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"Tatort Weimar" goes Western

02.01.2019 - Ein Westerndorf in Aufruhr, ermordete Bisons und eine Kommissarin als Cowgirl. "Der höllische Heinz", der neue "Tatort" aus Weimar, geht ganz im Westernfeeling auf.

  • Kira Dorn (Nora Tschirner) gibt ein überzeugendes Cowgirl ab. © MDR/Wiedemann&Berg / Anke

    Kira Dorn (Nora Tschirner) gibt ein überzeugendes Cowgirl ab. © MDR/Wiedemann&Berg / Anke Neugebauer

  • Heinz Knapp (Peter Kurth) duelliert sich in El Doroda nach Westernmanier. © MDR/Wiedemann&Berg / Anke

    Heinz Knapp (Peter Kurth) duelliert sich in El Doroda nach Westernmanier. © MDR/Wiedemann&Berg / Anke Neugebauer

In letzter Zeit gab es recht häufig ungewöhnliche "Tatorte". Nicht immer glückt der Versuch etwas Neues zu wagen oder Krimi mit Comedy zu verbinden. Die "Tatort"-Folgen aus Weimar mit Christian Ulmen und Nora Tschirner als Ermittler-Paar spalten häufig die Meinungen. Doch diesmal ist mit der Mischung aus "Tatort" und Western in Thüringen ein absurd komischer Film geglückt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Weimarer "Tatort" erst gar nicht versucht realistisch zu sein.

Während Kommissarin Kira Dorn zu Hause hinter den Schränken mit der Zahnbürste putzt, weil Lessings Mutter zu Besuch kommt, wird eine Leiche in einem Bach gefunden. Der wie ein Althippie oder "Indianer" aussehende Mann entpuppt sich als Gründer des Westerndorfes "El Doroda". Dort leben Westernverrückte Aussteiger. Am Abend zuvor wurde der Geschäftsführer des Dorfes, Heinz Knapps, von einem wütenden Mob gejagt, weil er die Bewohner raus haben will. Knapps findet am Morgen den Kopf seines geliebten Bisonbullens Eddy in seinem Bett vor. Dass die Dorfbewohner auch den Gründer Weber ermordet haben, liegt nahe, doch im Westerndorf ist nichts, wie es scheint.
Was zunächst noch niemand ahnt: Durch eine Bohrung wurden seltene Erden gefunden, die sind einiges wert. Daher streiten nun Knapps, eine durchgedrehte Geschäftsfrau mit einem dümmlichen Sohn, der eine Motorrad-Gang anführt, sowie die Dorfbewohner um das Grundstück. 

In dieses Dorf der Gesetzlosen könne die Polizei nicht einfach eindringen, meint Kira Dorn. Das gehe nur im Kostüm. Lessing habe ja mal gesagt, sie wäre im Grunde ein echtes Cowgirl. So schleicht sich Kira ins Dorf ein und gibt vor, Arbeit zu suchen. Währenddessen beißt sich Lessing an den redeunwilligen Bewohnern die Zähne aus. Die resolute Betreiberin des Saloons, der ehemalige Professor und nun Tipi-Bewohner, oder der mit Dorn flirtende Cowboy - alle haben sie etwas zu verbergen. Um das Vertrauen der "El Doroda"-Leute zu gewinnen, stößt Kira Lessing einmal kräftig das Knie zwischen die Beine. Damit hat sie gleich alle auf ihrer Seite. Lessing muss derweil durchs Dorf humpeln.

In "El Doroda" entdeckt er so einige skurrile Dinge. Dass da mal ein Mops ins Bohrloch gefallen ist, stört nicht weiter, dem wirft man ab und zu Knochen zu. Den ermordeten Bullen gibt es zum Mittag und in den Showpistolen findet sich schon mal echte Munition. Das funktioniert alles wohl gerade wegen der völlig überzeichneten Figuren so gut. Wenn sich am Ende Knapps und ein Dorfbewohner im Duell gegenüberstehen und dann noch ein Haus in die Luft fliegt, passt das perfekt in diese Thüringer Westernshow. Zum Schluss sieht man Lessing und Kira fröhlich mit dem Pferd wegreiten, um noch ein paar schöne Tage in "El Doroda" zu verbringen. Ein ganz und gar untypisches "Tatort"-Ende.

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