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MIXTAPE 19 – Dicke-Eier-Riffs und Pizza (Teil III)

24.07.2018 - Drums im Kasten, Gitarren fertig und der Bassist hat‘s auch geschafft… Ab jetzt wird’s kulinarisch interessant, denn der Koch fängt an zu singen und die anderen übernehmen die Töpfe… (Toma Moon)

  •  © Mondbasis Hamburg / Fabian

    © Mondbasis Hamburg / Fabian Segebrecht

Wenn so ein Song erstmal instrumental so richtig Form annimmt, ist das immer ne große Sache. Endlich lässt sich auch mal was anhören und erahnen, wie groß das alles mal klingen wird. Aber der Gesang, die Chöre, Gitarrensoli und sonstigen Feinheiten, die jetzt noch dazu kommen, entscheiden darüber, ob die Platte gut wird oder großartig. Jetzt kommt sozusagen die zweite Kreativphase, denn all die Veränderungen und Reduzierungen der ersten Tage, beinhalteten ja auch die Gesangslinien und all diese Dinge. Dazu kommt der Motivationsschub, weil das instrumental schon so fett geworden ist, dass wir da mit dem Rest nicht nur gleichziehen müssen, sondern auch noch einen drauf setzen wollen.
 

Wir arbeiten also wieder an jeder Note, singen und probieren alles Mögliche aus und schreiben so manche Textzeile um oder gar komplett neu. Und die ganze Zeit die Angst im Nacken, dass das mit dem Essen heute vollkommen in die Hose geht, weil der Rest der Band einfach nicht über Spaghetti mit Fertigsoße hinauskommt und selbst das noch schiefgehen kann. Aber wir singen unermüdlich in allen Lagen, mehrstimmig, leise und laut. Du musst die Hookline auf der Zunge haben, um zu wissen, ob die dich umhaut. Dann nehmen wir auf. Das dauert, denn es geht nicht nur um die richtigen Töne, es geht auch um die Pausen, um die Attitüde, Ausdruck, Power und nen guten Flow und wenn das alles nicht richtig tight ist, kannst du es sowieso vergessen. Aber nicht nur die Hauptlinie ist wichtig, es geht auch um die Zwischentöne. Wenn du eine Melodie mit Text füllst, gibt es immer jede Menge Füllwörter etc. und die bekommen ja auch jeweils irgendeinen Ton, der viel wichtiger ist, als die meisten denken. 

Warum ich fast nie von technischen Dingen spreche, wenn es um eine Studioproduktion geht? Wen interessiert das denn? Es geht um Musik, um Emotion und Leidenschaft, nicht darum, mit welchem Mikrofon ich das über welchen Verstärker aufnehme. Es geht darum, wie Menschen die Dinge zum Leben erwecken und wochenlang ihren Schweinehund überwinden, wer will da was von den Werkzeugen hören… Jetzt ist alles im Kasten, wir sitzen wieder im Hof und trinken Bier. Sie sind euphorisch und verdammt stolz auf das, was da in den letzten Wochen entstanden ist. Musiker müssen die wenigen Momente im Leben genießen, in denen sie sich selbst richtig gut finden!

 

Toma Moon, Inhaber und Geschäftsführer der Mondbasis Hamburg, ist vor allem kreativer Kopf, Produzent, Soundfetischist und Kommunikator. Als detailverliebter Perfektionist und konsequenter Geschmacksverstärker holt er auch das letzte Quäntchen Talent aus seinen Schützlingen heraus und ist als Dozent und Musikproduzent seit vielen Jahren mit Projekten wie der SchoolTour, dem Robert Johnson Guitar Award oder dem Wacken Music Camp in der Nachwuchsförderung engagiert... Mit viel Feingefühl, Geschmackssicherheit und Entscheidungskraft schafft der Musikproduzent, Tonarzt, A&R Manager, Multiinstrumentalist und Business Punk immer wieder großartige Klangbilder, schnell eine angenehme Atmosphäre und gilt als nicht aus der Ruhe zu bringender Problemlöser. Mehr Infos hier: Wikipedia

mondbasis-hamburg.de

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