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Sind Gratis-Angebote und Boni im Netz immer negativ?

13.05.2019 - Gerade diejenigen, die viel im Internet shoppen oder Verträge abschließen, werden häufig mit Boni oder besonderen Gratis-Angeboten konfrontiert. Sie klingen auf den ersten Blick gut, doch verstecken sich dahinter Haken. Aber ist das wirklich so? Oder sind die Angebote durchaus solide, doch die Beschwerden kommen daher, dass sich Verbraucher nicht informieren oder mit völlig anderen Vorstellungen das Angebot annehmen? Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal allgemein an und verrät, welche Tücken und Hindernisse es gibt oder geben kann.

  • Geschenke im Netz sind nicht immer eine schlechte Sache - man sollte nur genau hinschauen, was einem angeboten wird. © blickpixel (CC0-Lizenz) / pixabay.com /

    Geschenke im Netz sind nicht immer eine schlechte Sache - man sollte nur genau hinschauen, was einem angeboten wird. © blickpixel (CC0-Lizenz) / pixabay.com / blickpixel

Gratis-Angebote zur Adressgenerierung

Das ist praktisch das älteste Angebot der Welt. Es ist praktisch nichts anderes als die bekannten Unterschriftenlisten in der Innenstadt. Während es im Offline-Leben zumeist eine herzzerreißende Geschichte oder auch den Keks für den guten Zweck im Gegenzug zur Adresse gibt, läuft das Prinzip im Internet ein wenig anders:

- Geschenk – der Nutzer erhält ein Geschenk. Das kann vieles sein. Manche Anbieter arbeiten mit PDFs und entsprechenden Angebotsnewslettern, andere verschenken tatsächliche Waren, wobei sich hinter diesen »top elektronischen Geräten« auch gerne der 0815-Taschenrechner befindet, von denen Großeltern erzählen.

- Zweck – Ziel der ganzen Aktion ist, an die E-Mail-Adresse des Nutzers zu gelangen. Nicht selten sind die Adressen so aufgebaut, dass die Unternehmen auf weitere Informationen des Nutzers schließen können. Beispiel: Hans-Meier1965@blablub.xy. Es ist ziemlich leicht darauf zu kommen, dass der Nutzer ein Mann ist, 1965 geboren ist.

In der Folge wird der Nutzer nun regelmäßig mit einem Newsletter oder mit Werbemails konfrontiert. Das Problem bei diesen Angeboten ist, dass sich viele Verbraucher verpflichtet fühlen, einen Kauf zu tätigen. Immerhin »gibt sich der Herausgeber so viel Mühe und hat etwas kostenfrei abgegeben«. Hier ist also ein genauer Blick erforderlich, um am Ende auch nur das zu erwerben, was wirklich benötigt wird. Auch Probe-Angebote sind gerne gratis, verlängern sich nach einem Zeitraum aber automatisch kostenpflichtig – mit dem Probeangebot stimmt man diesen Bedingungen häufig zu.

Tipp: Grundsätzlich sind diese Angebote nicht schlecht, da der Verbraucher weiterhin darüber entscheiden kann, ob er etwas annimmt oder kauft oder nicht. Um den eigentlichen Posteingang jedoch nicht mit täglichen Werbemails zu überfluten, empfiehlt sich für diese Angelegenheiten eine andere E-Mailadresse, die möglichst wenig Rückschlüsse auf die eigene Person zulässt.

Boni im Netz

Boni sind im Netz in allen Beziehungen verbreitet. Auch hier gilt, dass sie grundsätzlich keinen Schaden haben, sofern der Nutzer sich im Klaren darüber ist, was sie bedeuten. Es kann schnell geschehen, dass aufgrund des gebotenen Bonus ein Vertrag abgeschlossen wird, obwohl es an anderer Stelle einen wesentlich besser zum Verbraucher passenden Vertrag geben würde. Auf der anderen Seite fühlen sich viele Verbraucher von den Boni geprellt, was jedoch nicht selten mit überzogenen Erwartungen zusammenhängt:

- Gerät als Bonus – Stromanbieter, Gasanbieter und auch Versicherer arbeiten nach diesem Prinzip. Schließt der Kunde einen Vertrag ab, erhält er ein Gerät. Das sind gerne Smartphones oder Tablets, hin und wieder auch Küchengeräte. Einige Verbraucher glauben jedoch beim Stichwort »Smartphone«, dass sie gleich das neueste Galaxy oder iPhone erhalten. In der Realität handelt es sich bei den Geräten jedoch um ältere Modelle, denn alles andere würde sich finanziell nicht lohnen. Die Geräte sind nicht schlecht, entsprechen aber nicht den Erwartungen des Verbrauchers.

