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MADS. Der neue Mütter-Terror

02.02.2018 - Kleine Kinder nerven oft sehr viel weniger, als ihre Mütter. Bei denen greift ein lautes Syndrom um sich. Es hilft nur: Ohren zu. Oder Augen auf und ab ins Kino. Da läuft Besseres.

  •  © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Was ist los mit Euch, junge, gebildete Mittelklassemütter? Was genau ist Euer Problem, Ihr Brülläffchen? Klassische Situation, neulich im Supermarkt: gut gekleidete Mutter mit Korb voller Markenartikel, definitiv kein Geldmangel, und Kleinkind, ca. 4 Jahre alt.

Kleinkind: „LEGO!“

Mutter (geduldig, aber so lautstark, dass der gesamte Markt beschallt wird): „Nein, Lukas, wir haben grad kein Geld für Lego! Wir fahren am Wochenende zu Oma und Opa, das kostet BENZINGELD! Und dann habe ich doch auch neue BETTWÄSCHE gekauft! Die kostet auch Geld!“

Aha, denkt jedermann im Umkreis von 50 Metern, nun weiß ich endlich, endlich Bescheid, was Lukas’ Mama so treibt und wie viele Ausrufezeichen sie sprechen kann.  

Lukas ist das mit dem Benzingeld und der Bettwäsche zu hoch und wurscht. Lego ist ihm auch schon wieder egal, er steht jetzt vor dem Kühlregal und staunt den Jogurt an. „Erdbeer!“

Lukas’ Mama (Schallfrequenz Laustprecherdurchsage): „Nein, Lukas, das ist SCHLECHTER Jogurt! Wir essen DEN hier! BIOjogurt.“

Danach liest Mama (Lautsprecher bleibt an) ihrem Lukas die Inhaltsangabe einer Packung Körnerklopse vor. „Ich guck mal, ob da KAROTTEN drin sind! Karotten verträgst Du ja nicht!“

Nun haben wirklich alle von der Kasse bis zur Käsetheke verstanden: Lukas’ Mama ist DA und sie ist ein super Erklärbär, eine extraprima Mutter mit sehr dollen pädagogischen Fähigkeiten. Und sie braucht ganz offensichtlich Aufmerksamkeit, viel, viel Aufmerksamkeit. Das ganze hat noch keinen Namen, ich schlage MADS vor, Mütter-Annerkungs-Defizit-Syndrom. Es greift um sich. Mütter! Wie können wir helfen, damit die Brüllerei aufhört und wir uns wieder auf unseren eigenen Kram konzentrieren können?

Andere Frauen haben interessantere Sachen zu verkünden. Die rund 500 Mitglieder der Initiative ‚Pro Quote Film’ haben festgestellt: Bis Mitte 30 kommt auf zwei Männerrollen immerhin noch eine Frauenrolle. Im höheren Alter sinkt das Frau-Mann-Verhältnis in Filmen auf eins zu vier. Aktuelle Ausnahme und Kino-Tipp am Rande: die grandiose Frances McDormand (60) in der dunklen Komödie ‚Three Billboards outside Ebbing, Missouri’. Eine erwachsene Frau mit Macken, zwiegespaltene Männer und eine atemlose, durchgeknallte Geschichte mit Humor. Echtes Leben.

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