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"Tatort" Luzern: Wenn das Opfer zum Ermittler wird

18.09.2017 - Ein Suizid entpuppt sich als Mord: Die Schweizer "Tatort"-Kommissare stehen vor einem Rätsel. Doch zum Glück gibt es unerwartete Hilfe...

  • Fernbusfahrer Beni Gisler (Michael Neuenschwander) leidet unter aggressiven Ausbrüchen. © ARD Degeto/SRF / Daniel

    Fernbusfahrer Beni Gisler (Michael Neuenschwander) leidet unter aggressiven Ausbrüchen. © ARD Degeto/SRF / Daniel Winkler

Was für ein Schock: Fernbusfahrer Beni Gisler (Michael Neuenschwander) durchquert gerade eine Autobahnbrücke, als ihm ein Mann auf die Windschutzscheibe knallt. Gisler reagiert besonnen, kümmert sich um die Fahrgäste; doch als er vor dem vermeintlichen Selbstmörder steht, der den Sturz nicht überlebt hat, überkommt ihn die Wut. Immer wieder tritt er auf den leblosen Körper ein.

Kein Wunder: Gisler arbeitete zuvor als Lokführer und war schon oft in Suizidversuche verwickelt. Schon dreimal mit Todesfolge. Das hat Spuren hinterlassen.

Auch bei Kommissar Reto Flückiger (Stefan Gubser) weckt der Vorfall traumatische Erinnerungen: Er kennt Gisler noch aus seiner Militärzeit; nimmt sich seiner - gemeinsam mit Psychologin Dr. Sonja Roth (Stephanie Japp) - an.

Der Suizid entpuppt sich als Mord

Doch auch der vermeintliche Selbstmord stellt die Luzerner Ermittler vor eine Herausforderung: Die Personalpapiere weisen den Toten als Jean-Jacques Bollinger aus. Allerdings ist in der ganzen Schweiz niemand unter diesem Namen gemeldet. Die wahre Identität des Opfers scheint eine andere zu sein. Außerdem wird im Blut des Toten eine hohe Dosis Benzodiazepin im Blut nachgewiesen. Damit hätte er sich unmöglich alleine von der Brücke stürzen können. Reto Flückiger und Liz Ritschard (Delia Mayer) haben es also offenbar mit einem Mordfall zu tun.

Die ersten Ermittlungen führen sie in die Bauwirtschaft, zu Jakob Conti (Markus Graf), dem ehemaligen Chef eines erfolgreichen Unternehmens, der dem Opfer täuschend ähnlich sieht. Conti gilt seit dem Tsunami 2004 in Thailand als verschollen; wurde mittlerweile für tot erklärt. Schnell verdichten sich aber die Hinweise, dass sein Tod vorgetäuscht war, um Gelder seines insolventen Unternehmens in die Taschen seines Ehefrau und seines Sohnes umzuleiten. Haben die beiden etwas mit dem Mordfall zu tun?

Gisler jagt den Mörder

Doch nicht nur die Kommissare ermitteln: Als Gisler erfährt, dass es sich doch nicht um einen Suizid handelt, sieht er rot - und sucht auf eigene Faust nach dem Mörder um Rache zu nehmen, für all die psychischen Qualen der letzten Jahre.

Letztendlich ist es tatsächlich der unter schweren Belastungsstörungen leidende Busfahrer, der den Kommissaren den entscheidenden Hinweis gibt und sich plötzlich an ein wichtiges Detail erinnert: Er hat in der Nacht des Mordes eine Person auf der Brücke gesehen. Und die ist keine Unbekannte...

Spätestens ab diesen Punkt wird die Story von "Zwei Leben" immer verworrener und verwirrte zahlreiche Zuschauer. Bei dem konfus und holprig erzählten Plot bleibt die Logik oft auf der Strecke - und leider auch die Spannung.

Dafür gelingt es "Zwei Leben", das Trauma derjenigen, die ungewollt in einen Suizid verwickelt werden, zu verdeutlichen. Michael Neuenschwander überzeugt und berührt in seiner packenden Rolle als gebrochener Mann am Rande des Nervenzusammenbruchs komplett. Er ist das Herzstück dieses Schweizer "Tatorts".

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