesen Trend gilt es zu nutzen, und so haben sich die Spieleentwickler und Software-Programmierer längst daran gemacht, das Smartphone auch als Spielekonsole gesellschaftsfähig zu machen. Aber wieviel mobiles Zocken lässt sich über ein so kleines Gerät tatsächlich umsetzen? Kann das Smartphone in näherer Zukunft den Konkurrenzkampf mit der Spielekonsole tatsächlich antreten?

Kann das Smartphone in virtuelle Welten eintauchen?

Der Besuch virtueller Welten ist seit Jahren eine beliebte Freizeitbeschäftigung, vor allem für Jugendliche. Kein Wunder, wenn man sich ansieht, wie sehr sich die Computerspielindustrie sich seit ihren Kindertagen weiterentwickelt hat. Auf dezidierten Spielemessen wie zum Beispiel der jährlich in Köln stattfindenden Gamescom können Computerspielfreunde sich über Spieletrends informieren und die neuesten Entwicklungen der Spieleanbieter nebst aktueller Technik sogar ausprobieren. Das Interesse an solchen Großveranstaltungen ist enorm, nicht nur auf Seiten der Spieler sondern auch für Spieleentwickler und Marketingexperten, die auf Messen wie der Gamescom die Vorstellungen und Erwartungen potentieller Spieler erfassen und ihr Spieleangebot entsprechend weiterentwickeln können.

Spiele für den Computer und die Konsole bieten nicht nur eine unglaubliche Auswahl, sie sind auch grafisch inzwischen so anspruchsvoll geworden, dass sie dem Spieler einiges zu bieten haben. Und da liegt auch gleich der erste große Knackpunkt. Ein Smartphone ist zwar ein echter Tausendsassa in Sachen digitaler Alltag, aber wie steht es mit den grafischen Fähigkeiten, die diese potentiellen Minikonsolen mit sich bringen? Tatsächlich zeigt sich, dass moderne Smartphone-Modelle den Anforderungen einer Spielegrafik durchaus gewachsen sind. Ihre Bildschirmtechnologie ist hochauflösend und bringt das Spiel gleichzeitig auf ein relativ kleines Display, was dazu führt, dass eine übermäßige Verpixelung nicht zu befürchten ist. Dadurch lassen sich auch Spieleklassiker wie Angry Birds oder Super Mario auf dem Smartphone teilweise angenehmer spielen als auf dem großen Bildschirm einer Konsole oder des heimischen Computers. Echte Spieleklassiker, die das Herz von Smartphone-Zockern höher schlagen lassen dürften, gibt es zum Beispiel auf der Internetseite Good Old Games, die ähnlich funktioniert wie der Streamingdienst Steam. N

Aber Achtung: Tatsächlich sind nicht alle Spieltypen gleichermaßen gut für die Nutzung auf dem Smartphone geeignet. Auch wenn die moderne Smartphonetechnologie es grafisch mühelos mit den meisten Spielen aufnehmen kann, gibt es einen anderen Schwachpunkt, der vor allem begeisterten Fans von Echtzeitspielen und Shootern ziemlich auf die Nerven gehen dürfte: Bei den meisten Smartphones spielt die Geschwindigkeit der Toucheingaben einfach nicht mit, wie das PC-Magazin informiert. Vor allem Strategiespiele in Echtzeitmodus und Egoshooter wie Warcraft hinken dadurch ganz schön hinterher und lassen sich nach wie vor besser auf der Konsole oder dem Computer spielen.

Auch grafisch haben Smartphones in Sachen Spiele natürlich ihre Grenzen und der Arbeitsspeicher, der erforderlich ist, um moderne PC- und Konsolenspiele zu verarbeiten und darzustellen, übersteigt die Möglichkeiten eines Smartphones bei weitem. Wer also gerne Diablo, World of Warcraft oder Grand Theft Auto spielt, sollte doch lieber im heimischen Spielezimmer bleiben. Es wäre ja auch irgendwie schade, wenn das Smartphone den echten Klassikern wie der Xbox oder der Playstation langfristig den Rang ablaufen würde.

