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"Tatort" Luzern: Abschied von Kommissar Flückiger

28.10.2019 - Abschied vom Luzerner Team: Für Stefan Gubser als Flückiger und Delia Mayer als Ritschard war es der letzte "Tatort". Seit 2008 ermittelte Flückinger im Schweizer Krimi, Mayer kam 2012 dazu. Einige gute Filme sind dabei entstanden. Doch gerade die Abschiedsfolge gehört leider nicht dazu.

  •  © ARD Degeto/SRF / Daniel

    © ARD Degeto/SRF / Daniel Winkler

  • Auch für Delia Mayer als Liz Ritschard war es der letzte "Tatort" als Luzerner Kommissarin. © ARD Degeto/SRF / Daniel

    Auch für Delia Mayer als Liz Ritschard war es der letzte "Tatort" als Luzerner Kommissarin. © ARD Degeto/SRF / Daniel Winkler

Sein letzter "Tatort": Kommissar Reto Flückinger begleitet seine Partnerin Liz Ritschard zu einem langweiligen Dinner auf einem Raddampfer. Eine Art Handelsgesellschaft feiert und dabei werden ausführliche ermüdende Reden gehalten. Statt dem ersehnten Steak bekommt Flückinger Wachtelei serviert.

Als ein linker Politiker das Wort ergreift und den Veranstalter Planker der Korruption und des illegalen Waffenhandels beschuldigt, kommt endlich Schwung in das Geschehen. Doch mehr, als Flückinger lieb ist. Er wird niedergeschlagen und eingesperrt, während ein Unbekannter mit Signalpistolen die Gäste erschreckt und der Kapitän dabei sogar an einer Rauchvergiftung stirbt. Flückiger kann die eingeschlossenen Gäste retten, doch vom linken Politiker Bernhard Ineichen fehlt jede Spur. Ist er der Täter - oder ein Opfer?

Während Flückiger sich an die Ermittlungen macht, hustet sich Kollegin Ritschard die Seele aus dem Leib und bekommt von ihrem Kollegen Bettruhe verordnet. Wie man sie kennt, hält sie sich natürlich nicht daran. Verdächtig ist schnell einer der Kellner vom Dampfer. Denn er stand mit Ineichen in Verbindung. Aber auch Ineichens Ex-Frau, eine Journalistin, sagt nicht alles, was sie weiß. Außerdem hat sie eine Affäre mit Unternehmer Planker Junior. Und dann sind da auch noch die aufdringlichen "Journalisten" einer Seite, die gerne Verschwörungstheorien verbreitet und es jetzt auf Flückiger abgesehen haben.

Das sich der durch seine lange Dienstzeit eigentlich mit der Presse erfahrene Flückiger von ein paar schmierigen Pseudo-Journalisten so in die Enge treiben lässt, wirkt recht konstruiert. Flückigers Chef setzt ihm zusätzlich zu, anstatt hinter ihm zu stehen und Ritschard macht sich auf Alleingang. Während die Handlung in den ersten 60 Minuten eher vor sich hin plätschert, bekommt man dann doch noch einiges an Action geboten, inklusive gefesseltem Flückiger und brennenden Autos.

Wieder unklar bleibt dann, warum Flückiger haltlose Anschuldigungen gegen sich einfach hinnimmt und so mit  schlechtem Ansehen aus dem Dienst scheidet. Das wäre nicht nötig gewesen, aber immerhin musste er nicht sterben, um Abschied zu nehmen. Dass Ritschard durch ihre Erkältung so zur Randfigur wird, statt gemeinsam mit Flückinger zu ermitteln ist ebenfalls schade.

Die letzte Szene dieses recht mittelmäßigen Films ist die beste. Ritschard zitiert den von ihr geliebten Film "Manche mögens heiß", wenn sie mit Flückiger auf dem Boot aufs Meer rausfährt und sagt, "Schade, dass du keine Frau bist", und Flückinger filmgetreu erwidert: "Nobody is perfect."

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