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Kit Harrington: "Das Ende von 'Game of Thrones' war ein Schlag in die Magengrube"

15.04.2019 - Das Ende ist nah! Zum Start der finalen "Game of Thrones"-Staffel am 15. April sprachen wir mit Kit Harrington alias Jon Snow über Abschiedsschmerz und Lieblingserinnerungen.

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		Seit 2001 der Hoffnungsträger in "Game of Thrones": Kit Harington blickt als Jon Snow dem großen Serienfinale in Staffel 8 entgegen. ©

    Seit 2001 der Hoffnungsträger in "Game of Thrones": Kit Harington blickt als Jon Snow dem großen Serienfinale in Staffel 8 entgegen. © HBO

Seit 2011 zieht die Verfilmung von George R. R. Martins Fantasy-Saga "Game of Thrones" ein Millionenheer von Serienfans in den Bann. Der Kampf um den eisernen Thron von Westeros geht ab dem 15. April (20.15 Uhr) bei Sky Atlantic HD mit Staffel 8 in die finale Runde.

Von Anfang an mit dabei: Kit Harington, der sich – von einem Abstecher in der Miniserie "Gunpowder" abgesehen – voll und ganz seiner Rolle als Jon Snow (zu deutsch: Jon Schnee) verschrieben hat und in den letzten sechs "Game of Thrones"-Episoden seinen Weg vom ungeliebten Bastardsohn zum royalen Thronanwärter zu Ende gehen könnte...

Darum geht's in der 8. Staffel von "Game of Thrones"

Die Chancen dafür stehen allerdings nicht gut. Einerseits hat der Nachtkönig (Vladimir Furdik) mit seiner Untoten-Armee den großen Wall durchbrochen, was die Stark-Schwestern Sansa (Sophie Turner) und Arya (Maisie Williams) in der Festung Winterfell in unmittelbare Gefahr bringt. Und dann hat Jon Snow der eroberungswilligen Drachenkönigin Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) Treue geschworen – ohne zu ahnen, dass er ebenfalls ein Targaryen-Spross ist.

Diese Allianz bleibt Cersei Lannister (Lena Headey) trotz der drohenden Untoten-Gefahr ein Dorn im Auge und damit die eigentliche Funktion der von ihr angeheuerten Söldnerarmee der Goldenen Kompanie unter Führung von Kapitän Harry Strickland (Marc Rissmann) vor der alles entscheidenden Schlacht um Westeros völlig unklar...

 

Kit Harington alias Jon Snow im Interview

 

GOLDENE KAMERA: Wie schwer ist Ihnen der Abschied von "Game of Thrones" gefallen?

KIT HARINGTON: Ich halte mich für einen eher zynischen Engländer, der nicht so schnell aus der Fassung zu bringen ist. Aber ich muss zugeben, dass ich emotional berührter als erwartet war, als wir die Leseprobe für die letzte Staffel hatten. Ich habe absichtlich vorher keines der Episodendrehbücher gelesen, sondern wollte das Ende mit allen zusammen erleben. Und es war ein Schlag in die Magengrube!

Ich kann es nur mit meinem Abschied von der Schule vergleichen, wo ich einen Großteil meiner Jugend verbracht habe. Und genau wie damals fühle ich mich wieder wie ein Teenager, der einerseits in die weite Welt gehen will, und andererseits sich an die Schürze der Eltern klammert und zu Hause bleiben möchte. Aber alle Schauspieler waren sich einig, dass es die richtige Entscheidung war, die Serie zu beenden. Wir waren alle bereit dafür und gleichzeitig auch sehr traurig.

 

Können Sie ein bisschen mehr über diese Leseprobe verraten?

Der Raum war brechend voll. Alle saßen um den langen Tisch herum, der extra für diese Leseproben gebaut wurde. Unsere Showrunner David Benioff und Dan Weiss standen am Tischende und sprachen ein paar nette Worte. Viele hatten das Drehbuch gelesen, aber ich sagte zu allen: "Verratet mir nichts!" Und während der gesamten Leseprobe fühlte ich, wie David und Dan andauernd zu mir starrten, um zu sehen, wie ich reagiere.

Am Ende gab es stehenden Applaus und ich brach in Tränen aus – genau wie viele andere auch. In den Jahren davor stand auf der letzten Seite des Drehbuchs immer "Ende von Staffel Soundso". Aber jetzt die Worte "Ende von 'Game of Thrones’'" zu lesen, war verdammt hart. Ich dachte nur: "Fuck! Jetzt ist alles vorbei."

