Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

MIXTAPE 20 – Klingt das wie Casting-Show?

31.07.2018 - Wenn ich hier so meine Geschichten erzähle, hat das immer erstmal was mit meiner eigenen Wahrnehmung zu tun. Das sind Fragmente aus meinem Alltag und aus meiner Perspektive. Was auch immer der eine oder andere so für Bilder dabei im Kopf hat, das sind nicht meine. Dieter Bohlen sendet auf ner anderen Frequenz… (Toma Moon)

  •  © Mondbasis Hamburg / Steffen

    © Mondbasis Hamburg / Steffen Gottschling

Das Bild des Musikproduzenten ist in der Öffentlichkeit vielleicht ein wenig verzerrt. Ich arbeite mit den Bands an den Songs, aber geschrieben haben die die in der Regel schon selbst. Versteht mich mal bitte nicht falsch (gab da etwas irritierende Nachfragen), Studioarbeit ist keine Casting-Show, wir machen Musik und kein Fernsehen. Klar schreib ich auch jede Menge Songs und manchmal auch für andere Künstler aber im Studioalltag, vor allem in der Rockmusik, geht das ein bisschen anders zu. Meistens bekomme ich Mails oder Anrufe, bei denen Musiker oder Manager für ihre Bands anfragen, ob eine Produktion in einem bestimmten Zeitraum möglich wäre. Darunter sind immer wieder auch ein paar coole Bands, die ich mir dann näher betrachte und mal auf nen Kaffee ins Studio einlade. Ich hör mir das immer gerne auch live mal an, um zu sehen, wie tight das alles ist, wie gut die zusammenspielen, Intonation etc. und was da so für Potential schlummert. Es geht dann bei der Produktion ja schließlich darum, nochmal ne Schippe drauf zu legen. Entweder gibt es zeitnah ein Konzert in der Nähe oder die performen das einfach mal spontan auf unserer Studiobühne. 
 

Nur sitzen da nicht 3 Leute, wie oben im Bild, auf der Couch und machen die Jury. Ich will sehen, was da für ne Dynamik zwischen den Musikern herrscht, ob der Funke überspringt und natürlich, was ich da noch alles zu tun habe. Wenn die mich irgendwie einfangen können, fängt es bei mir sofort an zu arbeiten und ich klinke mich ein. Dann wird halt alles Mögliche besprochen, ein paar Bier verschwinden und irgendwie wird man sich schon einig. Es geht bei sowas nicht nur um die Musik selbst. Wenn du die Produktion einer ganzen Platte vor dir hast, sollte schon auch die Chemie unter allen Beteiligten stimmen, sonst wird das eher zäh und unlustig für ein paar Wochen. Nicht selten haben schon die Bandmitglieder selbst untereinander ihre Probleme und wenn die zu groß sind, lass ich lieber die Finger davon. 

Wie das dann weitergeht, wenn alles beschlossene Sache ist? Lest MIXTAPE 17 bis 19, da gibt es ein wenig Einblick in die Materie. Übrigens hat das Titelbild hier natürlich recht wenig mit einer Jury zu tun. Das stammt eigentlich aus einer kürzlichen Fotosession für eine kommende Single von „The Lets“, aber dazu gibt es in nicht allzu weiter Ferne ein paar feine News, auf die ich hier noch nicht näher eingehen kann. See you next week…

 

Toma Moon, Inhaber und Geschäftsführer der Mondbasis Hamburg, ist vor allem kreativer Kopf, Produzent, Soundfetischist und Kommunikator. Als detailverliebter Perfektionist und konsequenter Geschmacksverstärker holt er auch das letzte Quäntchen Talent aus seinen Schützlingen heraus und ist als Dozent und Musikproduzent seit vielen Jahren mit Projekten wie der SchoolTour, dem Robert Johnson Guitar Award oder dem Wacken Music Camp in der Nachwuchsförderung engagiert... Mit viel Feingefühl, Geschmackssicherheit und Entscheidungskraft schafft der Musikproduzent, Tonarzt, A&R Manager, Multiinstrumentalist und Business Punk immer wieder großartige Klangbilder, schnell eine angenehme Atmosphäre und gilt als nicht aus der Ruhe zu bringender Problemlöser. Mehr Infos hier: Wikipedia

mondbasis-hamburg.de

Weitere News

Das könnte Sie auch interessieren

SessionId: 7857b589-8c1f-4efd-a684-5742b41a4f53 Device-Id: -1 Authentication: