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Volle Pulle

17.08.2019 - Einmal im Monat abends raus aus dem Haus und rein in die bunte Nacht – das reicht schon aus, um mal wieder volle Pulle echtes Leben zu schnuppern.

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Neulich mit einem jungen Mann zusammengesessen und ihm zugehört. Das muss man hin und wieder tun, sonst verliert man den Anschluss. Wir saßen abends draußen, und um uns herum flanierte das Hamburger Leben. Es gab wie immer Anregendes zu sehen: Die jungen Frauen trugen trendbewusst keine BHs und bauchfreie Tops zu spektakulär kurzen Röcken (konkret: sie bedecken exakt die Pobacken, dann ist Ende im Gelände) oder taillenhohen, hautengen Hosen. ‚Free the Boobs‘ ist gut, dachte ich, aber was hält man von den Popo-Fähnchen und Quetsche-Hosen? „Man weiß es nicht“, sagte der junge Mann nachdenklich. „Mit diesen Röcken können die sich natürlich nicht bücken. Oder über was drüber klettern oder laufen. Laufen mögen die wohl ohnehin nicht, weil dann die Boobies ja doll hüpfen. Und Hinsetzen in diesen engen Hosen… schwierig, schwierig.  Dann verknotet sich alles im Bauch und man möchte pupsen, kann es aber nicht. Insgesamt sieht das alles sehr anstrengend aus.“ Aha, dachte ich, also letztendlich alles wieder so unbequem wie vor x-hundert Jahren, als straff geschnürte Korsetts und hölzerne Reifröcke angesagt waren. Einen Hauch tragisch ist das schon.

Dann erzählte der junge Mann noch von vier ebenso jungen Menschen, denen er und seine Freunde nachts begegnet waren. Die vier kamen aus Dortmund und waren auf Weltreise. Allerdings hatten sie schon gleich in Hamburg ihr kleines Reisebudget in einigen Bars vertrunken. Nun streunte einer von ihnen nur in Badehose über den Kiez und bot seine Lustdienste an, damit die Truppe finanziell wieder zu Kräften kam. Wahrscheinlich hatten sie die ganze Geschichte erlogen, aber es war jedenfalls eine gute Geschichte. Eine von denen, die man nur hört, wenn man seinen Hintern mal wieder vom Sofa hochschwingt und sich durch Nacht treiben lässt.

Was ich also heute also allen, auch den schüchternsten Erdhörnchen unter uns, empfehlen möchte: Um Mitternacht herum mit Fremden sprechen. So unterhaltsam wie Folge 7, Staffel 3 der Lieblingsserie ist das allemal.

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