- Bonus bei Stromanbietern – hier wird auch gerne mit einem Bonus gearbeitet. Der Verbraucherschutz hat schon moniert, dass der Bonus in vielen Vergleichsoptionen mit einberechnet wird, woraufhin Nutzer nun die Möglichkeit haben, einen neuen Haken zu setzen. Bei dieser Art von Bonus gibt es jedoch wieder Unterschiede, die auch die Qualität aufzeigen. Schlecht sind Boni, die erst nach der eigentlichen Vertragslaufzeit im Rahmen einer Verlängerung ausbezahlt werden. Häufig werden sie dann auf das zweite Vertragsjahr angerechnet, wodurch der Kunde keine echte Auszahlung erhält. Gut und praktisch sind natürlich Boni, die auch nicht ausgezahlt, dafür aber vom ersten Vertragsmonat als Rabatt abgezogen werden. Kunden zahlen bei diesen Stromverträgen beispielsweise monatlich fünf Euro weniger.

- Bonus zur Anmeldung – mit Neukundenboni arbeiten viele Seiten, seien es Onlineshops oder auch Online-Casinos. Auch hier ist nicht unbedingt ein Nachteil gegeben, sofern der Kunde gleich weiß, auf was er sich einlässt. Gibt ein Onlineshop beispielsweise einen 20,00-Euro-Bonus für die Anmeldung, stellt ihn aber erst ab einem Einkaufswert von 200,00 Euro zur Verfügung, ist das ein Nachteil. Es kann hier wieder geschehen, dass der Kunde zu einem wesentlich teureren Einkauf verleitet wird, als er eigentlich vorhatte. Wer sich darüber bewusst ist, für den ist das natürlich kein Problem. Auch Online-Casinos arbeiten teils so. Der Bonus muss erst mehrfach umgesetzt werden, um gutgeschrieben zu werden. Manchmal sind auch Spiele vom Erspielen ausgeschlossen. Diese Vorgehensweise kann den Spieler verleiten, über den eigenen Bedarf zu spielen. Andere Boni sind fairer. Hier wird einfach die erste Einzahlung verdoppelt. Wer also zehn Euro einzahlt, bekommt zehn Euro umsonst.

Letztendlich ist es immer wichtig, sich die Bedingungen rund um den Bonus anzuschauen. Sind diese nicht ohne eine Anmeldung klar ersichtlich, kann nur dazu geraten werden, sich einen anderen Anbieter oder ein anderes Casino zu suchen. An dieser Stelle gilt schlichtweg das Prinzip, dass ein Bonus, dessen Bedingungen versteckt werden, nicht so gut sein kann, wie er aussieht. Wer sich darüber bewusst ist, für den ist das natürlich kein Problem. Auch Online-Casinos arbeiten teils so. Geht es um Produkte als Boni:

- Überlegen – um welche Vertragshöhe geht es? Wer einen einfachen Stromvertrag abschließt, der kann nicht davon ausgehen, ein Gerät vom dreifachen Wert zu erhalten.

- Prüfen – online gibt es immer wieder Erfahrungsberichte, die mitteilen, welche Geräte versandt werden. So gibt es auch keinen Ärger, wenn die praktische Küchenmaschine eine mit Kurbel versehene Plastiksaftpresse ist.

Oft werden Gratisgeschenke angeboten, um die E-Mail-Adresse des Empfängers für den Newsletter zu bekommen. © BiljaST (CC0-Lizenz) / pixabay.com / BiljaSTOft werden Gratisgeschenke angeboten, um die E-Mail-Adresse des Empfängers für den Newsletter zu bekommen. © BiljaST (CC0-Lizenz) / pixabay.com / BiljaST

Fazit – kostenlos hat immer seinen Preis

In der Regel gibt es keine völlig kostenlosen Angebote im Internet, denn im simpelsten Fall zahlt der Verbraucher mit seinen Daten. Das schadet auf den ersten Blick nicht, wenn allerdings nachfolgend das Postfach voller Werbung ist, ist der Ärger nicht weit entfernt. Bonusangebote rund um Verträge, Angebote, Shops oder Online-Casinos sind ebenfalls nicht grundsätzlich schlecht, allerdings sollten Verbraucher zuerst hinschauen und prüfen, auf was sie sich einlassen. Sind die Bedingungen nicht eruierbar: Ein anderer Anbieter ist nur wenige Klicks entfernt.

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