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Extrem süße Sachen

25.08.2017 - ‚Dick & Doof’ haben ihre Konflikte noch relativ gewaltfrei gelöst: einfach eine Torte ins Gesicht. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen.

  •  © picture alliance / dpa / Tim Hill / Food and Drink

    © picture alliance / dpa / Tim Hill / Food and Drink Photos

Ich muss das vorher schnell mal loswerden: heute habe ich das bizarrste Spielzeug meines Lebens gekauft. Meine Nichte hat sich eine Nixe gewünscht, die auf einem übergroßen, offensichtlich genmanipulierten Seepferdchen reitet. Das Pferdchen hat ein Einhorn auf der Stirn und Flügel. Die Flügel sind dafür da, sich in die Luft zu schwingen. Das soll niedlich sein, aber natürlich müssen Seepferd und Nixe dann sterben, weil sie ja nur unter Wasser atmen können. Ich schauderte, bevor ich zur Kasse ging.

Jetzt möchte ich eigentlich weiter über Spielzeug schreiben, aber ich muss an meinen Redakteur denken. „Du darfst über alles schreiben“, sagte er, bevor er mir diese Kolumne überließ. „Über alles, was Du willst. Aber lass die Finger von Politik. Dafür sind andere zuständig.“ Das ist ungefähr das gleiche, wie im Märchen von Blaubart. Blaubart war ein furchterregender Mann, x-mal verheiratet, keiner wusste, wo seine Ehefrauen abgeblieben waren. Schließlich vermählte Blaubart sich erneut, übergab seinem Weib einen dicken Schlüsselbund und ging auf Reisen. „Du darfst in jedes Zimmer“, sagte er noch, „nur in diese eine Kammer da hinten nicht!“ Keine Frage, Frauchen schloss die Kammer auf und entdeckte dort die ermordeten Ex-Frauen. Natürlich entlarvte Blaubart den Ungehorsam und verurteilte die Gemahlin zum Tod, in letzter Sekunde wird sie gerettet.

Solche Gedanken schießen mir durch den Kopf, wenn ich diese Kolumne schreibe. ‚KEIN Wort über Politik’, denke ich. ‚Es gibt 1000 andere aktuelle Themen, nette Themen, sexy Themen, riskier nicht Deinen Job, LASS es einfach!’ Naja, wir alle wollen verbotene Türen öffnen, nicht wahr? Also:

In Amerika gibt es seit einigen Tagen einen interessanten Protest-Trend: Wer mit Trump und rechtsradikalen Aufmärschen nicht mehr zurechtkommt, stopft einen mit süßer US-Flagge dekorierten Blechkuchen in sich rein und brüllt ihn dabei an. Also, den Kuchen. Das ganze nennt sich ‚Sheetcaking’, übersetzt in etwa: ‚Blechkucheln’. Vorgemacht hat’s Comedian Tina Fey in der Saturday Night Live Show.

Man kann auch mit Schokoküssen werfen, wenn man gar nicht mehr weiter weiß. Oder stillschweigend ein Bananenschiffchen essen. Das freundliche Eidielen-Gebilde aus Banane, Eiskugeln, Sahne und Schokosoße droht auszusterben. Darüber denken Sie mal bitte mal nach.

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