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"Polizeiruf" Rostock: Ausflug in die Ultraszene

29.05.2017 - Ganz schön düster und brutal: In "Einer für alle, alle für Rostock", dem neuen "Polizeiruf", geht es um den Mord an einem Fußballfan, der die Ermittler in die Ultraszene führt...

  • Rostock-Ultras unter sich... © NDR / Christine

    Rostock-Ultras unter sich... © NDR / Christine Schroeder

  • Die Ermittler versuchen, ihre Sorgen im Club zu vergessen. © NDR / Christine

    Die Ermittler versuchen, ihre Sorgen im Club zu vergessen. © NDR / Christine Schroeder

Ein Anhänger der Fußball-Ultragruppe Red Rostocks (Steffen C. Jürgens) ist tot. Der Hooligan - abseits der Szene grundsolide als Zahnarzt tätig - wurde von einem Lastwagen angefahren. Ein tragischer Unfall - oder wurde er vor das Fahrzeug gestoßen?!

LKA-Analystin Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Hauptkommissar Alexander Bukow (Charly Hübner) ermitteln schon bald in Richtung Mord. Es verschlägt das Duo in die Ultraszene. Hier sind Prügeleien eine Art von Sport. Das Motto der Red Rostocks: "Einer für alle, alle für Rostock. Bis in den Tod".

Ermittlungen in der Ultraszene

In dieser gewalttätigen Umgebung findet das Duo schnell Tatverdächtige. Im Zentrum der Ermittlungen steht der ehemalige Chef der Ultragruppe Stefan Momke (Lasse Myhr). Momke hat sieben Jahre Knast hinter sich, er prügelte den Polizisten Erik Kaschau (Jan Hasenfuß) bei einem Fußballspiel ins Koma. Mittlerweile ist Kaschau ein Pflegefall. Das Mordopfer war bei diesem Vorfall dabei - und verpfiff seinen früheren Kumpel Momke bei der Polizei. Ein eindeutiges Motiv!

Doch auch Momkes Ex-Freundin, Schlägerbraut und früheres Gang-Mitglied Doreen Timmermann (Lana Cooper), scheint Dreck am Stecken zu haben. Schließlich taucht auch noch der höchst verdächtige SEK-Mann Rico Schmitt (Shenja Lacher) auf. Die Kommissare stehen vor einem Rätsel: Wer war wirklich an dem tödlichen Rachekomplott beteiligt?!

König & Bukow: Geht da was?

König und Bukow haben derweil auch noch mit ganz anderen Sorgen zu kämpfen: König entging in der letzten "Polizeiruf 110"-Episode nur knapp einer Vergewaltigung, verletzte ihren Angreifer schwer. Das traumatische Erlebnis lässt sie nicht los. Bukow steckt mitten in einem Trennungsdrama und eckt mit seinen Kollegen heftig an. Sein einziger Trost: Der Alkohol. In einem Club kommen sich die beiden gefährlich nahe. Doch sie wissen: Sie bedeuten einander viel, doch sind nicht gut füreinander. Der Zuschauer fragt sich dennoch unweigerlich, ob sich da in Zukunft nicht vielleicht etwas entwickeln könnte...

In "Einer für alle, alle für Rostock" entführt uns der "Polizeiruf" in eine Welt voller Hass und Brutalität. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und eigentlich sehnen sich auch die knallharten Ultras letztendlich nur nach Liebe. An Klischees wurde also wirklich nicht gespart. Auch die Darstellung von Fußballfans stieß einigen Zuschauern sauer auf. "Unrealistisch", klagten viele. Dennoch konnten die dichte, düstere Stimmung und die hervorragenden Darsteller überzeugen, allen voran Lana Cooper, die meisterhaft eine bedrohliche Atmosphäre auf den Bildschirm zauberte. Auch die Chemie zwischen dem Ermittler-Duo stimmt.

Beim nächsten Mal die Klischeekiste im Schrank lassen, bitte! Dann überzeugen König und Bukow uns sicher wieder voll und ganz. Wie hat euch der "Polizeiruf" aus Rostock gefallen?

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