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"Polizeiruf" München: Von Meuffels aussichtsloser Kampf gegen Steuersünder

28.11.2016 - Hanns von Meuffel im Kampf gegen Korruption: Am Ende lassen ihn seine Kollegen und Vorgesetzten im Regen stehen - und er selbst scheint dem Wahnsinn nahe...

  • Hanns von Meuffels will eigentlich nur böse Steuersünder überführen - droht aber bald, dem eigenen Verfolgungswahn zu verfallen. © BR / Hendrik

    Hanns von Meuffels will eigentlich nur böse Steuersünder überführen - droht aber bald, dem eigenen Verfolgungswahn zu verfallen. © BR / Hendrik Heiden

Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) will im neuen "Polizeiruf" der Korruption in München den Kampf ansagen - und scheitert kläglich. Dabei scheint alles zu Anfang ganz simpel: Julia Wendt (Judith Engel), jahrelang in der geschlossenen Psychatrie weggesperrt, berichtet dem Kommissar von einer ominösen Liste, auf der nachzulesen sei, wer illegal Geld in die Schweiz überwiesen hat. Von Meuffels ist anfänglich noch wenig überzeugt, doch dann wird Wendt von einem Auto überfahren.

Der Kommissar ahnt, dass etwas nicht stimmen muss und stellt seine eigenen Ermittlungen an. Doch der Steuer-Sumpf ist tiefer als gedacht - und hier hat mehr als einer Dreck am Stecken. Bald traut von Meuffels nicht einmal mehr seinen eigenen Kollegen über den Weg, fühlt sich ständig beobachtet. Schließlich landet er in der Psychatrie ... gelingt es ihm trotzdem, die Täter zu überführen?

"Polizeiruf 110: Sumpfgebiete" erinnert seine Zuschauer an alte Verschwörungsthriller aus den 1970er-Jahren: Gefilmt durch grünes Glas präsentiert Regisseurin Hermine Huntgeburth von Meuffels einsamen Kampf gegen böse Steuersünder. Trotz schöner Vintage-Optik: Das Thema erscheint ein wenig ausgelutscht, der Fall so, als hätte man ihn aus alten Episoden zusammengebastelt. Überzeugen kann dagegen Matthias Brandts brilliante Darstellung des langsam dem Wahnsinn verfallenden Hanns von Meuffels. Lange hat man Zweifel, ob hier eine große Verschwörung am Gange ist oder der Kommissar nur Hirngespinste verfolgt. Das Ganze erinnert an den kontrovers diskutierten Fall von Gustl Mollath, der 2006 in die Psychatrie eingewiesen und 2014 nach einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen wurde. An einem Punkt waren sich viele Zuschauer dagegen einig: Das Ende des Falls war unbefriedigend. Einige hoffen nun auf eine Fortsetzung...

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