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"Die Höhle der Löwen": Deshalb rastete Frank Thelen aus

12.09.2018 - "Du willst uns jetzt verarschen, oder?", polterte "Die Höhle der Löwen"-Investor Frank Thelen ungehalten gegen die Gründer des Start-ups "Trinity". Was trieb den Unternehmer so zur Weißglut?

  • Kimberly Lang (r.) und Guillermo Neugebauer präsentieren voller Leidenschaft ihr Produkt "Trinity". © MG RTL D / Frank W.

    Kimberly Lang (r.) und Guillermo Neugebauer präsentieren voller Leidenschaft ihr Produkt "Trinity". © MG RTL D / Frank W. Hempel

So ungehalten hat man Unternehmer Frank Thelen selten gesehen! In der gestrigen Folge der Gründershow "Die Höhle der Löwen" verlor der Investor beinahe die Fassung.

Der Grund: "Trinity", ein von der 27-jährigen Kimberly Lang entwickeltes Reißverschluss-System, mit dem sich verschiedene Unter- und Oberteile miteinander kombinieren und per Zipper verbinden lassen. Die erste Kollektion, bestehend aus 20 Designs, lässt sich so zu 18.000 individuelle Outfits zusammenstellen, so Lang stolz. Seit zwei Wochen sei "Trinity" auf dem Markt.

Gründerin redet sich um Kopf und Kragen

Das Produkt begeisterte die Löwen leider nicht - Kleidung auf unterschiedliche Art und Weise zu kombinieren ist immerhin keine Innovation. "Das kann doch jeder? Was ist denn das Besondere?", fragte Carsten Maschmeyer verwirrt. Auch das Reißverschluss-System sorgte nicht für Jubel, sondern eher für Skepsis.

Doch nicht das Produkt trug die Schuld an dem (Beinahe-)Eklat, sondern die Unternehmensbewertung: Für 500.000 Euro wollte Lang 10 Prozent ihrer Firmenabteile abgeben. Der Marktwert: Laut Lang stolze 4,5 Millionen Euro! Die Löwen reagierten fassungslos. "Du willst uns jetzt verarschen, oder?", entfuhr es Thelen. Doch die Gründerin hatte einer Erklärung für die hohe Bewertung parat: 1974 gab es die letzte Innovation in der Modewelt - das Wickelkleid. Dieses sorgte für eine kleine Revolution und brachte der Erfinderin ähnlich viel Geld ein. Mit diesen Erfolg rechne Lang auch für "Trinity", erläuterte sie.

Frank Thelen platzt der Kragen

Doch mit dieser Begründung machte Lang alles nur noch schlimmer - Thelen platzte fast der Kragen: "Der nächste Gründer, der mir sagt, weil der Markt so groß ist, ist meine Firma so viel wert, den schmeiß ich raus (...). Mich begeistert das Produkt nicht, mich entsetzt deine Bewertung, noch viel mehr entsetzt mich, wie du deine Bewertung ableitest, das ist einfach ganz schwach. 6 – setzen."

Wie zu erwarten ging die junge Gründerin ohne Deal nach Hause. Löwin Judith Williams äußerte sich via Instagram in einem Video zur Knallhart-Abfuhr: "Wenn du da sitzt und siehst, wie unglaublich sie mit den Zahlen jongliert und du das einfach schon in der Realität runter rechnest, mit der Erfahrung, die du in Mode hast, dann denkst du einfach, ich muss ehrlich mit ihr sein, weil unehrlich zu loben, bringt keinen Gründer weiter."

Da hat Judith Williams natürlich recht! Ob Kimberly Lang mit "Trinity" trotz all der Kritik der Löwen den richtigen Riecher bewiesen hat, wird die Zukunft zeigen...