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So läuft’s smooth!

20.09.2019 - In Australien läuft es locker, Wellenreiten und kühles Bier, jaja, das haben wir uns so gedacht…

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Herrschaften, weiter hinten gibt’s was Tolles zu sehen, aber erstmal müssen wir einige Informationen verdauen. Es gibt Aufregung am anderen Ende der Welt. Im australischen TV läuft aktuell zur Hauptsendezeit ein Werbefilm für Damenbinden. Er zeigt unglaubliches: Menstruationsblut ist gar nicht blau! Was wir auch hierzulande beim Fernsehen gelernt haben (blaues Wasser träufelt auf weiße Monatsbinden), war also tatsächlich gelogen, Teufel noch mal!

Den besagten Werbespot gibt’s hier, er beginnt harmlos, wie manch Krimi auch. Frauen im Bett, bei der Arbeit, in der Schule, beim Sport, unter der Dusche. In der Dusche dann der Schock: ein zartes, rotes Rinnsal auf weiblichem Oberschenkel. Es gab flott 600 Beschwerden beim australischen Werberat. Der Spot sei beschämend für Frauen, würde Kinder schockieren und selbst, wenn der Film um Mitternacht laufen würde: blutende Frauen im Fernsehen zu zeigen, sei unangemessen. Der Werberat gab zügig Antwort: Jawohl, Körperflüssigkeiten beim Fließen zuzusehen sei nicht unbedingt erheiternd. Andererseits, hm-hm, würden in diesem speziellen Fall bestimmte Verhältnisse eben einfach akkurat dargestellt - und gegen Korrektheit sei nun mal nichts einzuwenden.  

In Schweden und Großbritannien lief der Spot übrigens schon vor zwei Jahren, niemand hat auch nur gehustet. Da fragt man sich natürlich: Warum regen sich jetzt ausgerechnet die Australierinnen so auf? Sind die nicht eher so entspannte Wellenreiterinnen? Tatsächlich haben sie da drüben ordentlich Probleme, es gibt eine Studie: Drei Viertel aller Australierinnen ist ihre Menstruation peinlicher, als Drogenkonsum, Geschlechtskrankheiten oder psychische Schwierigkeiten. Aber man soll nicht mit dem Finger zeigen. Der letzte deutsche Werbefilm für Binden ist drei Jahre alt, es ging um sauberen Frauenfußball, das Blut war blau und floss aus einem Reagenzglas.

Und nun genug gelernt, wir dürfen den Kopf wieder abschalten und uns was wirklich Entzückendes angucken. Der Hersteller des blutigen Spots hat nämlich auch noch ein betörendes Music Video mit singenden Pussys produziert: „Viva la Vulva“. In welchem Erdloch habe ich gehockt, als das Ende 2018 online ging? Und wo waren Sie? Egal, teilen wir’s eben jetzt und lassen das Ding ordentlich durchstarten.

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