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"Tatort" Wien: Psychoterror und Beziehungschaos

24.04.2017 - Der Leiter der lokalen Polizeischule wird erschossen aufgefunden. Majorin Bibi Fellner ermittelt undercover, während Kollege Moritz Eisner Spuren ins Rotlichtmilieu verfolgt. Bald tun sich im Wiener "Tatort" dunkle Abgründe auf...

  • Polizei-Ausbilder Thomas Nowak schreckt nicht vor Nötigung zurück ... © ARD Degeto/ORF / Hubert

    Polizei-Ausbilder Thomas Nowak schreckt nicht vor Nötigung zurück ... © ARD Degeto/ORF / Hubert Mican

  •  © ARD Degeto/ORF / Hubert

    © ARD Degeto/ORF / Hubert Mican

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    © ARD Degeto/ORF / Hubert Mican

Den Wiener Ermittlern Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) bietet sich ein schreckliches Bild: Der Leiter der Wiener Polizeischule, Peter Kralicek, liegt erschossen in seinem Wohnhaus. Seine Frau findet sich ein Stockwerk höher - ihr Genick wurde gebrochen. Die Gerichtsmedizinerin stellt fest: Kralicek hat sich selbst getötet. Major Fellner und Eisner vermuten zunächst ein Familiendrama, doch schnell wird klar, dass noch eine dritte Person mit den beiden Opfern im Haus gewesen sein muss. Wichtiges Indiz: Das Projektil - eine neuartige Spezialmunition, zur der nur Polizisten Zugang haben - in der Leiche passt nicht zur vermeintlichen Tatwaffe. Außerdem wollen Zeugen einen zweiten Schuss gehört haben, der jedoch offenbar keine Spuren hinterlassen hat.

Alle Zeichen führen zur Polizeischule, in der Fellner undercover als kommissarische Leiterin ermitteln will. Der sadistische und frauenfeindliche Ausbilder Thomas Nowak (Simon Hatzl) ist dafür bekannt, herrisch zu sein und auch vor Nötigung nicht zurückzuschrecken. Währenddessen sucht Eisner im Rotlichtmileu nach Hinweisen und findet heraus, dass der Tote von einem Kleinkriminellen-Pärchen mit pikanten Fotos erpresst wurde. Die unbeholfenen Gangster sorgen für so einige Lacher. Doch Eisners unkonventionelle Methoden sorgen auch für Stirnrunzeln: Er droht einer unkooperativen Zeugin, ihr einen Mord anzuhängen, falls sie nicht aussagt.

Harald Krassnitzers 40. "Tatort"-Fall entführt die Zuschauer in den (fiktiven) Alltag einer Polizeischule und zeichnet ein abstoßendes Bild von Demütigung, Mobbing, Psychoterror und sexueller Belästigung und wehrlosen Auszubildenden, die für ihren Lebtag von diesen Ereignissen gezeichnet werden.

Abseits von den Ermittlungen steht mal wieder das Privatleben von Fellner und Eisner im Vordergrund: Die Stimmung zwischen den beiden ist angespannt, weil Fellner sich in Eisners frische Beziehung einzumischen versucht; es kommt sogar zum großen Krach. Fellner hingegen ist einsam; sucht ihr Glück in einer Online-Singlebörse und bändelt mit Kadettin Katja Humboldt (Julia Richter) im Club an.

Der Wiener "Tatort: Wehrlos" will keinesfalls die Polizei an den Pranger stellen, sondern menschliche Beziehungen und deren Komplexität - mit allen Abgründen. Die Story ist dicht und spannend erzählt, die Hauptgeschichte wird clever mit den zahlreichen Nebenhandlungen verwoben und natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz. Da lässt es sich auch über den ein oder anderen Filmfehler hinwegsehen...Neben den - wie immer - großartigen und launigen Performances von Neuhauser und Krassnitzer brillieren auch die Nebendarsteller, vor allem Hatzl als überzeugendes Ekel und Richter als traumatisierte Kadettin, von der wir gerne mehr gesehen hätten.

Trotz Beziehungschaos kam der "Tatort" auch bei den Zuschauern gut an - auch wenn der ein oder andere Probleme hatte, die Wiener zu verstehen. Was ist eure Meinung zu "Wehrlos"?

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