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MIXTAPE 46 – Manchmal ist weniger mehr

04.03.2019 - Ja ja, ich weiß, was n scheiß Spruch, wie kann weniger mehr sein? Konzentrieren wir uns einfach auf das Wesentliche, das soll ja auch Spaß machen alles… (Toma Moon)

  •  © Mondbasis Hamburg / Steffen Gottschling

    © Mondbasis Hamburg / Steffen Gottschling

Ganz ehrlich, das hier ist meine sechsundvierzigste Musik-Kolumne bei Arcor und Vodafone und ich krieg einfach nicht mehr zusammen, was ich hier schon alles so vom Stapel gelassen hab. Ich bin ein großer Freund von Recycling und Nachhaltigkeit, wenn es um Materielles geht, weil wir den meisten Mist sowieso nicht wirklich brauchen. Statt immer von Mülltrennung zu quatschen, könnte man den Müll auch einfach mal vermeiden und Ressourcen schonen. Es ist im Grunde überhaupt nicht nachvollziehbar, warum wir so viel unnützes Zeug kaufen und dann auch gleich wieder wegschmeißen. Wie hat die Industrie es nur geschafft, uns davon zu überzeugen, dass das ne gute Idee ist? Ich bin aber bei kreativem Output echt überhaupt kein Fan von Recycling. Es geht mir echt auf die Eier, immer dieselbe Suppe nochmal zu löffeln. Die ist doch längst kalt und schmeckt nicht mehr…

 

Songs, die alle paar Jahre in neuem Gewand nochmal veröffentlicht werden, nerven genauso, wie Leute, die sich nur im Kreise drehen und eigentlich nur ein Thema haben. Ich hasse es, mich zu wiederholen! Um so mehr man aber den ganzen Tag so von sich gibt, desto größer ist auch die Gefahr, nochmal und nochmal zumindest ähnliche Gedankenstränge erneut durchzukauen und das wird auch irgendwann langweilig. Ich glaube, uns allen ginge es wesentlich besser damit, den Mund nur aufzumachen, wenn es auch was zu sagen gibt. Ich hab das Gefühl, die Nummer hier weiter wöchentlich aufrecht zu halten, ist ne scheiß Idee. Irgendwann fange auch ich dann an, mich zu wiederholen.

Das hat nicht so viel mit Lust zu tun, die ist mir nicht abhandengekommen. Aber das Thema Zeit spielt bei mir tatsächlich auch eine große Rolle. Ich bin gerade eigentlich mit Black Stains im Studio und heute zu völlig unchristlicher Zeit aufgestanden, um meine Kolumne nicht zu vernachlässigen. Dummerweise ist das nicht nur gerade eben so, sondern im Prinzip ein Dauerzustand bei mir. Ich will mich darüber nicht beklagen, denn ich hab wirklich nix zu meckern. Ich stehe auf, trinke meinen Kaffee und gehe meinem Tagwerk nach. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal das Gefühl hatte, ich gehe arbeiten. Ich lebe meinen Traum und tue die Dinge, die mir Spaß machen. Ich hab ne Menge Ideen und probiere ständig neue Dinge aus und dann gehört es eben dazu, sich auch immer wieder zu hinterfragen, zu resümieren, ob das, was man da so tut, einen erfüllt bzw. ob überhaupt die Zeit dafür da ist. Manchmal lässt man das eine oder andere vielleicht auch lieber wieder bleiben, Konzentration auf das Wesentliche eben.

Also, in Zukunft kommt meine Kolumne nun etwas unregelmäßiger, aber sie kommt! Übrigens, wenn ich wirklich mal keine Lust auf irgendwas hab, sing ich immer die Nummer von Rammstein vor mich hin, das macht dann irgendwie alles weniger Scheiße und dann hab ich auch gleich wieder mehr Bock auf alles… 

 

Toma Moon, Inhaber und Geschäftsführer der Mondbasis Hamburg, ist vor allem kreativer Kopf, Produzent, Soundfetischist und Kommunikator. Als detailverliebter Perfektionist und konsequenter Geschmacksverstärker holt er auch das letzte Quäntchen Talent aus seinen Schützlingen heraus und ist als Dozent und Musikproduzent seit vielen Jahren mit Projekten wie der SchoolTour, dem Robert Johnson Guitar Award oder dem Wacken Music Camp in der Nachwuchsförderung engagiert... Mit viel Feingefühl, Geschmackssicherheit und Entscheidungskraft schafft der Musikproduzent, Tonarzt, A&R Manager, Multiinstrumentalist und Business Punk immer wieder großartige Klangbilder, schnell eine angenehme Atmosphäre und gilt als nicht aus der Ruhe zu bringender Problemlöser. Mehr Infos hier: Wikipedia

mondbasis-hamburg.de

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