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"Tatort" Ludwigshafen: Impro-Krimi im Horror-Hotel

05.03.2018 - Ein unheimliches Hotel, ein ungeklärter Mordfall und menschliche Knochen im vegetarischen Dinner: Der Ludwigshafener "Tatort" entpuppt sich als echter Gruselfilm.

  • In der morbiden Atmosphäre des Lorenzhofs fällt es schwer, bei Humpes (Heiko Pinkowski) blutiger Schürze nur an Metzgersarbeiten zu denken... © SWR / Martin

    In der morbiden Atmosphäre des Lorenzhofs fällt es schwer, bei Humpes (Heiko Pinkowski) blutiger Schürze nur an Metzgersarbeiten zu denken... © SWR / Martin Furch

Das hat das Ludwigshafener "Tatort"-Team wirklich bitter nötig, dachte sich so mancher Zuschauer in den ersten Minuten des neuen Krimis "Waldlust": Für Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und ihre Kollegen Johanna Stern (Lisa Bitter), Peter Becker (Peter Espeloer) und Edith Keller (Annalena Schmidt) geht es zum Coachingwochenende mit Team-Trainer Simon Fröhlich (Peter Trabner) in ein Hotel mitten im Schwarzwald, ganz weit ab vom Schuss. Dort sollen die Ermittler an Kommunikation und Teambuilding arbeiten. 

Doch der Lorenzhof ist alles andere als ein Wellnesshotel: Heruntergekommen, düster, gruselig. Betreiber Bert Lorenz, genannt Humpe (Heiko Pinkowski), wirkt abweisend und feindselig, seine Nichte Doro (Eva Bay) umso eifriger. Die Dauergäste des Hotels muten skurril an. Doch richtig seltsam wird es erst beim gemeinsamen Abendessen: Im vegetarischen Menü steckt ein Menschenknochen.

Die genervte Kommissarin Odenthal beschuldigt sofort Coach Fröhlich, das "Krimi-Dinner" arrangiert zu haben. Der beteuert seine Unschuld. Die Neugier der Ermittler ist geweckt.

Von dem ortsansässigen Polizistenpärchen Jörn und Elli Brunner (Jürgen Maurer und Christina Grosse) erfahren sie, dass Hotelbetreiber Humpe wegen Mordes an seiner Schwägerin zwölf Jahre im Gefängnis saß. Bis heute sei zudem sein Bruder verschollen. Doro hingegen ist von der Unschuld ihres Onkels überzeugt. 

Das Ludwigshafener Team sucht nach Indizien. Als das Hotel durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschottet wird, nimmt der Fall an Fahrt auf. Und dann dezimiert sich auch noch das Hotelpersonal Stück für Stück...

Trotz der schlechten Kritiken wagte Axel Ranisch das Experiment Impro-Krimi ein zweites Mal: Die Darsteller improvisierten ihre Dialoge; der Dreh lief chronologisch ab, den Handlungsablauf kannten Ulrike Folkerts und Co somit noch nicht - und auch der Täter war ihnen unbekannt. 

Das gelingt mit "Waldlust" deutlich besser als noch beim ersten Mal. Dazu tragen auch das unheimliche Setting und die schrägen Figuren bei. Tatsächlich läuft einem so manches Mal ein kalter Schauer über den Rücken - viele Zuschauer wünschen sich aber auch eine Abkehr von den "Tatort"-Experimenten und eine Rückkehr zum klassischen Krimi. Geht es euch genauso?!

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