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"Tatort" München: Ein Alptraum für die Ermittler

24.10.2016 - Franz Leitmayr und Ivo Batic suchen nach einem Mörder, der sein Opfer auf offener Straße niedergestochen hat. Doch die Aufklärung des Falls gestaltet sich schwierig, am Ende sogar als unmöglich.

  • Die Frau von Ben Schröder kniet entsetzt neben ihrem niedergestochenden Ehemann - wer hat ihm das bloß angetan? © BR/X Filme / Hagen

    Die Frau von Ben Schröder kniet entsetzt neben ihrem niedergestochenden Ehemann - wer hat ihm das bloß angetan? © BR/X Filme / Hagen Keller

Ja mei, was war das denn?! Das erste Mal in ihrer langen Dienstzeit gelingt es Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) nicht, den Täter zu fassen. Zum Leidwesen der Ermittler - und der Zuschauer natürlich, die verzweifelt auf eine Aufklärung des Falls warten müssen.

Schon zu Beginn schwant den Kommissaren, dass dieser Fall nicht einfach wird: Ben Schröder wird auf offener Straße von einem Unbekannten mit einem Messer ermordet, seine Frau und sein Sohn können nur hilflos zusehen. Widersprüchliche Zeugenaussagen erschweren die Ermittlungen und auch der Chef sitzt Batic und Leitmayr im Nacken. Der Fall geht an die Nieren, vor allem Batic ist überarbeitet, leidet sogar unter Panikattacken. Am Ende kann die Polizei zwar jemanden identifizieren, doch der Mann war lediglich ein Trittbrettfahrer - der Mörder von Ben Schröder bleibt unauffindbar...

"Tatort: Die Wahrheit" war eine gute Episode, die die schwierige Seite der Polizeiarbeit gekonnt ins Zentrum stellte. Ermittlungen sind eben keine einfache Sache, sondern oft ziemlich zermürbend - und manchmal müssen sich die Ermittler damit abfinden, keinen Täter zu finden. Dieses depressive Grundgefühl wird in der "Tatort"-Folge noch durch ergreifende Dialoge und eine dunkle Bildsprache verstärkt. Einziger Abstrich: Polizeiarbeit kann langatmig und ermüdend sein - was sich auch auf die Spannung der Handlung auswirkt. Trotzdem servieren uns die "Tatort"-Macher einen soliden Fall, der auch den Zuschauer nicht so schnell wieder loslässt - zumal die Handlung auf einem echten Mord basieren soll: 2013 wurde in München ein Italiener auf ähnliche Weise getötet, der Fall (als "Isarmord" bekannt) bleibt bis heute ungelöst.

Übrigens: Sogar die Münchener Polizei hat gestern Abend mitgeguckt und den "Tatort" auf Twitter kommentiert, sehr zur Begeisterung der User. Manche reagierten wiederum fast schon genervt und entsetzt darüber, dass es am Ende keine Auflösung gab. Aber keine Angst: Der Fall soll im nächsten Jahr weitererzählt werden. 2017 kommt es in der Folge "Tatort: Der Tod ist unser ganzes Leben" nämlich zu einem Mord, der dem an Ben Schröder erschreckend ähnelt. Man darf also gespannt sein...

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