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RTL: Riesen-Eklat bei Hartz-IV-Show mit Ilka Bessin

01.08.2018 - Beim Sozial-Experiment "Zahltag! Ein Koffer voller Chancen" bot RTL drei Familien den Ausstieg aus Hartz-IV. Unterstützt wurden die Teilnehmer von Ex-Hartz-IV-Empfängerin Ilka Bessin alias "Cindy aus Marzahn", Neuköllner Ex-Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und Gründungsexperte Felix Thönnessen.

  • Die Coaches der RTL-Show "Zahltag! Ein Koffer voller Chancen": Felix Thönnessen, Ilka Bessin und Heinz Buschkowsky © MG RTL D / Gordon

    Die Coaches der RTL-Show "Zahltag! Ein Koffer voller Chancen": Felix Thönnessen, Ilka Bessin und Heinz Buschkowsky © MG RTL D / Gordon Mühle

Geldsegen dank "Zahltag! Ein Koffer voller Chancen": In dem TV-Experiment bot RTL drei Familien eine einmalige Chance. Die Teilnehmer erhielten sofort die kompletten Bezüge, die sie vom Jobcenter in einem Jahr erhalten hätten. Dafür mussten sie sich umgehend von allen sozialen Leistungen abmelden und die fast 30.000 Euro wohlüberlegt einsetzen um einen Neuanfang zu wagen.

Besonders gut klappte das bei Familie Kempe aus Berlin: Die durften gestern das Ergebnis des Experiments vor Ilka Bessin alias "Cindy aus Marzahn", Neuköllner Ex-Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und Gründungsexperte Felix Thönnessen vorstellen. Christiane fand im "Zahltag"-Jahr einen Job, Yves arbeitete an seiner Selbstständigkeit als Kita- und Kommunikationsberater. Beide haben noch 10.000 Euro aus dem Koffer übrig und stehen nun auf eigenen Beinen. 1200 Euro netto verdient Yves als Selbstständiger nun monatlich.

Doch von Beginn an war die Stimmung zwischen dem studierten  Kommunikationspsychologen Yves Kempe und den Coaches angespannt. Thönnessen wagte leise Kritik: "1200 Euro ist natürlich nach einem Jahr für einen Selbstständigen pro Monat leider relativ wenig." Da platzte Kempe der Kragen: "Ich finde es unverschämt, wie Sie hier sitzen als Experten, auf Ihrer faulen Haut. Ich habe Sie nicht als Experten erlebt."

Sein Vorwurf: Die Coaches hätten ihn nicht in seiner Selbstständigkeit unterstützt, sondern ihm unpassende Jobalternativen wie als Verkäufer angeboten. Er beharrte allerdings auf seiner Kommunikationskompetenz als Berater.

Der 32-Jährige ließ die Experten kaum zu Wort kommen: "Nein, jetzt rede ich!", polterte er. Da wurde es auch Ilka Bessin zu bunt: "Erstmal würde ich den Finger runternehmen, das ist auch eine Art von Kommunikation. Ich bin kein kleines Kind. So steht man schon mal vor Leuten nicht. Lernt man auch in der Kommunikationsschule."

Grund genug für den Kandidaten, die Diskussion abzubrechen. Wütend entsorgte er das Mirko und zischte seiner Frau zu "Das müssen wir uns nicht antun. Solche Asis." Buschkowskys bitteres Fazit: "Für einen Kommunikationspsychologen war das eben ein Desaster."

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