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"Tatort" Ludwigshafen: Drohnen und Anschläge

10.12.2018 - In Ludwigshafen muss Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) diesmal gleich zwei Anschläge verhindern.

  • Lena Odenthal bekommt in dieser Folge einiges ab. © SWR / Alexander

    Lena Odenthal bekommt in dieser Folge einiges ab. © SWR / Alexander Kluge

  • Die beiden Brüder verkleiden sich unglaubwürdigerweise als Maler, während sie ihren Drohnenangriff starten. © SWR / Alexander

    Die beiden Brüder verkleiden sich unglaubwürdigerweise als Maler, während sie ihren Drohnenangriff starten. © SWR / Alexander Kluge

  • Odenthals Kollegin Johanna Stern (Lisa Bitter) befragt die traumatisierte Drohnenpilotin (Lena Drieschner). © SWR / Alexander

    Odenthals Kollegin Johanna Stern (Lisa Bitter) befragt die traumatisierte Drohnenpilotin (Lena Drieschner). © SWR / Alexander Kluge

Eine Psychotherapeutin kommt in ihre Praxis. Der Zuschauer sieht die Leiche im anderen Raum, die Therapeutin jedoch sieht nur den dreckigen Fußboden und putzt erst mal alle Beweise weg, bevor sie endlich die Leiche ihres Kollegen entdeckt. Das ist eigentlich schon die beste Szene in diesem "Tatort" aus Ludwigshafen, in dem Lena Odenthal sich mit internationelan Verwicklungen konfrontiert sieht. Denn der erschlagene Psychologe war Spezialist für traumatisierte Soldaten und hat viele Patienten behandelt, die im amerikanischen Stützpunkt in Rammstein stationiert waren.

In den überall im Büro verteilten Akten der Patienten suchen die Kommissare nun einen möglichen Täter. Dann ist da auch noch ein verdächtiger Radfahrer, der vor der Polizei flieht und zusammen mit seinem Bruder an einer Drohne bastelt. Ihre Kinder wurden bei amerikanischen Drohnenangriffen getötet und nun planen sie einen Angriff auf den amerikanischen Staatssekretär, der in Rammsteim mit dem deutschen Verteidigungsminister zusammentrifft. Damit auch jeder versteht, warum sie das tun, nehmen sie ein Video auf, in dem sie erklären, dass ihnen ja sonst niemand zuhören würde. Das wirkt leider alles unfreiwillig komisch und wenig glaubwürdig. Nicht besser macht es der Staatsanwalt, der lieber einen Anschlag als schlechte Presse riskiert. Doch die kurdischen Brüder sind nicht die einzigen, die es auf den Staatssekretär abgesehen haben. Da gibt es auch noch eine ehemalige Drohnenpilotin, die durch ihre Arbeit traumatisiert ist und da passt es gerade gut, dass ihr die Kommissarin Johanna ein wenig ähnlich sieht und sie deren Identität annehmen kann. So reiht sich in diesm "Tatort" Zufall an Zufall.

Drohnenkriege, traumatisierte Soldaten, zivile Opfer, die deutsche Beteiligung daran. Das sind brisante Themen. Doch der "Tatort" schafft es, dieses so unspannend wie nur möglich zu erzählen. Lange vor den Kommissaren weiß der Zuschauer schon, wer die Täter sind. Über das eigentliche Mordopfer erfährt man kaum etwas, dafür viel über die für die Handlung völlig irrelevante putzwütige Kollegin. Warum der Therapeut nun sterben musste, wird auch nicht richtig klar. Die einzigen emotionalen Momente in diesem Film sind, wenn Odenthal um ihren langjährigen Kollegen Kopper trauern darf. So ist dies ein "Tatort" mit viel verschenktem Potential.

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