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Was Männer so treiben

06.10.2017 - Männer tun immerzu ganz erstaunliche Dinge. Hepeaten zum Beispiel und sich um schwarze Löcher kümmern.

  • Foto: Frank Rumpenhorst © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Foto: Frank Rumpenhorst © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Neulich mal wieder mit ein paar Männern zusammengestanden. Nichts leckeres, rein beruflich. Es wurde gemansplaint, bis es mir in den Ohren fiepte. Mansplaining ist ein klassisch männliches Verhalten: man erklärt ungefragt Dinge und tut sich wichtig. Amerikanische Frauen erfinden laufend solche Worte. Zuletzt Hepeating. Kennen wir alle: Meeting, Frau liefert einen Beitrag, Beitrag wird ignoriert. Wenig später wiederholt ein Mann das Gesagte und wird dafür beklatscht. Was man als Frau in so einem Fall tut? Aufzeigen und Laut geben: „das war jetzt tricky hepeated, ist aber cold coffee, weil ich’s vor 10 Minuten schon shefirsted habe.“ ‚Shefirsted’ hab’ ich grad erfunden, so fix geht das. Der Trend, für nahezu jedes menschliche Verhalten ein neues Wort zu erfinden, muss jetzt ins Deutsche übertragen werden. Ich fang gleich mal an: ‚Mastolzen’ - nervige Mütter, die einem die Superbegabungen ihrer Kinder unter die Nase reiben.

Zu etwas ganz anderem: Am Mittwoch beginnt die Frankfurter Buchmesse. Die Buchmesse ist ein sehr, sehr anstrengender, sonderbarer Planet. Niemand blickt  einem in die Augen, jeder sieht nur auf die Bücher. Ich kenne keinen anderen Ort auf der Welt, an dem so viele Menschen umherlaufen und so wenig geflirtet wird. Interessante Männer gibt es auch nur sehr wenige dort und raubeinige gar nicht. Aber es gibt massenweise introvertierte Autoren. Sie können nicht flirten, man muss sie sich einfach schnappen, sie warten drauf, endlich mal ein reales Abenteuer zu erleben. Danach kann man sie an ihren Schreibtisch zurückschicken.

In den Messe-Abteilen der Verlage sitzen zurückhaltende Bücherfrauen. Auf den Tischchen vor ihnen stehen trockene Kekse, ohne Schokoüberzug. Mit Schoko bekäme man schmierige Pfoten und die Bücher würden dreckig werden. So kommt natürlich nur schwer Sinnlichkeit auf. Abends haben alle Sodbrennen und Kopfschmerzen von der stickigen Luft und gehen früh ins Bett.

Das tun die frisch gekürten Nobelpreisträger für Physik in Washington ganz sicher nicht. Die drei älteren Herren stehen auch Nachts an ihren unglaublich komplizierten Geräten und messen Gravitationswellen aus dem All, um dem Urknall auf die Spur zu kommen. Ich liebe Dinge, die ich nicht verstehe. 

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