Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

MIXTAPE 40 – Ich bin dann mal weg

18.12.2018 - Leute, das ist heute schon Kolumne Nr. 40 und für dieses Jahr reicht es dann auch. Ich tauche jetzt mal ein paar Wochen ab und genieße ein wenig Zeit mit meiner Familie. (Toma Moon)

  •  © Mondbasis Hamburg / Jessica Baran-Surel

    © Mondbasis Hamburg / Jessica Baran-Surel

Ich hab kürzlich versucht, mich mit Spotify in Weihnachtsstimmung versetzen zu lassen, aber mich durch die Helene Fischers dieser Welt zu wühlen, ist dann doch zu viel des guten. Erst dachte ich, so ne Playlist mit den Klassikern wäre vielleicht ne Idee aber schon der erste Song da war ne Nummer, die hundertprozentig in jedem scheiß Weihnachtsfilm aus Hollywood auftaucht und dann musste ich noch nicht einmal scrollen, um mit Songs wie „Last Christmas“ oder „Driving Home For Christmas“ konfrontiert zu werden, was mir sofort den Ärger ins Gesicht trieb, dass man ne Bluetooth Verbindung nicht einfach per Kabel-Rausziehen kappen kann. Diese ganzen Wireless-Verbindungen heute nerven manchmal auch einfach. Mir fehlt dann auch mal der aktive Aggressionsabbau durch körperliches Handeln, diese ganze Wischkacke ist doch für sowas überhaupt nicht geeignet…
 
 

Nun saßen wir dann neulich mal zusammen und dachten uns, vielleicht sollten wir einfach selbst n Weihnachtsalbum in die Welt setzen, so was Zeitloses (haha, zeitlos ist gut, wenn man was speziell für die Weihnachtszeit macht). So ne Ideen haben wir ständig und wenn‘s gut läuft setzen wir uns dann da als Rentner mal ran. Ganz ehrlich, Weihnachten und ich sind seit meiner Zeit als schwerstpubertierender Jugendlicher irgendwie nicht mehr warm miteinander geworden. Mir ist das alles zu viel. Ich will hier gar nicht groß gegen den völlig absurden Konsumstresswahnsinn wettern, der da draußen gerade abgeht. Mir ist das einfach too much, wenn du nicht mehr laufen kannst, weil gefühlt 50 Leute pro Quadratmeter unterwegs sind und in dieser angeblich besinnlichen Zeit, alle im Dauerfeuer, wie die Zombies durch die Gegend hetzen und zwischendurch kurz nen Glühwein zwitschern, um so zu tun, als wäre alles in Ordnung. 

Aber ich bin jetzt Papa geworden und auf einmal ist irgendwie alles anders. Ich will dass das wieder schön ist, mukkelig und liebevoll, mit Ruhe und Weihnachtsbaum und so. Die kann man übrigens mieten, hab ich letztens irgendwo gesehen. Wie geil ist das denn? Das geht jetzt also auch ohne unfassbar große Mengen Nadelholzmüll im Januar. Und wo wir schon dabei sind, Leute. Können wir uns nicht mal darauf einigen, Silvester auch mal ohne Geballer und drei Tage bloß kein Fenster öffnen durchzuziehen? Ich verstehe diesen Brauch nicht und hab das auch noch nie kapiert. Als ich 13 oder 14 war, hab ich mal mit meinen Kumpels jeder nen Beutel Knaller gekauft und innerhalb von ner Stunde im Wäldchen in ner Art Stellungskrieg komplett verballert und das war es dann auch. Hat mir gereicht, hab ich mal ausprobiert, war kurz lustig aber reichte bis heute völlig aus, um auch diese Erfahrung mal gemacht zu haben...

Heute Abend sitzen wir mit The Lets zusammen und lassen beim Pre-Christmas-Dinner das Jahr mit Rock’n’Roll ausklingen. Auch wenn wir vielleicht die Veröffentlichung der ersten Single nun wohl doch erst im neuen Jahr hinbekommen werden, war das ein sehr feines und intensives Jahr und das muss man auch mal sacken lassen und genießen. Leute, macht euch nicht immer so viel Stress und lasst mal die Seele baumeln. Fröhliche Weihnachten! Und Silvester kann man auch mit Rock’n’Roll statt Böllern absolvieren. Ordentlich aufgedreht knallt das auch ganz gut!

 

Toma Moon, Inhaber und Geschäftsführer der Mondbasis Hamburg, ist vor allem kreativer Kopf, Produzent, Soundfetischist und Kommunikator. Als detailverliebter Perfektionist und konsequenter Geschmacksverstärker holt er auch das letzte Quäntchen Talent aus seinen Schützlingen heraus und ist als Dozent und Musikproduzent seit vielen Jahren mit Projekten wie der SchoolTour, dem Robert Johnson Guitar Award oder dem Wacken Music Camp in der Nachwuchsförderung engagiert... Mit viel Feingefühl, Geschmackssicherheit und Entscheidungskraft schafft der Musikproduzent, Tonarzt, A&R Manager, Multiinstrumentalist und Business Punk immer wieder großartige Klangbilder, schnell eine angenehme Atmosphäre und gilt als nicht aus der Ruhe zu bringender Problemlöser. Mehr Infos hier: Wikipedia

mondbasis-hamburg.de

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren