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Out! Out! Out!

24.08.2018 - Yiphee! Trends sind jetzt piepegal! Jeder macht, was er will. Da ist viel Schönes dabei - solange man sich vor Hippster-Kram und bloggenden Müttern hütet.

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Kümmern wir uns um den kommenden Herbst. Was tun die Menschen?
Junge Männer nach dem Abitur meiden Hast und lassen alles mögliche gelassen auf sich zukommen. Tagsüber paddeln sie lässig im Stehen,  nachts klettern sie auf Bäume und sehen sich die stille Welt von oben an. Sehr hübsch und verträumt das Ganze.
Junge Frauen nehmen alles mögliche zielstrebig in Angriff und treffen sich zum Backen. Man weiß nicht, was sie dabei besprechen, man kann nur hoffen, dass sie später nicht zu bloggenden Müttern werden.

Bloggende Mütter sind ein bestürzendes Phänomen. Es gibt in etwa siebenundzwanzigtrilliarden Mama-Blogs. Das ist kein Trend, sondern ein schlimmer Virus. Man erfährt alles über GROSSE Gefühle beim Anblick laufender Rotznasen und vollgepupter Windeln. Über Kinderlachen und das Glück, an Babyhaaren zu schnuffeln. Und darüber, dass der Papi grad auf Arbeit ist, och, Menno. Aber wir warten auf ihn, ganz tapfer.
Auf Youtube kann man einer Mutter dabei zugucken, wie sie aufwacht, eine Melone schneidet, Kaffee trinkt und wichtige Pläne schmiedet – so eine Fahrt zu Ikea, um eine Badezimmermatte zu kaufen, will gut durchdacht sein. Über 100.000 Menschen möchten das sehen. Erschütternd! Soll ich verlinken? Soll ich, soll ich, soll ich? Nein, es ist schon schlimm genug. Junge Mütter! Häkelt Topflappen oder Protestplakate, aber kommt zu Euch.

Vernebelte Gehirne auch in den Städten: Hippster pilgern in Saftläden. Wirklich angesagte Saftläden sind dunkel, die Musik ist laut und die Atmosphäre ausgesprochen ungemütlich. Der Saft wird von bornierten Schnepfen gepresst. Für fluffige fünf Euro wird man schlecht behandelt und bekommt Apfel-Ingwer-Grünkohl-Saft im milchflaschenartigen Vintage-Gefäß.

Falls Sie noch schwanken, wohin Ihre Reise gehen soll - das ist Ok. Das Angebot ist ja erschlagend vielfältig:

Gesundheitsbewusste Ernährung und DIY-Gedöns, Minimalismus (Hirn und Wohnung entrümpeln), Rückzug ins muckelige Private (Kissen! Kerzenleuchter! Serien gucken!) oder gesellschaftspolitisches Engagement. Rituale und Familie, Umweltschutz, Sport in der Gruppe, Monogamie oder offene Beziehung.

Die Zutaten sind alle da, mixen Sie sich was Schönes draus. Falls Sie Hilfe brauchen: die wirklich tollen, berauschenden Sachen warten wie immer am Ende der Komfortzone.