Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

MIXTAPE 31 – Kamasutra für die Ohren

16.10.2018 - Heute bin ich mal pünktlich mit meinem Senf zu nem Albumrelease und das bei einer Band, die ich selbst erst vor ein paar Wochen so richtig für mich entdeckt habe: VOLA „Applause Of A Distand Crowd“ (Toma Moon)

  •  © Mondbasis Hamburg / Steffen Gottschling

    © Mondbasis Hamburg / Steffen Gottschling

Erinnert ihr euch noch an meine Ausführungen zum Thema Spotify? Irgendwo in einer der ersten 30 Kolumnen, müsst ihr mal suchen, weiß ich jetzt auch nicht so genau. Auf jeden Fall sind VOLA ein wunderbares Beispiel, für das Entdecken neuer Bands über „Was anderen Fans gefällt“. Ich saß mal wieder in der Bahn, trank gemütlich meinen Kaffee und hatte eigentlich grad Twelve Foot Ninja auf den Ohren als ich beim Stöbern in besagter Rubrik über VOLA gestolpert bin. Ich wollte eigentlich nur mal kurz reinhören… Ich bin dann erstmal direkt in die falsche Bahn gestiegen und irgendwann ne halbe Stunde zu spät im Studio aufgeschlagen. Mein erstes Klangerlebnis mit den Jungs aus Kopenhagen war „Gutter Moon“ (vom letzten Album) und dieser Song hat mich sofort gekriegt. Diese eigenartige Mischung aus EBM, Djent und Progressive Metal hat mir beim Musikhören endlich mal wieder ein fettes Grinsen ins Gesicht gezaubert.
 

Ja eigenartig! Ich weiß überhaupt nicht, was daran eigentlich immer so negativ haftet. Es ist eigen und es ist Art (Kunst). In diesem Fall für mich eine wunderbare Schublade. Dass ich dann nicht nur den einen Song gehört habe, sollte klar sein aber der, der dann als zweiter meine Ohren bearbeitete war, nun sagen wir mal, ein wenig unvorhersehbar nach so ner Nummer. „Ghosts“, die zweite Vorabsingle zum neuen Album, ist schon fast ein Popsong und ich hab nach den ersten Takten erstmal nachgeschaut, ob ich noch die selbe Band höre. Das klang plötzlich mehr nach einer etwas experimentelleren neuen AHA Nummer, als nach irgendeiner progressiven Band, die sich in einer Sub-Irgendwas-Metal-Schublade zu Hause fühlt. Versteht mich nicht falsch, der Song ist großartig und ich liebe Überraschungen! Für Außenstehende muss ich ausgesehen haben, wie auf Drogen, mit meinen Kopfhörern und dem breiten Grinsen. Der Refrain ist dermaßen catchy und hookig, ich sag euch, das ist ein Hit, es weiß nur noch keiner!
 

Heute hab ich mir endlich in Ruhe „Applause Of A Distand Crowd“ im Ganzen reingezogen und bin wirklich angetan. Das ist Abwechslung, Dynamik, Überraschung, Emotion, Tiefe, Größe, Sound und Klangästhetik, schön produziert und 20 von 20 als Gesamtwerk. Das sind keine Popsongs, das hört man nicht nebenbei, das fesselt einen und man verliert sich in den verspielten Details. Das macht Spaß und ich bin lang nicht mehr so fröhlich nach einer Hearingsession aus meinem Sessel aufgestanden. Jetzt legt die scheiß Handys weg und hört das über die größten Lautsprecher, die ihr finden könnt, das braucht Raum und Bass und Lautstärke! Ok, ein paar gute Kopfhörer tun es auch…

Jetzt sind VOLA auf Tour und spielen zusammen mit Monuments am 24. Oktober in Berlin (Bi Nuu) und am 25. Oktober in Hamburg (Kaiserkeller). Geht da hin! In Hamburg bin ich auch dabei…

 

Toma Moon, Inhaber und Geschäftsführer der Mondbasis Hamburg, ist vor allem kreativer Kopf, Produzent, Soundfetischist und Kommunikator. Als detailverliebter Perfektionist und konsequenter Geschmacksverstärker holt er auch das letzte Quäntchen Talent aus seinen Schützlingen heraus und ist als Dozent und Musikproduzent seit vielen Jahren mit Projekten wie der SchoolTour, dem Robert Johnson Guitar Award oder dem Wacken Music Camp in der Nachwuchsförderung engagiert... Mit viel Feingefühl, Geschmackssicherheit und Entscheidungskraft schafft der Musikproduzent, Tonarzt, A&R Manager, Multiinstrumentalist und Business Punk immer wieder großartige Klangbilder, schnell eine angenehme Atmosphäre und gilt als nicht aus der Ruhe zu bringender Problemlöser. Mehr Infos hier: Wikipedia

mondbasis-hamburg.de

Das könnte Sie auch interessieren