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"Unwürdig": Große Wut über das "The Voice Senior"-Finale

05.01.2019 - Die Zuschauer kochen vor Wut: Das Finale der Castingshow "The Voice Senior" löste einen riesigen Shitstorm in den sozialen Netzwerken aus. Was ist passiert?

  • Im Finale der Castingshow «The Voice Senior» kürte ein Großteil der Fernsehzuschauer den 64-Jährigen zum Gewinner. Foto: Andre Kowalski/Sat.1 © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Im Finale der Castingshow «The Voice Senior» kürte ein Großteil der Fernsehzuschauer den 64-Jährigen zum Gewinner. Foto: Andre Kowalski/Sat.1 © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Quoten waren schwankend, die Zuschauer dafür restlos begeistert: Mit "The Voice Senior" durften endlich auch talentierte Sänger über 60 Jahren im TV zeigen, was sie drauf haben. Damit hat SAT.1 eines der wahrscheinlich schönsten Feel-Good-Events im Fernsehen geschaffen. 

Doch das große Finale am Freitagabend, in dem Rockröhre Dan Lucas zum würdigen Sieger gekürt wurde, geriet zum absoluten Fiasko. Während die Talente bei "The Voice of Germany" in einer pompösen Live-Show gemeinsam mit Weltstars auf der Bühne stehen dürfen und die Coaches Seite an Seite mit ihren Schützlingen kämpfen und zittern, fehlte dem Abschluss von "The Voice Senior" der Glamour komplett. Mehr noch: Das Finale wirkte regelrecht lieblos...

Zunächst sah alles nach einer gewohnten "TVOG"-Liveshow an: Die Coaches mussten sich nach starken Auftritten entscheiden, mit welchem ihrer beiden verbliebenen Sänger sie ins Zuschauervoting ziehen wollen. Dann durften diese Stimmwunder noch einmal auftreten. Der Saal tobte, die Stimmung war toll. Dann allerdings zog SAT.1 förmlich den Stecker: Das Moderatoren-Duo Thore Schölermann und Lena Gercke verkündete, dass dieser Abend aus "produktionstechnischen Gründen" bereits im Dezember aufgezeichnet wurde und man jetzt eine kleine "Zeitreise" unternehmen würde.

"The Voice Senior"-Finale: Kein Publikum, keine Coaches

Plötzlich saßen die Talente live im kargen Backstage-Bereich, gemeinsam mit ihren Familien. Bye bye, große Bühne! Und auch die Coaches und sogar Moderatorin Lena waren verschwunden. Irritierend! Und irgendwie unangenehm. Schölermann gab sein bestes, um die seltsame Situation mit Witzen zu überspielen: "Die Coaches sind halt auch nicht mehr so jung, und eine Silvesterparty hallt nach." Stattdessen gab es lieblos wirkende, mit Handykamera aufgezeichnete Grußbotschaften von Yvonne Catterfeld, Mark Forster und Co. 

Zum Glück ließen sich die Finalisten die Laune davon nicht verderben, vor allem Opernsänger Willi Stein aus dem Team BossHoss scherzte gut gelaunt an der Seite von Thore. Auch die Entscheidung wurde dann denkbar nüchtern mitgeteilt: Es gab nichtmal den üblichen Screen mit Prozentanzeige, stattdessen wurde lediglich der Name des Gewinners bekanntgegeben. Wenig überraschend gewann "Dan The Man", Sänger der Band Helter Skelter, der schon seit Beginn der "The Voice Senior"-Staffel als Favorit galt. Doch auch der durfte keinen Siegertitel mehr schmettern. Stattdessen fiel goldenes Konfetti vom Himmel und die Finalisten plauschten einträchtig.

"Armselige Veranstaltung": Die Zuschauer sind stinksauer

In den sozialen Medien sorgte dieses Finale für Wut und Empörung: "Was für ein unwürdiges Finale einer der besten Casting-Shows. Pfui!", "Das ist eine Frechheit gegenüber den Kandidaten und den Zuschauern. Wer sich diesen Mist hat einfallen lassen, gehört gefeuert!", "Das war eine armselige Veranstaltung", "Welches Finale? Keine Coaches, kein Vortrag des Siegers mit einem Siegerlied und keine Bekanntgabe der weiteren Platzierungen. Das war für die Künstler und das Publikum ein billiger, unwürdiger und wenig wertschätzender Abgang."

Der Shitstorm tobte! Eine SAT.1-Sprecherin bezog gegenüber "BILD" Stellung: 

"Wir mussten das Finale aus produktionstechnischen Gründen bereits im Dezember aufzeichnen. Damit unsere Zuschauer live abstimmen können, haben wir diesen Weg gewählt, die Final-Sendung aufgeteilt und das Ergebnis des Votings live aus Berlin gezeigt. Das hat einige Zuschauer irritiert. Wie immer nehmen wir uns die Kritik unserer Zuschauer zu Herzen. Sollte es eine weitere Staffel geben, werden wir diese gern berücksichtigen."

Die Coaches trifft keine Schuld

Außerdem will die "BILD" herausgefunden haben, dass die Coaches keine Schuld trifft: Durch die "Zeitverschiebung" hätten nicht alle Juroren am Freitagabend dabei sein können, der Sender allerdings habe entschieden: Entweder alle - oder keiner! 

Natürlich muss man auch bedenken, dass die Talente nicht mehr die jüngsten sind. Vielleicht sollte auch nur Rücksicht genommen werden - eine mehrstündige, anstrengende Live-Show, Stress und Aufregung bei der Entscheidung...vielleicht wäre das dem ein oder anderen Kandidaten zuviel geworden?

So oder so bleibt zu hoffen, dass SAT.1 an dem Konzept für die nächste Staffel noch etwas feilt. Denn so haftet an "The Voice Senior", einem eigentlich starken Format, ein fader Beigeschmack...

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