Spielen per App und Stream

Deutlich besser stehen die Chancen mit Spielen, die eigens für das Smartphone entwickelt wurden. Im App-Store gibt es sie zu Tausenden und sie sind nicht erst seit der Entwicklung von Pokémon-Go ein echtes Must-Have für Spielefans geworden. Ein großer Trend sind auch Spiele mit Geldeinsatz geworden. Die klassischen Slotgames haben ebenso Hochkonjunktur wie Online-Wetten. Zu riskant? Nicht unbedingt, denn auch wenn Glücksspiel vielfach noch in einem sehr schlechten Ruf steht, haben strenge Richtlinien des Gesetzgebers inzwischen dafür gesorgt, dass eine große Vielfalt an Spielevarianten absolut legal genutzt werden darf. Wer es ganz klassisch mag, kann über das Smartphone eine große Bandbreite an Slotgames nutzen oder sich an Sportwetten und anderen Tippspielen wie Lotto in seinen zahlreichen Varianten versuchen. Sichere Anbieter für Tippspiele werden zum Beispiel über das Internetportal seriös.de vorgestellt. Ein Großteil dieser Angebote ist direkt online nutzbar. Eine Installation von spezieller Software oder einem Spielprogramm ist meist nicht erforderlich. Das spart Speicherplatz auf dem Smartphone und eröffnet gleichzeitig nahezu unbegrenzte Spielwelten.

Wie hungrig sind Handyspiele?

Gemeint ist an dieser Stelle der Hunger nach Datenvolumen, den Apps und Spiele für das Smartphone entwickeln können. Voraussetzung für den Download entsprechender Anwendungen und die Nutzung von Online-Spielen jeglicher Art ist eine schnelle und stabile Internetverbindung über WLAN. Das gilt sowohl für den Download von Spiele-Apps und Updates als auch für die Nutzung von Spielen als Stream. Online-Gaming ist der wohl größte Verschlinger von Datenvolumen überhaupt. Smartphone-Nutzer können eine ganze Menge surfen, bevor sie an den Verbrauch von Spielen mit Online-Funktion herankommen.

Pro Spiel gehen zwischen 20 und 80 MB vom vorhandenen Datenvolumen ab, berichtet das Online-Portal AppGamers. Wer einen Monat lang ungefähr eine Stunde täglich über das Smartphone zockt, was erfahrungsgemäß nicht unbedingt übermäßig viel ist, darf sich damit hochgerechnet von rund 24 GB seines gesamten Datenvolumens verabschieden. Einen höheren Verbrauch können nur noch Smartphone-Nutzer aufweisen, die statt zu zocken lieber Musik oder Videos streamen. Sie kommen laut AppGamers monatlich im Schnitt sogar auf einen Verbrauch von 35 GB. Das sollte bei der Wahl des Handytarifes einkalkuliert werden, sonst ist das Spielvergnügen über das Smartphone ebenso schnell vorbei wie die Nutzung anderer Dienste, die online unterstützt werden.

Das Smartphone als Controller

Was zunächst komisch klingt, ist ein Trend, der scheinbar recht zukunftsträchtig ist. Inzwischen gibt es die Möglichkeit, das Smartphone als Controller zu verwenden. Damit stünden Smartphone und Spielekonsole nicht mehr in direkter Konkurrenz zueinander sondern bilden sozusagen ein Dreamteam, das die Herzen von Gamingfans höher schlagen lassen kann.

Tatsächlich eignet sich ein Smartphone als Ersatzcontroller gar nicht schlecht, denn es verfügt über alle technischen Eigenschaften, die ein Eingabegerät für die Konsole benötigt. Die Eingabemöglichkeiten über den Touchscreen sind sogar noch vielseitiger als bei manchen Controllern und auch die Sensoren, um einen Neigungswinkel zu messen, haben moderne Smartphones inzwischen im Gepäck. Die Steuerung des Computers oder der Konsole erfolgt über Bluetooth oder WLAN. Inzwischen gibt es spezielle Apps, die den Einsatz des Smartphones als Controller unterstützen. Für Android-Systeme ist zum Beispiel die App Lenkrad für PC Spiele im Angebot, die vor alle Motorsportspiele unterstützt.

Auch beliebte Spieleversionen für PC und Konsole wurden inzwischen vom Anbieter so angepasst, dass sie auch mithilfe des Smartphones gespielt werden können. Ein beliebtes Beispiel ist der Playstation-Klassiker Singstar. Hier hat der Entwickler inzwischen eine App auf den Markt gebracht, mit der das Smartphone als Mikrofon fungieren kann. Spiele und Spieloptionen für das Smartphone sind natürlich ständig in der Entwicklung, denn der Markt ist riesig und nichts ist besser geeignet, um kleine Lücken und Wartezeiten im Alltag zu füllen als ein Smartphone. Das wissen natürlich auch die Spieleentwickler und sie werden auch in den nächsten Jahren ihr Bestes geben, um die wachsende Zielgruppe von Smartphonezockern rundum zufriedenzustellen.

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