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"Polizeiruf" Frankfurt/Oder: Tödlicher Muttertag

15.05.2017 - Am Muttertag dreht sich im neuesten "Polizeiruf 110" natürlich alles um das weibliche Geschlecht: Schauspielerin Ulrike Krumbiegel brilliert dabei als verzweifelte Mutter eines dringend tatverdächtigen Doppelmörders.

  • Im am Muttertag gezeigten "Polizeiruf 110: Muttertag" dreht sich alles - natürlich - um Mütter. © rbb / Oliver

    Im am Muttertag gezeigten "Polizeiruf 110: Muttertag" dreht sich alles - natürlich - um Mütter. © rbb / Oliver Feist

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    © rbb / Oliver Feist

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    © rbb / Oliver Feist

An der deutsch-polnischen Grenze wird ein Familienvater ermordet aufgefunden. Von seiner Geliebten Sabrina, mit der er sich dort zum Schäferstündchen treffen wollte, fehlt jede Spur. Kommissarin Olga Lenski (Maria Simon) nimmt die Ermittlungen auf. Erste Spuren führen sie und Kollege Adam Raczek (Lucas Gregorowicz) in ein kleines Dorf in Brandenburg, wo sich noch Fuchs und Hase gute Nacht sagen. 

Der Kriminalfall gerät schnell zur Nebensache, denn eigentlich dreht sich in diesem "Polizeiruf" alles um Mütter. Im Zentrum der Geschichte: Heidi Schoppe (brilliant gespielt von Ulrike Krumbiegel). Sie hält zu ihrem tatverdächtigen Sohn Enrico (Anton Spieker) und möchte nicht glauben, dass er aus blanker Wut einen brutalen Doppelmord begangen hat. Am Ende hilft sie ihm sogar, die Leiche von Sabrina zu verstecken - und das, obwohl deren Mutter ihre beste Freundin ist. Am Ende steht Heidi Schoppe vor den Trümmern ihres Lebens, ihr Sohn wird überführt, sie bleibt zurück.

Klischeebeladene Handlung

"Polizeiruf 110: Muttertag" erzählt eine bisweilen bewegende Geschichte - wären da nicht die zahlreichen Klischees, die an den Nerven der Zuschauer kratzen: Die polnischen Nachbarn werden vor allem als gemeine Diebe dargestellt und der bierbäuchige Dorfpolizist schreckt nicht davor zurück, auf Tatverdächtige einzutreten. 

Das Grundgerüst der Handlung kommt jedoch plausibel und authentisch daher, so dass man über die Schwächen hinwegsehen kann, wenn man will: Das brandenburgische Dorf ist verschlafen, Jobs gibt es dort nur wenige. Die Bewohner haben daher keine wirkliche Perspektive und stecken in ihren Rollen fest, aus denen sie nicht ausbrechen können. Was das Mordmotiv anbelangt, ist es der Krimi-Klassiker schlechthin: Der jähzornige Enrico tötete Sabrina und ihren Geliebten aus Eifersucht. Frankfurts "Polizeiruf" überzeugt vor allem dank des Settings und seiner spannenden Nebencharaktere - und ist damit eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger "Der Preis der Freiheit". 

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