Welche letzte Erfahrung als John Snow lag Ihnen besonders am Herzen?

Wir haben nicht chronologisch gedreht, was ich jetzt sage ist also kein Spoiler. Aber mein letztes Mal auf dem Rücken eines Pferdes hat mir sehr leid getan. Durch diese Serie bin ich nämlich ein ziemlich guter Reiter geworden. Dank meiner Rollen solche Fähigkeiten lernen zu können, macht meinen Job als Schauspieler so cool.

 

Haben Sie eine Lieblingskulisse?

Einer meiner Lieblingskulissen ist der Thronsaal. Der Eiserne Thron ist einfach ikonisch für diese Serie, und wann immer ich ihn sah, bekam ich Gänsehaut. Oft habe ich mich während der Drehpausen in den Thron gesetzt und mir eine ruhige Minute gegönnt. Ich mochte auch die Schwarze Festung der Nachtwache unheimlich gern, weil sie für meine Figur ein zweites Zuhause war. Da war außerdem alles echt am Set, nichts war CGI. Ich fände es toll, wenn sie ein Hotel für Fans daraus machen würden!

Was haben Sie sonst noch während der Drehpausen gemacht?

Die gesamte Besetzung von "Game of Thrones" war ein Haufen von Witzbolden. Das hat vielleicht damit zu tun, weil unsere Szenen so dramatisch waren und wir uns dadurch ein bisschen aufheitern. Wir haben uns alle unheimlich gut verstanden.

 

Wen werden Sie am meisten vermissen?

Niemanden, weil wir hoffentlich alle in Kontakt bleiben werden!

Welche Requisite würden Sie gerne als Souvenir mit nach Hause nehmen?

Mein Schwert Longclaw. Aber ich bezweifele, dass sie mir das geben werden, denn es ist wahrscheinlich zu wertvoll. (lacht)

 

Welche Staffel mochten Sie besonders? Und welche hätten Sie lieber umgeschrieben?

Staffel 2 hat mir unheimlich gefallen, weil uns erst da so richtig bewusst wurde, wie sehr das Publikum unsere Show liebt. Außerdem haben wir die meiste Zeit auf Island gedreht. Und die härteste Zeit war, als ich nach dem Ende von Staffel 5 lügen musste, dass Jon Snow tot sei.

Interview-Abschnitt mit Spoiler-Gefahr

 

Der größte Wow-Moment der ersten Folge in Staffel 8 ist zweifellos, wenn Jon von Sam (John Bradley) über seine wahre Herkunft aufgeklärt wird. Diese Offenbarung wird sicherlich einen bedeutenden Einfluss auf die Beziehung zwischen Jon und Daenerys haben! Wie wichtig war diese Szene für Sie?

Auf diese Szene habe ich seit der ersten Staffel gewartet! Wer Jons Mutter ist war von Anfang an einer der wichtigsten Fragen der Serie. Deswegen wusste ich auch, dass meine Figur am Ende der fünften Staffel nicht wirklich tot war! Und ich bin so froh, dass es Sam war, der Jon diese Wahrheit offenbarte, denn ich habe jede Szene mit John Bradley geliebt.

Aber es war auch eine schwere Szene für mich, denn wie reagiert man auf die Neuigkeit, dass alles, was man vorher über sich selbst wusste, eine Lüge ist? Dass mein Vater nicht mein Vater ist? Und dass ich der wahre Thronerbe bin? Das ist ein lebensverändernder Moment!

 

Wir erleben endlich auch, wie Jon Snow zum Drachenreiter wird. Hat Emilia Clarke Ihnen ein paar Tipps gegeben, wie man diese Bestien am Besten zähmt?

Emilia meinte zu mir: "Das erste Mal macht Spaß!" (lacht) Aber danach wird es monoton. Das Drachenreiten ist in Wirklichkeit weniger glamourös, als es in der Serie erscheint. Statt auf einem Drachen sitzt man auf einem grünen motorisierten Bock und eine Windmaschine bläst einem ins Gesicht. Zum Glück musste ich nicht so graziös wie Emilia wirken, da es Jons erstes Mal auf dem Rücken eines Drachens war. (lacht)

Interview: Anke Hofmann

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