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MIXTAPE 39 – Dann geh ich direkt wieder nach Hause

11.12.2018 - Wenn ich auf ein Konzert gehe, dann tue ich das, weil mich die Band potentiell interessiert oder ich nen Tipp von einem meiner Buddys bekommen habe. Wenn ich dann in einer Kneipe lande und was von unplugged und so lese, gehe ich direkt wieder nach Hause… (Toma Moon)

  •  © Mondbasis Hamburg / Jesscia Baran-Surel

    © Mondbasis Hamburg / Jesscia Baran-Surel

Mir geht diese Unkultur der ganzen möchtegern Liveveranstaltungen in irgendwelchen Kneipen und Restaurants echt auf die Eier. Nur wenige davon haben eine Daseinsberechtigung, weil sie sich kümmern, die Musik im Mittelpunkt steht und der Wirt nicht nur leidenschaftlicher Musikliebhaber oder gar selbst Musiker ist bzw. war, sondern respektvoll mit den Künstlern umgegangen wird. Viele andere Etablissements dieser Art sind aber leider nur Kneipen, die versuchen ihren Umsatz anzukurbeln, indem sie mal eben auch Livemusik anbieten. Die interessieren sich n Scheiß für Inhalte oder sonstige Künstlerbelange und haben oft auch noch n Problem mit Anwohnern, wenn es ein wenig zu laut wird.
 
 

Hier wird gnadenlos ausgenutzt, dass es für all die Bands und Solokünstler da draußen einfach fast keine richtigen Bühnen mehr gibt. Um überhaupt noch hin und wieder live stattzufinden, wird halt ein bisschen „akustisch“ in der Kneipe gespielt, wo dir der Wirt eins drüber gibt, wenn du mal richtig auf ne Trommel haust. Ich muss jetzt hier auch mal das Wort direkt an die ganzen Rockmusiker da draußen richten, die das Spiel so mitspielen (das sind nicht alle, aber genug, dass es so funktioniert). Ihr tragt euren Teil aber auch gehörig dazu bei. Ihr verhaltet euch wie Dienstleiser, die sich der Marktsituation anpassen und schafft damit erst die Grundlage für diesen Mist. Mensch lasst euch doch nicht vom Veranstalter in eure Musik reinquatschen. Wenn der nicht so laut darf, sollte er vielleicht drüber nachdenken, ob sein Laden für Livemusik überhaupt geeignet ist. Das ist doch alles kein Rock’n‘Roll mehr. Ganz ehrlich, die Leute haben doch das Original noch nie gehört. Wenn ihr die überzeugen wollt, müsst ihr alles geben. Die wollen die Songs, so wie sie gemeint sind, so richtig mit aller Energie und Leidenschaft um die Ohren geballert kriegen! Was wollt ihr denn hier mit eurer unplugged Akustikversion? Stellt euch auf ne richtige Bühne und spielt euch die Seele aus dem Leib!

Wir können das ja mal umdrehen und von all den Akustik-Poppern da draußen verlangen, dass die jetzt immer vollverzerrt und „louder than hell“ ihre Livegigs verhunzen müssen, damit hier mal einer merkt, dass da öfter mal gehörig was schief läuft in Sachen Rockmusik on Stage… Sound ist auch ein Statement und gehört zum Werk, wie jede Note! Bei einem Gemälde kommt auch keiner auf die Idee, irgendwelche Farben zu ändern, weil die ihm grad irgendwie zu intensiv sind.

 

Toma Moon, Inhaber und Geschäftsführer der Mondbasis Hamburg, ist vor allem kreativer Kopf, Produzent, Soundfetischist und Kommunikator. Als detailverliebter Perfektionist und konsequenter Geschmacksverstärker holt er auch das letzte Quäntchen Talent aus seinen Schützlingen heraus und ist als Dozent und Musikproduzent seit vielen Jahren mit Projekten wie der SchoolTour, dem Robert Johnson Guitar Award oder dem Wacken Music Camp in der Nachwuchsförderung engagiert... Mit viel Feingefühl, Geschmackssicherheit und Entscheidungskraft schafft der Musikproduzent, Tonarzt, A&R Manager, Multiinstrumentalist und Business Punk immer wieder großartige Klangbilder, schnell eine angenehme Atmosphäre und gilt als nicht aus der Ruhe zu bringender Problemlöser. Mehr Infos hier: Wikipedia

mondbasis-hamburg.de

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