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Schnell noch die Liebe suchen

22.12.2017 - Es gibt eine sehr kleine Gruppe Menschen, die auf der Suche nach Liebe nicht tindern oder sich im Internet rumtreiben. Stattdessen geben Sie eine Bekanntschaftsanzeige in einer Zeitung auf.

  •  © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am schönsten sind die Anzeigen im Zeit-Magazin. Die liebesuchenden Frauen suchen immer und alle das gleiche: was zuverlässiges, vielseitig interessiertes, kluges mit Herz.

Bei den Herren gibt es übers Jahr reichlich Abwechslung. Im Sommer waren meist Affairen gefragt. Im Herbst wurden bemerkenswert oft Antworten ausschließlich schlanker Damen gefordert. Jetzt kurz vor Weihnachten wird einfühlsam auch mal „und wie magst Du das Leben?“ gefragt. Weihnachten macht nicht nur wuschig, sondern auch weich und klug. Ansonsten: bleiben wir wachsam (so insgesamt!), aber im privaten bitte immer etwas unentschieden.

Neulich beriet ich in meiner Eigenschaft als liebeskummererfahrene Lady einen Mitzwanziger. Seine zielstrebige Freundin hat ihn verlassen, weil er sein Studium auf Eis gelegt hat und unsicher ist, wohin sein berufliche Reise geht. Er liebäugelt allerdings mit einem Dasein als Privatier. Das ist grundsätzlich ein feiner Gedanke. Ein Privatier - natüüürlich! Es gibt auch eine weibliche Form: Privatière - hat so viel Geld, woher auch immer, dass er finanziell unabhängig ist und frei herumleben kann. Ich finde es komplett lobenswert, nicht zu wissen, was man als nächstes werden will. Beruflich und als Persönlichkeit.

Ich kenne genau zwei Menschen, die niemals überlegen, was im Leben denn noch so anderes drin sein könnte. Eine Sparkassenangestellte und einen Zahnarztstuhlmechaniker. Ja, da staunen sie jetzt. Berufe gibt’s! Aber natürlich frickelt der Zahnarzt nicht selber am Stuhl rum, wenn der mal klemmt. Der Zahnarzt frickelt in den Zähnen rum. Und dann macht er vierstellige Kostenvoranschläge.

Dazu schnell noch eine liebevolle  vorweihnachtliche Geschichte: Ich war beim Zahnarzt, um mir eine herausgefallene Brücke neu einsetzen zu lassen. Der Zahnarzt guckte in meinen Mund, machte auf zahnarzttypische Art bedenklich „hm. Hmhmhm“ und zementierte die Brücke schweigend wieder ein. Dann sagte er „kostet nix. Weiß man ja nicht, ob die hält. Tun Sie was in die Kaffeekasse. Fröhliche Weihachten.“ Ich liebe es, wenn mir meine Vorurteile um die Ohren fliegen. In diesem Sinne: Feiern Sie friedlich!

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