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Gruseliger Dresden-"Tatort": In den Fängen eines Serienkillers

29.04.2019 - "Das Nest" lässt die Dresnder "Tatort"-Kommissare Karin Gorniak und Neuzugang Leonie Winkler einen Serienkiller jagen. Dabei spielt der Film mit Genreklischees und lässt die Neue nicht gut dastehen.

  • Am Ende ist das Dresdner Team wieder vereint. © MDR / Wiedemann&Berg/Daniela

    Am Ende ist das Dresdner Team wieder vereint. © MDR / Wiedemann&Berg/Daniela Incoronato

  • Das Unfallopfer verirrt sich in den Leichen-Präparationsraum eines Serienkillers. © MDR / Wiedemann&Berg/Daniela

    Das Unfallopfer verirrt sich in den Leichen-Präparationsraum eines Serienkillers. © MDR / Wiedemann&Berg/Daniela Incoronato

  • Um eine Spur zu finden, muss Winkler ihre Abscheu vor Leichen überwinden. © MDR / Wiedemann&Berg/Daniela

    Um eine Spur zu finden, muss Winkler ihre Abscheu vor Leichen überwinden. © MDR / Wiedemann&Berg/Daniela Incoronato

Es beginnt wie in jedem zweiten Horrorfilm: Eine Frau erleidet einen Autounfall und auf der Suche nach Hilfe findet sie ein verlassenes Herrenhaus. Dass man in ein solches nicht reingehen sollte, wenn man noch eine Weile leben möchte, hat die junge Frau offenbar noch nicht gehört - und eine große Wahl hat sie auch nicht. Das in der Nacht rötlich beleuchtete Hotel im Wald entpuppt sich als Horrorkabinett eines Serienkillers. Der präpariert seine Opfer wie ein Stillleben von Familienschnappschüsse im Eigenheim.

Gorniaks Plan, den Killer bei seiner Rückkehr in sein Versteck zu fassen, geht natürlich schief. Durch eine Geheimtür kann der Killer fliehen und sticht auf Gorniak ein. Die neue Kollegin Winkler (Cornelia Gröschel) kann nicht schießen und wirft sich das den Rest des Films vor.

Denn den Täter konnte in seinem Ganzkörper-Schutzanzug niemand so richtig erkennen. Mehr als um den Täter geht es in diesem "Tatort" um die neue Kommissarin. Die versucht nun mit aller Macht den Täter zu stellen und holt dafür auch Gorniak aus der Asservatenkammer hervor, in die sie sich hat versetzen lassen. Steht Gorniak ihrer neuen Kollegen anfangs noch feindlich gegenüber, kann den Fall dann aber doch nicht ruhen lassen. Gemeinsam kommen sie dem Täter auf die Spur. Dabei ist die Auseinandersetzung und Annäherung zwischen den beiden Frauen glaubwürdig und nicht, wie so oft bei den "Tatort"-Kollegen, völlig überzogen dargestellt.

Auch Chef Schnabel (Martin Brambach) macht sich zwar Sorgen um Gorniak, hält sich aber an die Regeln. Wegen Befangenheit sollte Gorniak eigentlich nicht im Fall ermitteln. Das hält sie aber natürlich nicht ab und so gerät sie am Ende wieder in die Fänge des Täters. Der entpuppt sich als manipulativer Psychopath, der sich als "ganz normaler" Familienvater tarnt. Dexter lässt grüßen. Sowieso fühlt man sich hier an viele Genreklassiker erinnert, ohne jedoch das Gefühl zu haben, alles vorhersehen zu können. Die Spannung bezieht dieser "Tatort" ohnehin weniger aus der Tätersuche als aus der Entwicklung seiner beiden weiblichen Heldinnen. Bekommt Winkler noch von ihrem Vater bescheinigt, nicht zur Polizistin zu taugen, weil ihr die "Gewalt" fehle - schließlich konnte sie den Täter anfangs nicht erschießen - beweist sie dann doch noch das Gegenteil. Zumindest die "Gewalt"  hat sie, ob sie das zur guten Polizistin macht ist fraglich. Denn die behauptete Notwehr, mit der sie und Gorniak den Täter erschießen, wird vom Chef in Frage gestellt. Das scheint für die beiden aber keine Konsequenzen zu haben. Ob das so bleibt, wird sich zeigen. Das mit dem Fälschen von Beweisen hat zumindest im "Polizeiruf" ja schon einmal gut funktioniert.

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