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Das VW-Prinzip: Für jeden Kunden das richtige Smartphone

12.11.2019 - Der Kunde ist ein scheues Wesen und ganze Heerscharen von Marketing-Strategen sind damit beschäftigt seine Wünsche zu erkunden und zu befriedigen. Vor allem möchte der Kunde kein Einheitsbrei, sondern sich durch sein Kaufverhalten als Individualist von der Masse der Verbraucher abheben. Wer also möglichst viele verschiedene Kunden bedienen möchte, fährt am besten eine Mehrmarken-Strategie.

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Baukasten aus Wolfsburg

Niemand sonst hat das so früh erkannt und perfektioniert wie Volkswagen. Die Kernmarke VW bedient vor allem mit dem Golf den Massengeschmack, lässt sich das „made in Germany“ aber gut bezahlen. Die Marken Skoda und Seat verwenden viele identische Komponenten aus dem VW-Baukasten, sind aber aufgrund der Produktion in Tschechien bzw. Spanien im Schnitt günstiger, also die eigentlichen Volkswagen, wobei Seat den etwas sportlicheren Kunden im Auge hat.

Dann ist da noch die Marke Audi, die mit gehobenen Materialien und mannigfaltigen Möglichkeiten der Ausstattung im Premium-Segment zu Hause ist, aber sich Bauteile wie z.B. Motoren mit vielen VW-Modellen teilt. Und last but not least gehört mit Porsche einer der erfolgreichsten Sportwagen-Hersteller der Welt zum Wolfsburger Konzern.

Was VW kann, kann Huawei auch

Viele Marken, aber auch viele vielseitig einsetzbare Bauteile – dieses Baukasten-Prinzip dazu geführt, dass Volkswagen zu den größten Autohersteller der Welt aufgestiegen ist und sich an der Spitze ein Duell mit Toyota liefert. Und wie das mit erfolgreichen Konzepten so ist, werden sie gern von anderen Firmen kopiert – so auch in der Smartphone-Branche.

Das beste Beispiel ist dafür Huawei. Der chinesische Konzern, der von US-Präsident Donald Trump gern zum Staatsfeind Nummer 1 hochstilisiert wird, bedient mit Smartphones der Marke Huawei die breite Masse vom Einsteiger-Gerät bis hin zum High-End-Smartphone.

Um speziell eine jugendliche und technikaffine Kundengruppe zu erreichen, wurde die Marke Honor ins Leben gerufen. Technisch sind deren Smartphones in vielen Bereichen identisch mit den Huawei-Geräten, es gibt aber einen Honor Club, über dessen Mitgliedschaft man zu Fan-Events, Gewinnspielen und Beta-Tests eingeladen wird.

Ferdinand Piechs große Liebe

Manchmal ist es ja so, dass selbst ein Konzernchef wie weiland Ferdinand Piech nicht das bekommt, was er haben möchte. Der VW-Grande träumte davon die Traditionsmarke Alfa Romeo zu übernehmen, weil sie wie keine für italienische Eleganz und Sportlichkeit steht. Der Alfa-Eigner Fiat ließ sich aber nicht erweichen und so blieb Piechs Traum unerfüllt.

Das Alfa Romeo der Smartphone-Gilde heißt BlackBerry. Die Kanadier waren vor dem Aufkommen des iPhones höchst erfolgreich mit ihren Mobiltelefonen, die im Gegensatz zur Konkurrenz eine gut zu bedienende physikalische Tastatur boten und auch einen hohen Sicherheitsstandard versprachen. Dann verpasste man den Anschluss und hielt starrsinnig allzu lange am eigenen Betriebssystem fest, bis schließlich TCL die Marke übernahm und ihr neues Leben einhauchte.

BlackBerry führt zwar ähnlich wie Alfa Romeo ein Nischendasein, vereinigt aber alte Stärken mit neuen Innovationen. So laufen Smartphones wie das BlackBerry Motion nunmehr unter dem weit verbreiteten und kostengünstigen Android-Betriebssystem, haben aber eine ausgeklügelte Sicherheits-Software an Bord. Die Modelle der Key-Reihe haben darüber hinaus eine physikalische Tastatur mit schön knackigem Druckpunkt.

Was viele nicht wissen: Auch Alcatel gehört zum TCL-Imperium, bedient aber eine ganz andere Kundschaft. Die ursprünglich französische Marke hat es mit Modellen wie dem Alcatel 3X weniger auf Geschäftskunden als vielmehr auf preisbewusste Käufer in der Einsteiger- und unteren Mittelklasse abgesehen.

TCL Plex

Die Lücke hin zum Premium-Segment soll indes seit neuestem TCL füllen. Die Kernmarke der Chinesen, die bislang eher im TV-Bereich bekannt ist, hat mit dem TCL Plex ihr erstes Smartphone vorgestellt, das auch in Europa zu haben ist.

Das 349 Euro (UVP) teure Gerät kommt mit gleich drei Kameras auf der Rückseite und einer im Display integrierten Selfie-Kamera ausgestattet. Das TCL Plex bietet zudem eine ausgefeilte Display-Technologie, bei der sich der Bildschirm den äußeren Lichteinflüssen nicht nur in puncto Helligkeit, sondern auch in puncto Farbgebung anpasst. Bei meinem Praxistest war sehr gut zu sehen, wie stark die Bildqualität sich unterscheidet, wenn man die entsprechende HDR-Technologie an- oder ausschaltet.

Zudem steht die Konnektivität beim TCL Plex im Vordergrund. So kann man via Super-Bluetooth bis zu vier Endgeräte mit dem Smartphone verbinden. Auch die Vernetzung mit TCL-Fernseher oder anderen TCL-Geräten ist möglich, was mit der künftigen Verbreitung des sogenannten Smart Home von immer größerer Bedeutung werden dürfte.

TCL plant faltbares Smartphone

Das TCL Plex soll erst der Anfang sein. In einem weiteren Schritt plant TCL ein eigenes faltbares Smartphone, dessen Prototyp bereits gezeigt wurde. Zudem gibt es das Archery-Projekt. TCL-Smartphones können mir einer VR-Brille verbunden werden und so kann der Nutzer Spiele oder Filme mit 180-Grad-Optik genießen. Viel Potenzial also für weitere Kundengruppen und Marken…

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