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MIXTAPE 45 – Was zum Geier ist Swagger?

26.02.2019 - Bei Spotify, YouTube und Co gibt es Playlists, die heißen „Swagger“. Ich wollte wissen, was das ist und hab angefangen, das Internet abzusuchen aber da war nix. Das kommt noch nicht mal bei Wikipedia vor… (Toma Moon)

  •  © The Lets / Steffen

    © The Lets / Steffen Gottschling

Das gibt’s doch nicht, normalerweise findet sich doch immer irgendein Klugscheißer und schreibt Erklärungen zu jedem verkackten Subgenre irgendwelcher musikalischen Strömungen. Also entweder hat es tatsächlich jemand geschafft, komplett an Google vorbei zu manövrieren und mit irgendeiner Geheimwaffe deren Algorithmen auszutricksen oder die Musikindustrie versucht da seit einigen Jahren auf eigene Faust ein neues Genre zu etablieren. Google austricksen? Kommt schon, das ist doch völlig abwegig und die Tatsache, dass auch bei Amazon Music etc. mit diesem Genre getaggt wird, spricht schon eher für die Variante Musikindustrie. Es lässt vermuten, dass sich da irgendwer nicht abfinden wollte mit „Rock’n’Roll is dead“ und sich überlegt hat, wie man die Gitarren wieder ins Radio schmuggeln könnte, was ich ja erstmal recht löblich finde.
 

Jetzt hab ich mich also da reingehört und will mal versuchen, das ein wenig einzugrenzen oder gar auf den Punkt zu bringen. So manchen Künstler wie Larkin Poe oder Dorothy hab ich ja schon seit längerer Zeit in meiner Playlist und jetzt wundere ich mich auch nicht mehr über die elektronischen Beats unter dem Bluesrocksound. Jetzt weiß ich ja, dass das gar keine Rockmusik sein soll, sondern alles irgendwie unter „Swagger“ läuft. Am Ende verbinden sich hierbei American Roots mit Blues, Soul, Rock’n’Roll und Hip Hop und damit ist nicht sowas gemeint, wie Run D.M.C. mal mit Aerosmith gemacht haben. Hier geht’s eher um so Zeug wie Kalea, Rag’n’Bone Man, Bishop Briggs, Welchly Arms, die beiden oben Genannten und vielleicht noch The Score, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.

Im Grunde als Rezeptur eine dreckige Bluesgitarre, eher langsames bis mittleres Tempo und stampfende elektronische Beats mit starker Betonung auf der eins. Obligatorisch gibt’s fast immer Claps auf der Snaredrum und soulige, verrauchte, oft wirklich großartige Vocals, die egal ob männlich oder weiblich, nur nicht zu rein daher kommen dürfen. Ob da jetzt mehr die Folkgitarren dominieren oder gar doch ordentlich verzerrte Rock’n’Roll Riffs mit feinster Blues Attitüde aus dem Lautsprecher donnern, da tut sich was in der Gitarrenmusik. Der Hip Hop Einfluss sorgt dafür, dass sich das Ganze wunderbar im Radio einfügt und ich freue mich, dass ich manchmal auch wieder Gitarren da zu hören bekomme, die nicht von Bon Jovi oder Nickelback stammen…

 

Toma Moon, Inhaber und Geschäftsführer der Mondbasis Hamburg, ist vor allem kreativer Kopf, Produzent, Soundfetischist und Kommunikator. Als detailverliebter Perfektionist und konsequenter Geschmacksverstärker holt er auch das letzte Quäntchen Talent aus seinen Schützlingen heraus und ist als Dozent und Musikproduzent seit vielen Jahren mit Projekten wie der SchoolTour, dem Robert Johnson Guitar Award oder dem Wacken Music Camp in der Nachwuchsförderung engagiert... Mit viel Feingefühl, Geschmackssicherheit und Entscheidungskraft schafft der Musikproduzent, Tonarzt, A&R Manager, Multiinstrumentalist und Business Punk immer wieder großartige Klangbilder, schnell eine angenehme Atmosphäre und gilt als nicht aus der Ruhe zu bringender Problemlöser. Mehr Infos hier: Wikipedia

mondbasis-hamburg.de

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