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Alles easy peasy!

02.10.2020 - Keine Furcht vorm Dunkeln, wir kriegen das hin. So wippen Sie in den Herbst: Liebe finden, Radfahrer retten und alleine tanzen. Wer noch mehr will, wird Lokführer*in.

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Ich melde mich aus dem Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern zurück. Fahren Sie dahin, es ist niemand sonst dort unterwegs, außer Kranichen und Rentnergangs auf Elektro-Fahrrädern. Ich lernte viel Schönes, was ich in die Stadt hineintragen möchte. Wenn man auf dem Land an einem Gartentor stehenbleibt, bekommt man auch als Fremde/r Zwiebeln groß wie Kinderköpfe zugesteckt und Zucchinis nachgeworfen. Man verschenkt, was man übrig hat, auf dem Dorf. Der Rest wird in der Lokalzeitung inseriert. Dort gibt es auf engem Raum neben Futterrüben, Mutterziegen und Schlachtpferden die Liebe zu finden, ohne unnötiges Getüddel: „Hallo, ich bin ein 58jähriger molliger Mann auf der Suche nach einer Partnerin. Du solltest Nichtraucherin sein.“ Bumms, fertig, aus - Alter, Körperzustand und nur ein einziges, kleines Anliegen. Da können wir überdrehte Städter*innen uns was abgucken. Mein nächster Partnerbörse-Profiltext steht jedenfalls: „Hello, curvy Frau in den besten Jahren sucht Einhorn. Du solltest Barkeeper sein.“ Das müsste klappen.

Auch gut klappt es mit mir und den Radfahrern. Sie ziehen frohgemut ihrer Wege, gern zu zweit nebeneinander, in Wind und Regen. Hochachtung, ich hätte auch gerne Freude daran, mich an frischer Luft zu bewegen. Manche von ihnen tragen Warnwesten, sie wollen noch erleben, wie die Bäume ihre Blätter abwerfen. Andere schwärmen wie lichtlose Molche im Dunkeln entgegen der Fahrtrichtung durch die Straßen. Sie brüllen und zeigen mir den Stinkefinger, wenn ich sie knapp umschiffe. Was treibt Euch, Ihr Lemminge? Ist es pure Todessehnsucht? Schlichte Einfältigkeit? Die Sehnsucht, eigentlich lieber einen getunten BMW zu fahren? „Nee!“, rufen die Radfahrer, „die Anderen haben ja auch ausreichend Platz, breite Straßen, die Welt gehört ihnen, da werden wir doch ein wenig improvisieren dürfen!“ Nur zu, ihr Indianer Jones‘ der Städte. Das Glück sei mit Euch und auch ich in meinem kleinen, uralten Toyota werde des Nachts weiterhin für umherstreunende Igel und Euch bremsen.

Ansonsten wollen wir nicht bremsen, sondern unverzagt in den Herbst steppen. Weil wir immer noch nicht in Clubs tanzen dürfen, tun wir’s eben allein zu Hause. Machen Sie dabei das Fenster auf, johlen „Yee-haw!“ auf die Straße und gucken, was passiert. Oder Sie machen was Verrücktes, die Bahn sucht Lokführer*innenIch bin ganz nah an Einem dran und werde das für Sie checken.  

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