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MIXTAPE 29 – Um die Welt mit „Mr. Seat Cello“

01.10.2018 - „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.“ Wir haben nun Oktober und ich sitze bei 30 Grad auf dem Balkon und hämmere meine Gedanken in die Rechenmaschine, während im Hintergrund seichtes Meeresrauschen für Atmosphäre sorgt. Ich muss an die zwei Obdachlosen in Frankfurt denken… „Wir kommen grad vom Mittelmeer und ham jetz keene Mittel mehr“ (Toma Moon)

  •  © Mondbasis Hamburg / Jessica

    © Mondbasis Hamburg / Jessica Baran-Surel

Als Produzent und Musiker bin ich recht viel unterwegs in der Welt, meistens geschäftlich, manchmal auch nur zum Spaß. Da kommt man viel rum, mal mit Auto, mal mit Bahn und des Öfteren natürlich auch mit Flugzeug. Der gemeine Tourist packt seine Koffer und fährt los. Das gestaltet sich in unserer Zunft allerdings meist nicht so einfach und da man das ja sonst kaum mitbekommt und ich sowieso grad mitten drin bin, kann ich das ja auch gleich mal zum Thema machen. – Ach Übrigens, die Vormieter aus Kolumne 28 haben nicht ganz so schnell aufgegeben und uns dann am Ende noch das unschlagbare Angebot gemacht, sie würden uns das (unfassbar hässliche) Laminat überlassen, wenn sie dafür nicht die Wände streichen müssen… Äh… nein!

 

Wenn Jessy mit ihren Flöten unterwegs ist, darf sie am Airport immer erstmal nach dem Scan ins Separee. Allein die Gemshörner machen die Security nervös und zwar überall auf der Welt. Die sind nämlich aus Horn und innen hohl. Das kann man nicht scannen, das muss man beäugen, anfassen, auf Sprengstoff testen und diskutieren. Wenn wir, wie kürzlich wieder für die Aufnahmen von Jessys zweitem Album, die Musiker aus Europa zusammentrommeln, dann gibt’s für die Gambe nen Extrasitz im Flieger (dafür hat Easyjet sogar ne eigene Bezeichnung: „Mr. Seat Cello“) und Baptiste muss mit seinem Qanun sogar die komplette Reise per Bahn antreten. Solche alten Instrumente kannst du nicht mal eben irgendwo leihen, geschweige denn wiederbeschaffen, wenn es im Flugzeug zum Totalschaden kommt. So ein Qanun ist denen suspekt. Niemand weiß was das ist und die Maße schließen jede Form des Handgepäcks auch gleich aus.

Eine befreundete Kolumbianerin musste mal in den USA der Security was auf ihrer Geige vorspielen, weil sich einfach keiner vorstellen konnte, dass dieses Instrument nicht zum Drogenschmuggel aus Kolumbien in die Staaten flog.

Momentan haben wir u.a. auch eine Konzertgitarre dabei und ich hab mal wieder eine neue These. Diese Gitarre ging als Sperrgepäck in einer einfachen Tasche in Hamburg an Bord und sie ist hier tatsächlich in einem Stück mit allen Saiten und so wieder gelandet. Ich glaube, es hat sich einfach niemand getraut, das Ding wie üblich durch die Gegend zu schmeißen, eben weil die nicht vernünftig eingepackt war, so mit Flightcase und allem Drum und Dran. Jetzt macht das doch bitte alle auch mal so und dann werten wir das statistisch aus… Ich übernehme keine Haftung, wenn das bei euch nicht klappen sollte! Im Zweifel kann man so n Stück Holz ja auch noch als Trommel benutzen…

 

Toma Moon, Inhaber und Geschäftsführer der Mondbasis Hamburg, ist vor allem kreativer Kopf, Produzent, Soundfetischist und Kommunikator. Als detailverliebter Perfektionist und konsequenter Geschmacksverstärker holt er auch das letzte Quäntchen Talent aus seinen Schützlingen heraus und ist als Dozent und Musikproduzent seit vielen Jahren mit Projekten wie der SchoolTour, dem Robert Johnson Guitar Award oder dem Wacken Music Camp in der Nachwuchsförderung engagiert... Mit viel Feingefühl, Geschmackssicherheit und Entscheidungskraft schafft der Musikproduzent, Tonarzt, A&R Manager, Multiinstrumentalist und Business Punk immer wieder großartige Klangbilder, schnell eine angenehme Atmosphäre und gilt als nicht aus der Ruhe zu bringender Problemlöser. Mehr Infos hier: Wikipedia

mondbasis-hamburg.de

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