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"Tatort" Münster: So sehe ich aus, wenn ich tot bin

18.03.2019 - Im neuen Münsteraner "Tatort" haben Boerne, Thiel und auch ihre Kollegen Doppelgänger. Und die werden nach und nach umgebracht.

  • Das Team vom "Tatort" Münster: Sie alle haben im neuen Fall einen Doppelgänger. © WDR / Thomas

    Das Team vom "Tatort" Münster: Sie alle haben im neuen Fall einen Doppelgänger. © WDR / Thomas Kost

  • Dass sein Doppelgänger Jazzmusiker ist, gefällt Boerne gar nicht. Aber die Brille erhält seine Zustimmung. © WDR / Thomas

    Dass sein Doppelgänger Jazzmusiker ist, gefällt Boerne gar nicht. Aber die Brille erhält seine Zustimmung. © WDR / Thomas Kost

Kommissar Thiel vermisst seine guten - und wie es scheint einzigen vernünftigen - Schuhe. Also muss er in Sandalen zum Tatort stapfen. Dort bekommt er erstmal einen ordentlichen Schreck. Denn da liegt die Staatsanwältin Klemm erschossen auf der Straße! Zumindest glaubt er das im ersten Moment. In Wirklichkeit ist das Opfer eine Frau, die Klemm verblüffend ähnlich sieht (sie wird übrigens ebenfalls von Mechthild Großmann dargestellt). Dann stellt sich auch noch heraus, dass die Zigaretten, die beim Opfer gefunden wurden, der Staatsanwältin gestohlen wurden. Die ist beim Anblick ihrer Doppelgängerin erschüttert. "So sehe ich also aus, wenn ich tot bin", kommentiert sie.

Bei der einen Doppelgängerin soll es nicht bleiben. Auch Boernes Kollegin Silke Haller, genannt "Alberich", erleidet einen Schock, als eine ebenfalls kleinwüchsige Frau ermordet wird - und auch noch Hallers verloren geglaubten Schal trägt. Da hat es eindeutig jemand auf das Münsteraner Ermittler-Team abgesehen. Auch Thiel (die Schuhe) und Boerne (eine Mütze) merken nun, dass ihnen etwas abhanden gekommen ist. Wie sie sich alle gegenseitig vernehmen und dabei abwechselnd die Rolle des Zeugen einnehmen, ist amüsant dargestellt.

Doch während sie sich bei der Vernehmung streiten, erledigt jemand anders die Ermittlungsarbeit: Der Vertreter von Kommissarin Nadeshda Krusenstern (Schauspielerin Friederike Kempter ist im Babyurlaub), Mirko, der guten Kaffee kocht und auch noch gute Ideen hat. So lässt er kurzerhand Thiels und Boernes Wohnung auf Spuren durchsuchen. Das macht die beiden kurzerhand obdachlos und zwingt sie, die Nacht im Archiv durchzumachen. Die unglaubwürdige Tatsache, dass sie nicht wissen, dass die Akten längst digitalisiert sind, wird wohl nur des Witzes wegen dargestellt - damit sich die beiden ordentlich ärgern können.

Dem Zuschauer ist währenddessen längst klar, wer der Täter oder besser die Täterin ist. Das nimmt leider einiges an Spannung raus. Nur das Motiv müssen Boerne und Thiel noch ermitteln. Was liegt näher als Rache? Um dem Täter auf die Spur zu kommen und potentielle Opfer zu schützen, fahnden sie einfach nach sich selbst. Wozu der Täter das alles inszeniert hat, ist am Ende dann auch nicht mehr so wichtig.

Dass Liefers, Prahl und Thiels Vater (Claus D. Clausnitzer) ihre Doppelgänger selbst spielen, treibt das Ganze auf die Spitze. Die klamaukigen Einfälle und die nicht gerade realistischen Fälle ist man aus Münster gewöhnt. Die Aufklärung hätte allerdings noch den ein oder anderen Twist vertragen.

"Spieglein, Spieglein" ist ein absurd komischer Fall, wie man es aus Münster gewohnt ist. Wie hat euch der "Tatort" gefallen?

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