Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Buddha - immer wieder prima

16.11.2018 - Religionen, Alkohol und Nüsse sind in Verruf geraten – dabei haben sie einiges zu bieten, mal ganz nüchtern betrachtet.

  •  ©

    © ingimage.com

Neulich war ich in einer Arztpraxis und musste dort zwischenzeitlich auf Toilette. Es war die winzigste Toilette der Welt. Beim Hinsetzen stieß ich mit den Knien gegen die Tür. Während des Pinkelns informierte ich mich über die Vorsätze buddhistischer Mönche. Ich war gezwungen, es zu tun, denn die Vorsätze waren auf Augenhöhe an die Klotür gepinnt, etwa zehn Zentimeter von meiner Nasenspitze entfernt. Ich las und merkte mir lauter schöne, einfache Dinge, es ging um Liebe, Großzügigkeit und Erbarmen. Danach spazierte ich sanftmütig durch den Tag.

Ich schlage vor, friedvolle Weisheiten aller möglichen Religionen an die Türen gut besuchter Toiletten zu hängen. Bei Ärzten, in Kaufhäusern, Behörden und auf Autobahnraststätten. Es würde dem Miteinander nicht schaden.

Auch Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, möchte dass es insgesamt besser klappt. Anfang des Jahres plante sie, Filme, in denen heftig geraucht wird, nicht mehr mit öffentlichen Geldern zu fördern. Das Projekt verpuffte, nun hat Mortler eine Schippe draufgelegt und eine Studie in Auftrag gegeben. Ergebnis: Im deutschen Film wird zu viel Alkohol getrunken. Das ist bedenklich, auch in Buddhas Sinne – aber bei einem anständigen Liebeskummer oder dunklen Geschäften sind Fencheltee und Gurkenbrause nun mal wenig hilfreich.

Der Kreis schließt sich: in meiner Stadt hat ein prima Nussladen eröffnet. Er verkauft die Nüsse lose, 1000fach verschieden gewürzt. Ich habe mich doll gefreut, ich mag Nüsse. Nun war der Mann in meinem Bett früher Trucker. Das hat etwas leicht raues und macht mich angenehm wuschig, ungefähr so, wie es auch ein Bombenentschärfer tun würde. Jedenfalls kennt der Mann sich im Transportwesen aus und hat mir erklärt, dass Nüsse eine gefährliche Sache sein können. Weil sie nämlich in der Regel aus der Fremde kommen, in Säcken auf Holzpaletten. Die Paletten stehen in Containern, in die Pestizide gepustet werden. Damit kein Holzwurm von A nach B kommt oder ein Insekt, dass unsere Bienchen killt. Das zu wissen ist schrecklich, jetzt muss ich teure, einheimische Bionüsse kaufen. Buddha und Jesus würde das natürlich gefallen. 

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren