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Der richtige Job

23.03.2018 - Reichlich Menschen satteln um, wenn sie ein paar Jahre zuviel in ihrem Job verbracht haben. Dafür gibt es viele Gründe. Gehalt, Unterforderung, Überforderung, blöde Chefs. Oder: man möchte gut essen und dabei rumkrakeelen.

  • Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv Foto: Karl-Josef Hildenbrand © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv Foto: Karl-Josef Hildenbrand © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Anlegen! Yeah! Deutschland hat seine erste Kreuzfahrtschiffskapitänin. Da muss man schon was draufhaben, um das flüssig auszusprechen: „Und? Was machen Sie so?“ „Ach, nix besonderes, nur Kreuzfahrtschiffskapitänin“. Sie ist 34, heißt Nicole Langosch und hat gesagt: “Es gibt auch männliche Kollegen, die supersanft anlegen.“ Das weckt Hoffnung.

Jetzt zu anderen Berufen. Jeder hat so seine Vor- und Nachteile. Bei manchen kann ich die Vorteile auf Anhieb nicht erkennen. Aber ich denke mal, dass selbst eine Finanzbeamtin hin und wieder Freude empfindet. Ein aufgespürter, falscher Eintrag in einer Steuerklärung, das Rascheln der Formulare... doch, das kann etwas sinnliches haben. In manchen Jobs, zum Beispiel bei Leuten, die mit Büchern zu tun haben, gibt es Extra-Goodies: tagsüber Kaffee und Kekse und abends Häppchen für umsonst, wie grade auf der Leipziger Buchmesse. Es ist aber alles erschütternd unglamourös und man bekommt schlimmes Sodbrennen.

Grundsätzlich kann man sagen: umso flotter der Beruf, umso mehr Leckereien gibt es geschenkt. Politiker ist nicht wirklich ein hipper Job - aber immerhin werden Minister unablässig zu Gesprächen in Restaurants eingeladen, das ist ganz normal für die. Ich schreibe hier übrigens über Berufe und Essengehen, nicht über Politik. Wenn man nun in seinem Job bewirtungstechnisch alles in den Popo gestopft bekommt, dann verkneift man sich natürlich manches. Zum Beispiel krakeelt man nicht herum. „Hey! Auch mit zehn Euro fünfundreißig im Monat kann man nett auswärts essen gehen!“ Das wäre einen Hauch unpassend. Richtig?

Zehn Euro fünfunddreißig jedenfall hat man für Restaurantbesuche monatlich zur Verfügung, wenn man auf Hartz 4 angewiesen ist. Und damit, findet unser neuer Gesundheitsminister Jens Spahn, hat „jeder, was er zum Leben braucht.“ Vielleicht wird es ja auch tatsächlich überbewertet, in geselliger Runde außerhalb einen kleinen Happen zu schnappen. Man könnte generell öfter zuhause Kreuzworträtsel lösen. Wenn man denn die ausgelesene Zeitung vom Nachbarn bekommt. Jetzt nur fix noch eine Durchsage: „Der kleine Jens hat sich überfressen und möchte aus dem Bundestagparadies abgeholt werden.“

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